Rumänisch-orthodoxe Gemeinde Osnabrück präsentierte Kultur und Kirchenwunsch
Pfarrei „Heiliger Theodosius von Brazi und Heilige Parascheva von Iași“ beteiligt sich zum siebten Mal am Fest der Kulturen.
Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „Heiliger Theodosius von Brazi und Heilige Parascheva von Iași“ in Osnabrück hat sich am 13. September 2026 zum siebten Mal in Folge am Fest der Kulturen auf dem Platz vor dem historischen Rathaus beteiligt. Nach der Feier der Heiligen Liturgie waren die Gläubigen zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen. Mit einem Stand mit traditionellen rumänischen Speisen und einem Ausstellungszelt präsentierte die Gemeinde den Besuchern verschiedene Facetten der rumänischen Kultur, wie die Metropolie berichtete.
Zu sehen waren unter anderem traditionelle Trachten, von Constantin Brâncuși inspirierte Werke und Informationsmaterialien der Gemeinde. Musik und eine Dudelsack-Interpretation des bekannten rumänischen Liedes „Ciocârlia“ sorgten für eine authentische Atmosphäre. Pfarrer Bogdan Ionel Ilie stellte in seiner Ansprache Geschichte, Glauben und kulturelles Erbe Rumäniens vor und verwies unter anderem auf die Kirchen und Klöster Siebenbürgens und der Bukowina.
Einen besonderen Akzent setzte die Gemeinde mit ihrem Wunsch nach einer eigenen Kirche. Die inzwischen elf Jahre bestehende Pfarrei möchte damit einen Ort schaffen, an dem die Gläubigen beten, sich begegnen und sich heimisch fühlen können. Die Gemeinde hoffe, dass dieser „Herzenswunsch“ mit Gottes Hilfe Wirklichkeit werde. Zugleich versteht sie ihre Teilnahme am Fest der Kulturen als Zeichen der Offenheit gegenüber der deutschen Gesellschaft und als Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben in Osnabrück.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Martinos Petzolt sich in einem Vortrag in Mönchengladbach mit dem Umgang mit Zweifeln und der Bedeutung des gemeinsamen Glaubens beschäftigte.