<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" version="2.0"><channel><title>Nachrichten und Artikel der UOJ</title><link>https://orthodoxnews.de/de/</link><description>Artikel und Nachrichten über die Orthodoxie, die UOK und das Christentum</description><language></language><lastBuildDate>Tue, 13 Oct 2026 01:15:24 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://orthodoxnews.de/de/rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><item><title><![CDATA[Der heilige Liudger war Missionar und erster Bischof von Münster]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89216-der-heilige-liudger-war-missionar-und-erster-bischof-von-muenster</link><description><![CDATA[Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover stellt in ihrer Videoreihe die Heiligen der deutschen Lande vor.]]></description><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 17:09:47 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover, die zur Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa gehört, widmet ihren neuen Beitrag in der Instagram-Videoreihe über die Heiligen des ersten Jahrtausends der deutschen Lande dem heiligen Liudger von Münster, der um 743 bei Utrecht geboren wurde und als Missionar maßgeblich zur Verbreitung des Christentums bei den Friesen und Sachsen beitrug.
    
    
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        05.10.2026, 15:50
    
In der achten Folge der Reihe wird das Leben des heiligen Liudger vorgestellt, der bereits als Kind an der Schule des heiligen Gregor von Utrecht unterrichtet wurde. Im Alter von elf Jahren begegnete er dem heiligen Bonifatius. Später setzte er seine Ausbildung bei Alkuin in York fort und wurde zu einem der bedeutenden Missionare des Nordens.Nach seiner Priesterweihe wirkte Liudger zunächst bei den Friesen und anschließend bei den Sachsen. Karl der Große übertrug ihm die Seelsorge im westlichen Sachsenland. Um 793 gründete Liudger in Mimigernaford ein Kloster, aus dessen lateinischer Bezeichnung „Monasterium“ sich der Name der heutigen Stadt Münster entwickelte. Zudem gründete er das Kloster Werden an der Ruhr, das zu seinem Lebensmittelpunkt wurde.Im Jahr 805 wurde Liudger von Erzbischof Hildebold von Köln zum ersten Bischof von Münster geweiht. Von dort aus setzte er seine Missionsarbeit fort, taufte Menschen und organisierte die kirchlichen Strukturen. Am 26. März 809 feierte er in Coesfeld und Billerbeck die Göttliche Liturgie und starb noch am selben Abend in Billerbeck im Kreis seiner Gemeinde.Nach seinem Tod wurde Liudger in Werden beigesetzt, wo seine Gebeine bis heute ruhen. Teile seiner Reliquien gelangten später nach Münster und Billerbeck. Auch in Helmstedt wird er als Stadtpatron verehrt: Dort soll er während eines Feldzugs Karls des Großen gegen aufständische Ostsachsen ein Kloster gegründet haben. Sein Bild findet sich bis heute im Stadtwappen. Die orthodoxe Kirche verehrt ihn als Erleuchter der Sachsen und Friesen.Die UOJ berichtete zuvor, dass in Wien Jugendliche einen Gottesdienst mit „Allahu Akbar“-Rufen störten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89216-der-heilige-liudger-war-missionar-und-erster-bischof-von-muenster</guid></item><item><title><![CDATA[Diakon Igor Willimowski: „Prüfen wir, welche wahre Berufung wir haben“]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89215-diakon-igor-willimowski-pruefen-wir-welche-wahre-berufung-wir-haben</link><description><![CDATA[Die Geschichte vom Fischzug des Petrus zeigt, wie Gott Menschen dazu aufruft, vertraute Wege zu verlassen und ihre Fähigkeiten in den Dienst anderer zu stellen.]]></description><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 14:53:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 11. Oktober 2026 predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld zum Evangelium vom Fischzug des Petrus (Lk 5,1–11). Der Geistliche stellte das Geschehen als Beispiel dafür dar, wie Christus Menschen aus ihrem gewohnten Leben herausruft und ihnen eine neue Berufung eröffnet. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
    
