OIDAC-Bericht erwähnte Mord an Mönch der Swjatogorsker Lawra
Menschenrechtler brachten den Angriff auf die Swjatogorsker Lawra mit dem jahrelangen Druck auf die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche in Verbindung.
Die Europäische Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen (OIDAC Europe) veröffentlichte ihren monatlichen Bericht über Hassverbrechen gegen Christen. Darin wurde auch die Ermordung eines Mönchs der Mariä-Entschlafens-Lawra von Swjatogorsk bei einem bewaffneten Angriff erwähnt. Berichtet die UOJ in der Ukraine.
OIDAC Europe wies auf die große öffentliche Besorgnis im Zusammenhang mit diesem Vorfall hin. „Die Ermordung eines Mönchs im Kloster von Swjatogorsk sollte vor dem Hintergrund der allgemeinen Spannungen rund um die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche betrachtet werden“, erklärte die Menschenrechtsorganisation. „Obwohl die Motive des Angriffs weiterhin Gegenstand der Ermittlungen sind, fordern Kritiker die Strafverfolgungsbehörden zu einer gründlichen Untersuchung auf und äußern angesichts des anhaltenden politischen und rechtlichen Drucks auf die UOK ihre Besorgnis.“
Insgesamt verzeichnete die Beobachtungsgruppe von OIDAC im August 2026 in den europäischen Ländern 48 antichristlich motivierte Hassverbrechen. Dies war der höchste monatliche Wert im gesamten laufenden Jahr. „Der Tod des Mönchs und die Verwundung zweier Mitglieder der Bruderschaft von Swjatogorsk zeigen, dass sich die erfassten Vorfälle nicht nur auf Angriffe gegen Eigentum beschränken“, resümierten die Menschenrechtler.
OIDAC Europe ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Wien, die seit 2010 systematisch Verletzungen der Religionsfreiheit von Christen in Europa beobachtet. Die Swjatogorsker Lawra geriet nicht zum ersten Mal in den Blick der Organisation. Bereits in ihrem Januarbericht erwähnten die Menschenrechtler einen Angriff auf das Kloster, bei dem es zu Vandalismus, Schändungen und Diebstählen gekommen war.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass sich die russische und serbische orthodoxe Jugend zur Liturgie in Köln getroffen hatten.