Patriarch Porfirije verabschiedete den Gürtel der Gottesmutter aus Serbien
Nach Tagen intensiver Verehrung kehrt das Heiligtum mit Abt Ephraim auf den Athos zurück
Am Samstag, 6. Juni 2026, wurde in Belgrad der Gürtel der Gottesmutter feierlich verabschiedet. Bei der Liturgie in der Kirche des Heiligen Sava hob der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije die spirituelle Bedeutung des Ereignisses hervor. Zahlreiche Bischöfe, Geistliche sowie internationale Gäste nahmen an der Feier teil. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite .
In seinem Predigt betonte Patriarch Porfirije , dass der Segen des Heiligtums auch nach seiner Rückkehr zum Athos im Volk lebendig bleibe. Was die Gläubigen durch Glauben, Gebet und Buße empfangen hätten, sei ein bleibendes geistliches Geschenk, das ihr Leben nachhaltig präge.
Zugleich hob er hervor, dass die massenhafte Teilnahme der Gläubigen nicht allein rational erklärbar sei. Der Glaube übersteigt menschliche Logik und offenbart sich als lebendige Erfahrung der Gemeinschaft mit Gott, die den ganzen Menschen umfasse – Verstand, Herz und Seele gleichermaßen.
Ein weiteres zentrales Motiv seiner Ansprache war die Kraft der Einheit: In einer von Konflikten geprägten Zeit habe sich in Belgrad ein Bild von Frieden, Geduld und gegenseitiger Fürsorge gezeigt. Das gemeinsame Gebet sei wichtiger gewesen als Spaltung, Gemeinschaft bedeutender als Gegnerschaft.
Schließlich unterstrich Patriarch Porfirije die enge Verbindung von Glauben und Liebe. Wahre Erkenntnis entstehe nicht durch bloße Vernunft, sondern durch gelebte Beziehung zu Gott und den Mitmenschen. Glaube sei daher nicht nur Überzeugung, sondern gelebte Erfahrung und Begegnung.
Der Gürtel der Gottesmutter, der sich seit dem 20. Mai in Belgrad befand und der von rund 1,1 Millionen Menschen verehrt wurde, wird nun von Abt Ephraim zurück in das Athos-Kloster Vatopedi, einem Kloster des Ökumenischen Patriarchats auf dem Athos, gebracht. Neben zahlreichen Bischöfen, dem Abt Ephraim und Äbtissin Haritina vom Patriarchat von Peć im Kosovo nahmen auch viele Geistliche und Gläubige an der Liturgie teil. Patriarch Porfirije dankte Abt Ephraim ausdrücklich für seine Unterstützung und die Ermöglichung des Besuchs.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bibel TV die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Brühl besuchte.