    
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        12.10.2026, 11:42
    
Diakon Igor Willimowski erinnerte daran, dass Menschen trotz beruflicher Erfolge, familiärer Verpflichtungen und eines scheinbar erfüllten Lebens nach einer tieferen Aufgabe suchen könnten. Petrus habe als erfahrener Fischer zunächst keinen Grund gehabt, nach einer erfolglosen Nacht erneut auf den See hinauszufahren. Dennoch habe er auf Christi Wort gehört und einen ungewöhnlichen Schritt gewagt. Der überreiche Fang sei zum Ausgangspunkt seiner Entscheidung geworden, Jesus nachzufolgen und eine neue Aufgabe zu übernehmen.Die Berufung des Petrus zeige, so der Geistliche in seiner Predigt, dass die Nachfolge Christi über die alltägliche Arbeit hinausführen könne. Auch Christen seien aufgerufen, ihre Fähigkeiten zum Wohl anderer einzusetzen und sich in Kirche und Gemeinde einzubringen. Möglichkeiten dazu gebe es viele: von der Unterstützung älterer, kranker und bedürftiger Menschen über praktische Arbeiten in der Kirche und die Mitgestaltung von Veranstaltungen bis hin zur Katechese, zur Sonntagsschule und zum liturgischen Dienst als Lektor oder Sänger. Auch die Entscheidung für das Priestertum könne Ausdruck einer solchen Berufung sein.Der Weg der Nachfolge sei nicht immer leicht und könne von Rückschlägen geprägt sein. Petrus habe sich zunächst seiner eigenen Sündhaftigkeit bewusst werden müssen, bevor er Christus nachfolgte. Daraus leitete der Geistliche die Aufforderung ab, Stolz, Egoismus und Selbstzufriedenheit zu überwinden, die eigenen Fähigkeiten für gute Taten einzusetzen und nach der persönlichen Berufung zu suchen. Habe man diese erkannt, gelte es, den Weg mit Gottes Hilfe zu gehen.Die UOJ berichtete zuvor, dass in Wien Jugendliche einen Gottesdienst mit „Allahu Akbar“-Rufen störten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89215-diakon-igor-willimowski-pruefen-wir-welche-wahre-berufung-wir-haben</guid></item><item><title><![CDATA[Wien: Jugendliche störten Gottesdienst mit „Allahu Akbar“-Rufen]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89214-wien-jugendliche-stoerten-gottesdienst-mit-allahu-akbar-rufen</link><description><![CDATA[Zwischenfall in einer Pfarrkirche: Der Pfarrer vermutete jugendlichen Übermut und erstattete keine Anzeige bei der Polizei.]]></description><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 12:30:01 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In einer Wiener Pfarrkirche haben mehrere Jugendliche am Dienstag, dem 6. Oktober, einen Gottesdienst mit lauten „Allahu Akbar“-Rufen gestört. Wie das österreichische Nachrichtenportal OE24 berichtete, hörte der Geistliche zunächst Lärm und Gelächter, bevor die etwa 14- bis 15-Jährigen vom Eingangsbereich der Kirche aus die islamische Formel „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) riefen.
    
    
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Nach kurzer Zeit verschwanden die Jugendlichen wieder. Der Pfarrer, der nach eigenen Angaben seit 20 Jahren vor Ort tätig ist, zeigte sich überrascht über den Vorfall. Eine unmittelbare Bedrohung habe nicht bestanden. Er vermutete deshalb jugendlichen Übermut und verzichtete auf eine Anzeige bei der Polizei. Den genauen Standort der Pfarrei wollte er aus Sicherheitsgründen nicht nennen.Besonders irritiert zeigte sich der Seelsorger, weil seine Gemeinde seit 2015 muslimische Flüchtlinge unterstützt, unter anderem durch Deutschkurse, Hilfe bei Behördengängen und bei der Wohnungssuche. Ein Kollege aus einem anderen Wiener Bezirk habe ihm berichtet, dass vergleichbare Störungen dort inzwischen regelmäßig vorkämen. Der Pfarrer fragte sich, ob die Haltung der Jugendlichen durch die Schule, das familiäre Umfeld oder soziale Medien beeinflusst werde.Die ÖVP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler verurteilte den Vorfall. Jeder Mensch müsse seinen Glauben in Österreich frei und ungestört ausüben können, unabhängig von der Religion. Die bewusste Störung eines Gottesdienstes und die Einschüchterung von Gläubigen überschritten eine klare Grenze, erklärte sie.Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die Liturgie im Sava-Kloster in Australien leitete.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89214-wien-jugendliche-stoerten-gottesdienst-mit-allahu-akbar-rufen</guid></item><item><title><![CDATA[Erzbischof Tichon beging seinen Namenstag mit einer Liturgie in Berlin]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89213-erzbischof-tichon-beging-seinen-namenstag-mit-einer-liturgie-in-berlin</link><description><![CDATA[Der russisch-orthodoxe Administrator der Diözese zelebrierte in der Auferstehungskathedrale. Im Anschluss gratulierte er Protodiakon Vitalij Sadakov zum 60. Geburtstag.]]></description><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 11:42:10 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, feierte am Freitag, dem 9. Oktober 2026, seinen Namenstag mit einer Göttlichen Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Die Liturgie fand am Gedenktag des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes des Theologen sowie des heiligen Tichon, Patriarchen von Moskau und ganz Russland, statt. Zahlreiche Geistliche aus der Diözese konzelebrierten mit dem Erzbischof, wie die Diözese berichtete.
    
    
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Nach der Liturgie wurden die beiden Tagesheiligen mit Gebeten und einer Lobpreisung geehrt. Erzbischof Tichon hielt eine erzbischöfliche Predigt und gratulierte anschließend Protodiakon Vitalij Sadakov, einem Geistlichen der Kathedrale, zu seinem kürzlich begangenem 60. Geburtstag. Er verlas eine Glückwunschansprache und überreichte ihm einen Blumenstrauß. Der Kathedralchor sang das Lied „Viele Jahre“.Im Namen des Klerus und der Gläubigen gratulierte Erzpriester Mikhail Divakov, Sekretär der Diözese und Dekan der Kathedrale, dem Erzbischof zu seinem Namenstag.Der heilige Apostel und Evangelist Johannes der Theologe gehört zu den zwölf Aposteln und gilt traditionell als Verfasser des Johannesevangeliums sowie der Johannesbriefe und der Offenbarung. In der orthodoxen Kirche wird er als Apostel der Liebe und als Theologe verehrt. Der heilige Tichon von Moskau (1865–1925) war von 1917 bis zu seinem Tod Patriarch von Moskau und ganz Russland. In einer Zeit großer politischer Umbrüche und der Verfolgung der Kirche setzte er sich für die Bewahrung des orthodoxen Glaubens ein. Die Russische Orthodoxe Kirche verehrt ihn als Bekenner und Heiligen.Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die Liturgie im Sava-Kloster in Australien leitete.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89213-erzbischof-tichon-beging-seinen-namenstag-mit-einer-liturgie-in-berlin</guid></item><item><title><![CDATA[Rumänisch-orthodoxe Pfarrersfrauen kamen zum Jahrestreffen nach Tübingen]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89212-rumaenisch-orthodoxe-pfarrersfrauen-kamen-zum-jahrestreffen-nach-tuebingen</link><description><![CDATA[Die Tagung der Gruppe „Maria Stăniloae“ widmete sich dem christlichen Frauenbild, der Gottesmutter und den heiligen Frauen.]]></description><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 10:24:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Die Gruppe „Maria Stăniloae“ von Pfarrersfrauen der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa veranstaltete vom 9. bis 11. Oktober 2026 ihre Jahrestagung in Tübingen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Rolle der Pfarrersfrauen im Spannungsfeld von Weiblichkeit, Kraft und Glauben sowie die Gottesmutter Maria als Vorbild für den kirchlichen Dienst. Gastgeber war die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „St. Georg und St. Silouan“ in Tübingen/Reutlingen, wie die Metropolie berichtete.
    
    
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        07.05.2026, 06:00
    
Das ursprünglich gemeinsam mit der Äbtissin Sofronia Rădulescu aus Iași geplante Programm wurde nach dem Tod ihres Vaters angepasst. Stattdessen standen neben Betrachtungen zur Gottesmutter auch die neu heiliggesprochenen Frauen der Rumänisch-Orthodoxen Kirche im Mittelpunkt. Am Samstag, dem 10. Oktober, befassten sich Vorträge und Workshops mit dem christlichen Frauenbild und der Bedeutung der Gottesmutter sowie mit dem Leben kanonisierter Heiliger. Unter dem Titel „Gleichheit des Seins, Unterschied im Dienst“ wurden die Heiligen in drei Gruppen betrachtet: heilige Nonnen, heilige Mütter und Ehefrauen sowie heilige Beichtmütter. Am zweiten Tagungstag hielt zudem Weihbischof Sofian von Kronstadt dazu einen Vortrag.Das dreitägige Treffen umfasste Gebete, Gespräche, Arbeitsgruppen und gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung des Zusammenhalts. Zum Abschluss nahmen die Teilnehmerinnen am Sonntag an der Bischofsliturgie in der Pfarrkirche von Tübingen teil.Die 2022 gegründete Gruppe „Maria Stăniloae“ bietet den Pfarrersfrauen der Metropolie Gelegenheit, Erfahrungen aus Familienleben und Gemeindedienst auszutauschen und über ihre eigene Berufung nachzudenken. Neben Präsenz- und Online-Treffen gehören dazu die Veranstaltungsreihen „Freude am Dienen“ und „Workshops der Selbstfindung“. Die Begegnungen sollen die gegenseitige Unterstützung stärken und damit auch den Priesterfamilien und den orthodoxen Pfarrgemeinden zugutekommen.Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die Liturgie im Sava-Kloster in Australien leitete.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89212-rumaenisch-orthodoxe-pfarrersfrauen-kamen-zum-jahrestreffen-nach-tuebingen</guid></item><item><title><![CDATA[Erzpriester Matthias Zierenberg: „Berufung ist die Veränderung unseres Lebens“]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89211-erzpriester-matthias-zierenberg-berufung-ist-die-veraenderung-unseres-lebens</link><description><![CDATA[Predigt über den Fischzug des Petrus: Gottes Ruf verlangt immer neue Entscheidungen und die Bereitschaft, das eigene Leben an Christus auszurichten.]]></description><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 09:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Erzpriester Matthias Zierenberg predigte am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, in der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen über das Evangelium vom wunderbaren Fischzug des Petrus (Lk 5,1–11). Der Geistliche verdeutlichte, dass die Berufung durch Christus kein einmaliges Ereignis sei, sondern sich im Leben immer wieder erneuere. Der Glaube zeige sich darin, Gottes Ruf im Alltag zu folgen, sich in Demut und Bescheidenheit auf seine Aufgaben vorzubereiten und das eigene Leben so zu verändern, dass man anderen Menschen dienen und ihnen den Weg zur Erlösung weisen könne. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
    
    
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        06.10.2026, 08:42
    
Erzpriester Matthias Zierenberg stellte die Apostel zunächst als Menschen dar, die wie alle anderen Zeit brauchten, um die Begegnung mit Christus zu verstehen und sich auf ihre Berufung einzustellen. Nach den ersten Begegnungen mit Jesus kehrten Petrus und Andreas zunächst zu ihrer gewohnten Arbeit als Fischer zurück. Diese Zeit sei keineswegs verlorene Zeit gewesen, sondern habe ihnen ermöglicht, das Erlebte zu verarbeiten und sich auf weitere Schritte vorzubereiten.Der wunderbare Fischfang verdeutliche, dass die Jünger nicht allein auf ihre eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen vertrauen sollten, sondern auf das Wort Christi. Obwohl es aus Sicht erfahrener Fischer unsinnig erschien, am Tag die Netze auszuwerfen, folgten sie seiner Anweisung und erlebten einen überwältigenden Fang. Entscheidend sei jedoch nicht der wirtschaftliche Erfolg gewesen: Die Jünger ließen Boote und Netze zurück, um Jesus nachzufolgen und künftig Menschen für das Evangelium zu gewinnen.Der Erzpriester betonte in seiner Predigt, dass die Berufung kein Automatismus sei. Jeder Mensch müsse sich immer wieder neu entscheiden, Christus nachzufolgen und an sich zu arbeiten. Die Antwort auf einen Ruf Gottes bereite dabei den nächsten vor. Zwischen diesen Entscheidungen liege die Aufgabe, den Glauben im Alltag Wirklichkeit werden zu lassen – durch Fleiß, Demut, Bescheidenheit und die Bereitschaft, sich nicht an Besitz oder Gewohnheiten zu binden.Abschließend verwies der Geistliche auf die Bedeutung der Wunder in der Heilsgeschichte: Gott habe durch außergewöhnliche Zeichen immer wieder seine Macht offenbart, bevor er den Menschen neue Aufgaben und seinen Bund anvertraut habe. Auch die Berufung der Apostel sei in diesem Zusammenhang zu verstehen. Sie sollten zunehmend erkennen, wer Christus ist und welche Möglichkeiten sich durch ihn eröffnen. Ziel dieser Nachfolge sei es, Menschen zu lieben und ihnen den Weg zur Erlösung zu eröffnen.Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die Liturgie im Sava-Kloster in Australien leitete.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89211-erzpriester-matthias-zierenberg-berufung-ist-die-veraenderung-unseres-lebens</guid></item><item><title><![CDATA[Deutschland: Handel mit Handy-Daten gefährdet Gläubige]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89210-deutschland-handel-mit-handy-daten-gefaehrdet-glaeubige</link><description><![CDATA[Eine Recherche zeigt, wie gehandelte Standortdaten die Sicherheit von Gläubigen gefährden können.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 21:51:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 8. Oktober 2026 wurde bekannt, dass gehandelte Handy-Standortdaten die Sicherheit von Gläubigen in Deutschland gefährden können. Sie ermöglichen Rückschlüsse auf Besuche christlicher Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie auf private Wohnadressen. Darüber berichtete evangelisch.de unter Berufung auf eine Recherche von netzpolitik.org.In kostenlosen Beispieldatensätzen von Datenhändlern fanden die Journalisten mehr als eine Million Ortungspunkte an religiösen Einrichtungen. Daraus ließen sich Bewegungsprofile und Hinweise auf Wohnadressen ableiten. Es handelt sich um Standortangaben, nicht um eine Million identifizierte Personen.
    
    
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Auch das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover und der Sitz der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Bonn sind betroffen. Die Bischofskonferenz warnte vor Diskriminierung, Erpressung und Eingriffen in die Privatsphäre.Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht für bereits gefährdete Menschen zusätzliche Risiken durch Spionage, Bedrohungen und körperliche Angriffe. Eine systematische Nutzung solcher Daten gegen christliche, jüdische oder muslimische Gläubige konnte die Behörde bislang jedoch nicht feststellen.Die untersuchten Daten sind mehrere Jahre alt. Nach Angaben der Recherche besteht der Handel weiter. Kirchenvertreter fordern wirksameren Schutz.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Einstufung eines Angriffs auf eine Kirche in Hanau Kritik ausgelöst hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89210-deutschland-handel-mit-handy-daten-gefaehrdet-glaeubige</guid></item><item><title><![CDATA[USA: Überlebende nach gescheiterter Hinrichtung aus Klinik entlassen]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89209-usa-ueberlebende-nach-gescheiterter-hinrichtung-aus-klinik-entlassen</link><description><![CDATA[Eine 50-Jährige wird nach einer fehlgeschlagenen Giftspritze in Tennessee im Gefängnis weiterbehandelt.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 18:18:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Nach einer gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee ist die Überlebende aus dem Krankenhaus ins Gefängnis zurückgebracht worden. Die 50-jährige Christa Pike werde dort weiter medizinisch versorgt, berichtet evangelisch.de unter Berufung auf ihre Anwälte. Ob der Bundesstaat einen weiteren Hinrichtungsversuch unternimmt, ist bislang offen.Am 30. September 2026 hatte Pike eine tödliche Injektion mit Pentobarbital erhalten. Sie atmete jedoch weiter; die Hinrichtung wurde abgebrochen. Anschließend kam sie mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Nach Angaben ihrer Anwälte erlangte sie am 6. Oktober das Bewusstsein wieder. Ihre Genesung werde voraussichtlich lange dauern, berichtete ABC News.Gouverneur Bill Lee setzte weitere Hinrichtungen bis Jahresende aus und veranlasste eine Untersuchung des Vorfalls. Pikes Verteidiger fordern, das Todesurteil in lebenslange Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung umzuwandeln.
    
    
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Auch Bischöfe der Römisch-Katholischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika und der Episkopalkirche wandten sich mit dieser Forderung an den Gouverneur. In ihrem gemeinsamen Brief vom 1. Oktober baten sie darum, auf einen erneuten Hinrichtungsversuch zu verzichten. Jeder Mensch besitze als Ebenbild Gottes eine Würde, die auch eine schwere Schuld nicht auslöschen könne. Gerechtigkeit müsse nicht zu Rache werden, erklärten die Kirchenvertreter.Die Bischöfe erinnerten zugleich an die ermordete Colleen Slemmer und das Leid ihrer Angehörigen. Ihr Appell schmälere weder die Schwere des Verbrechens noch die Verantwortung des Staates, Gewalttäter zur Rechenschaft zu ziehen. Pike wurde 1996 zum Tode verurteilt. Sie hatte am 12. Januar 1995 im Alter von 18 Jahren gemeinsam mit zwei weiteren Jugendlichen die 19-jährige Colleen Slemmer in Knoxville getötet. Beide besuchten das Berufsbildungsprogramm Job Corps.Nach Angaben des Cornell Center on the Death Penalty Worldwide, das sich für ihre Begnadigung einsetzt, erlitt Pike bereits als Kind wiederholt sexuellen Missbrauch und körperliche Gewalt. Auch von Vergewaltigungen im Jugendalter berichtet das Zentrum unter Verweis auf Gutachten und Fallunterlagen. Pike habe die Verantwortung für ihre Tat übernommen; ihre Unterstützer führen die erlittene Gewalt als Argument für eine Umwandlung der Todesstrafe an.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Papst Leo XIV. die Todesstrafe als unzulässig bezeichnet hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89209-usa-ueberlebende-nach-gescheiterter-hinrichtung-aus-klinik-entlassen</guid></item><item><title><![CDATA[Ingolstädter Schwesternschaft besuchte Eichstätt]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89206-ingolstaedter-schwesternschaft-besuchte-eichstaett</link><description><![CDATA[Neun Frauen der russisch-orthodoxen Gemeinde unternahmen einen Ausflug zu den Reliquien der heiligen Walburga und einer Nachbildung des Heiligen Grabes.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 16:21:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 10. Oktober 2026 unternahm die Schwesternschaft der ROKA-Gemeinde in Ingolstadt einen gemeinsamen Ausflug nach Eichstätt. Trotz des regnerischen Wetters machten sich neun Gemeindemitglieder auf den Weg, um mehrere christliche Heiligtümer der Stadt zu besichtigen. Darüber berichtete die Gemeinde auf Instagram.
    
    
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Zunächst besuchten die Frauen das Kloster, in dem die Reliquien der heiligen Walburga von Eichstätt aufbewahrt werden. Die Heilige lebte im 8. Jahrhundert und leitete als Äbtissin die dortigen Männer- und Frauenklöster. Anschließend besichtigte die Gruppe eine Nachbildung der Ädikula des Heiligen Grabes, die das Aussehen der Grabkapelle in Jerusalem im 12. Jahrhundert wiedergibt.Den Abschluss des Ausflugs bildete ein gemeinsames Mittagessen in einem kleinen Restaurant. Dort nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und ließen den Tag in geselliger Atmosphäre ausklingen. Über den Besuch berichtete die Gemeinde auf ihrem Instagram-Profil.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass mehr als 3000 Menschen am „Marsch für das Leben“ in Wien teilgenommen haben.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89206-ingolstaedter-schwesternschaft-besuchte-eichstaett</guid></item><item><title><![CDATA[Amsterdam wirft Armeniens Regierung politischen Kampf gegen die Kirche vor]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89205-amsterdam-wirft-armeniens-regierung-politischen-kampf-gegen-die-kirche-vor</link><description><![CDATA[Der Anwalt erklärte, Paschinjan wolle die Kirche der Regierung unterordnen. Staatliche Eingriffe in ihre Leitung verletzten das Recht und die Religionsfreiheit.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 15:54:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Der international tätige Rechtsanwalt Robert Amsterdam hat den armenischen Behörden am 6. Oktober 2026 vorgeworfen, die Armenische Apostolische Kirche unter ihre Kontrolle bringen zu wollen. Das Vorgehen von Ministerpräsident Nikol Paschinjan bezeichnete er als „geistlichen Staatsstreich“. Darüber berichtet die UOJ unter Berufung auf NEWS.am.Amsterdam kritisierte das Gebetsfrühstück, das am 2. und 3. Oktober in Jerewan vor dem Hintergrund des Gerichtsverfahrens gegen den Katholikos aller Armenier stattfand. Seiner Ansicht nach soll die Veranstaltung den Eindruck erwecken, Paschinjans Politik gegenüber der Kirche genieße internationale Unterstützung. Er verglich dies mit Gebetsfrühstücken in der Ukraine, die seiner Einschätzung nach zur Unterstützung des Vorgehens von Wolodymyr Selenskyj gegen die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK) genutzt worden seien. Zugleich betonte der Anwalt, er zweifle nicht an den guten Absichten der amerikanischen Gäste und der teilnehmenden Geistlichen. Die Organisatoren nutzten diese Treffen jedoch für politische Zwecke.

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Amsterdam kritisierte außerdem einen 74-seitigen Regierungsbericht über die „innere Krise“ der Kirche. Nach seinen Worten beruht das Dokument auf unzutreffenden Behauptungen und dient dem persönlichen Kampf des Regierungschefs gegen die Kirchenleitung. Der Staat habe kein Recht, in die inneren Verfahren der Kirche einzugreifen. Versuche, sie unter staatliche Kontrolle zu bringen, verstießen nach seiner Auffassung gegen armenisches und internationales Recht sowie gegen Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Unter Verweis auf die Rechtsprechung zu Bulgarien zeigte er sich überzeugt, dass entsprechende Maßnahmen gerichtlich aufgehoben werden könnten. Statt die Kirche zu bekämpfen, sollten sich die Behörden um die Rückkehr festgehaltener Armenier und um das Recht der vertriebenen Bewohner Bergkarabachs auf Heimkehr kümmern, forderte er.Der Anwalt hob zudem hervor, dass die amerikanischen Teilnehmer des Gebetsfrühstücks eine Liturgie im Heiligen Etschmiadsin besucht hätten. Anschließend habe der Katholikos Paula White-Cain, die leitende Beraterin des Glaubensbüros des Weißen Hauses, empfangen. Amsterdam wertete diesen Besuch als Signal an Paschinjan, dass dessen Vorgehen gegen die Kirche keine Zustimmung finden werde. Die Zurückhaltung westlicher Staaten bei der Bewertung der Ereignisse führte er auf antirussische Stimmungen zurück. Er rief die internationale christliche Gemeinschaft dazu auf, sich offen gegen die Einmischung der armenischen Behörden in kirchliche Angelegenheiten auszusprechen.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Robert Amsterdam das Gerichtsverfahren gegen den Katholikos aller Armenier, Garegin II., als „moralische Katastrophe“ bezeichnet hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89205-amsterdam-wirft-armeniens-regierung-politischen-kampf-gegen-die-kirche-vor</guid></item><item><title><![CDATA[Metropolit Arsenios nennt in Wien die Umweltkrise eine geistliche Krise]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89204-metropolit-arsenios-nennt-in-wien-die-umweltkrise-eine-geistliche-krise</link><description><![CDATA[Bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich forderte der Metropolit ein neues Verständnis vom Verhältnis zwischen Mensch und Natur.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 15:25:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[ Der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) von Austria, ein Hierarch des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, hat die ökologische Krise als eine geistliche Herausforderung bezeichnet. Bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich am 8. Oktober 2026 in Wien warb er für einen veränderten Umgang mit der Schöpfung, berichtet Orthodox Times.Die Versammlung fand in den Räumen der Neuapostolischen Kirche in Wien-Penzing statt. Den Vorsitz führte der armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan. Thema waren Klimaschutz und die Zusammenarbeit der Kirchen.
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Die Universität Chichester würdigte seinen Beitrag zum Umweltschutz und zum interchristlichen Dialog.

Arsenios kritisierte ein Naturverständnis, das vor allem auf Nutzung und Kontrolle ausgerichtet sei. Technische und praktische Maßnahmen genügten nach seinen Worten nicht: Der Mensch müsse auch seine eigene Stellung innerhalb der Schöpfung überdenken.Unter Bezugnahme auf die Charta Oecumenica betonte er die Verantwortung der Christen für die Natur. Glaube bedeute keinen Rückzug aus der Welt, sondern schließe die Sorge für sie ein. Das ökumenische Dokument wurde 2001 verabschiedet und 2025 überarbeitet.Die Metropolis von Austria nennt als Titel seiner Ansprache „Die Welt als Gabe: Von der Aneignung zur eucharistischen Schau der Schöpfung“.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Arsenios bei der Kirchweihe im Kloster Sankt Andrä am Zicksee zum Gebet für jene aufgerufen hatte, die nicht mehr wissen, wie man betet.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89204-metropolit-arsenios-nennt-in-wien-die-umweltkrise-eine-geistliche-krise</guid></item><item><title><![CDATA[Wenn die Welt verstummt]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/89203-wenn-die-welt-verstummt</link><description><![CDATA[Über Resonanz, die Göttliche Liturgie und eine Wirklichkeit, die wir nicht selbst herstellen müssen]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 14:51:00 +0200</pubDate><category>Mensch und Kirche</category><content:encoded><![CDATA[ Der Tag hat kaum begonnen, und schon wartet die Welt. Auf dem Smartphone stehen Nachrichten, Termine und Meldungen bereit. Menschen wollen Antworten, Aufgaben müssen erledigt, Entscheidungen getroffen werden. Noch bevor wir das Haus verlassen haben, sind wir mit Orten und Menschen verbunden, die weit entfernt sind. Wissen, Bilder, Musik und Gespräche – vieles, was früher Zeit, Wege oder geduldiges Warten erforderte, ist heute innerhalb weniger Augenblicke erreichbar.Das ist zunächst ein großer Gewinn. Und doch gehört zu den merkwürdigen Erfahrungen unserer Zeit, dass eine Welt, die uns immer näher rückt, uns zugleich fremd werden kann. Musik, für die Menschen einst selbst musizieren oder anderen beim Musizieren zuhören mussten, steht heute jederzeit auf Knopfdruck bereit. Und doch bedeutet ihre ständige Verfügbarkeit nicht, dass sie uns auch berührt. Wir können mit zahlreichen Menschen verbunden sein und uns dennoch einsam fühlen. Wir können Orte besuchen, fotografieren und festhalten, ohne ihnen wirklich zu begegnen.
Noch nie war so viel Welt für uns erreichbar. Und vielleicht war es noch nie so leicht, ihre Stimme dabei zu überhören.
An diesem Widerspruch setzt der Soziologe Hartmut Rosa an. Seine Diagnose der Entfremdung beschreibt eine eigentümliche Distanz inmitten wachsender Reichweite: Die Welt steht uns immer weiter offen, ohne uns deshalb näherzukommen. Dem stellt Rosa eine andere Form der Weltbeziehung gegenüber: Resonanz.Wenn Erreichbarkeit nicht genügtIn seiner 2016 erschienenen Studie Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung beschreibt Rosa moderne Gesellschaften als Gesellschaften, die sich fortwährend steigern müssen. Technik wird schneller, Kommunikation unmittelbarer, Arbeit effizienter. Immer größere Teile der Welt werden erreichbar, berechenbar und verfügbar. Doch mit den Möglichkeiten wachsen auch die Erwartungen. Wenn Kommunikation schneller wird, sollen wir schneller antworten. Wenn mehr Arbeit in kürzerer Zeit möglich ist, kann auch mehr erledigt werden. Die gewonnene Zeit bleibt selten einfach frei.Das Problem ist deshalb nicht nur die Geschwindigkeit unseres Lebens. Es betrifft die Weise, in der uns die Welt begegnet. Vieles steht unter der Frage: Was lässt sich damit anfangen? Wie lässt es sich nutzen, verbessern, planen oder kontrollieren? Selbst Ruhe kann Teil dieser Logik werden – wir schlafen, damit wir wieder leistungsfähig sind; wir erholen uns, damit wir anschließend wieder funktionieren.Rosa stellt dieser Form des Weltverhältnisses die Resonanz gegenüber. Gemeint sind Begegnungen, in denen etwas uns wirklich erreicht und wir darauf antworten können. Ein Gespräch verändert unseren Blick auf einen Menschen. Ein Musikstück berührt etwas in uns, das sich nicht einfach herstellen lässt. Eine Begegnung bleibt nicht äußerlich, sondern verändert uns.
Resonanz meint also eine Beziehung, in der wir uns angesprochen erfahren, selbst antworten können und dabei nicht völlig dieselben bleiben. Ob eine solche Begegnung entsteht, können wir jedoch nicht erzwingen.
Gerade diese Unverfügbarkeit ist für Rosa wesentlich. Man kann ein Gespräch vereinbaren, aber nicht bestimmen, dass es einen berühren wird. Man kann Musik einschalten, aber nicht anordnen, dass sie einen ergreift. Etwas Wesentliches bleibt unverfügbar.
Bis hierhin spricht die Soziologie.
Doch was geschieht, wenn wir mit dieser Frage an die Schwelle einer orthodoxen Kirche treten?


    
    
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        11.09.2026, 11:58
    



An der SchwelleSchon beim Eintritt verändert sich vieles. Der Blick fällt auf die Ikonen, vor denen Kerzen brennen. Weihrauch erfüllt den Raum, Gebete und Psalmen werden gesungen. Menschen stehen im Gebet, bekreuzigen und verneigen sich, verehren die Ikonen und antworten auf die liturgischen Rufe. Schließlich treten die Gläubigen zum Empfang der heiligen Gaben heran.Manches davon erinnert an das, was Rosa Resonanz nennt. Der Mensch bleibt nicht bloßer Beobachter. Er kann sich angesprochen erfahren und antwortet selbst – mit seiner Stimme, seiner Aufmerksamkeit und seinem Körper. Er hört und sieht, spricht und schweigt, steht und verneigt sich. Eine solche Begegnung kann ihn verändern. Doch ob sie ihn tatsächlich berührt und was sie in ihm bewirkt, lässt sich nicht erzwingen.Zugleich tritt der Mensch in eine Ordnung ein, die er nicht selbst entworfen hat. Die Gebete waren schon vor ihm da, die Gesänge wurden schon vor ihm gesungen. Die Liturgie richtet sich nicht danach, wie schnell der Einzelne sein Ziel erreichen möchte.
Der Mensch tritt in eine Ordnung ein, die er nicht selbst entworfen hat – in etwas, das ihm vorausgeht und den Einzelnen übersteigt.


Patriarchalkathedrale St. Alexander Newski, Sofia. Foto: UOJ.Und doch wäre etwas Entscheidendes verfehlt, wenn man die Göttliche Liturgie deshalb einfach als einen besonders geeigneten „Resonanzraum“ verstehen würde. Denn damit hätten wir beschrieben, wie ein Mensch die Liturgie erfahren kann – noch nicht aber, was die Liturgie nach dem Glauben der Kirche ist.
Die Liturgie ist nicht deshalb heilig, weil Menschen in ihr besondere Erfahrungen machen. Sie ist heilig, weil sie Gottesdienst ist.
Das bedeutet nicht, dass Gefühle im Gebet bedeutungslos wären. Ganz im Gegenteil. Der heilige Theophan der Klausner beschreibt das Gebet als Erhebung von Verstand und Herz zu Gott – in Lob, Danksagung und Bitte. Er spricht von Ehrfurcht, Hingabe, Dankbarkeit, Demut, Reue, Vertrauen und Hoffnung als Regungen des Herzens. Das Herz soll also keineswegs unberührt bleiben.Entscheidend ist vielmehr, worauf diese Regungen gerichtet sind. Nicht das Gefühl selbst ist das Ziel des Gebets, sondern Gott. Auch das Gebet des Herzens ist bei Theophan kein innerer Zustand, den der Mensch nach Belieben erzeugen oder festhalten könnte. Es wird ihm letztlich von Gott gegeben.Hier zeigt sich eine Nähe zu Rosas Begriff, ohne dass beides dasselbe wäre. Denn auch Resonanz ist nicht einfach ein besonders intensives oder angenehmes Gefühl. Sie bezeichnet eine Weise der Beziehung: Etwas erreicht den Menschen, er antwortet darauf und bleibt davon nicht völlig unverändert.Ein Mensch kann während der Liturgie tief ergriffen sein. Er kann Trost oder Sammlung erfahren. Er kann aber auch müde sein, abgelenkt oder innerlich trocken. Eine Liturgie, in der er nichts Besonderes empfindet, ist deshalb nicht weniger Liturgie. Ihre Wirklichkeit hängt nicht davon ab, ob sie in ihm ein bestimmtes Gefühl hervorruft.Damit verändert sich die Blickrichtung. Es geht nicht mehr nur darum, was im Menschen geschieht. Die Frage reicht tiefer:
Was geht ihm voraus?
Nicht alles beginnt bei unsDie orthodoxe Sicht auf den Menschen beginnt nicht damit, was er aus seinem Leben machen kann. Sie beginnt damit, dass er sein Leben überhaupt erst empfangen hat.Keiner von uns hat sich selbst ins Dasein gerufen. Auch die Welt, in die wir hineingeboren werden, haben wir nicht hervorgebracht. Noch bevor wir etwas planen, besitzen oder gestalten können, finden wir uns in einer Wirklichkeit vor, die bereits da ist.
Die Kirche nennt diese Wirklichkeit Schöpfung.
Das ist mehr als ein anderes Wort für „Welt“. Es verändert die Perspektive. Wenn die Welt Schöpfung ist, dann ist sie nicht zuerst Material, das auf unsere Zwecke wartet. Sie hat ihren Ursprung nicht in uns. Auch der Mensch steht ihr nicht als Besitzer einer stummen Wirklichkeit gegenüber, der er erst Bedeutung geben müsste. Er selbst gehört zu dieser Schöpfung.Der heilige Maximus der Bekenner, einer der bedeutenden Theologen des 7. Jahrhunderts, denkt den Menschen von diesem Ursprung und von seinem Ziel her. Besonders in seinem Ambiguum 7 beschreibt er den Menschen als Geschöpf, dessen Ursprung und Vollendung nicht in ihm selbst liegen. Seine letzte Bestimmung liegt in der Gemeinschaft mit Gott.Maximus spricht in diesem Zusammenhang von Theosis, auf Deutsch Vergottung. Gemeint ist damit nicht, dass der Mensch aus eigener Kraft zu Gott wird oder aufhört, Mensch zu sein. Vergottung bezeichnet seine von Gott geschenkte Teilhabe am göttlichen Leben – die Vereinigung mit Gott aus Gnade, bei der der Mensch Geschöpf bleibt.
Diese Vollendung kann der Mensch nicht selbst hervorbringen. Sie wird ihm geschenkt.
Hier liegt ein entscheidender Unterschied. Die moderne Logik fragt leicht: Was kann ich erreichen?Die Liturgie führt zunächst in eine andere Haltung: Was habe ich empfangen?Und genau an diesem Punkt führt der Weg zur Eucharistie.Am Anfang steht die GabeDer heilige Johannes Chrysostomos legt in seiner 24. Homilie zum ersten Korintherbrief die Worte des Apostels Paulus aus:
„Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht Gemeinschaft des Leibes Christi?“(1 Kor 10,16)
Chrysostomos beginnt bei der Danksagung. Wenn Paulus vom „Kelch des Segens“ spricht, versteht er diesen Segen als Dank für Gottes Wohltaten und Gaben. Die Kirche dankt für etwas, das nicht mit dem menschlichen Handeln beginnt.Schon darin liegt eine andere Bewegung als in vielem, was unseren Alltag bestimmt.
Nicht: Ich will – ich plane – ich erreiche.Sondern: Gott gibt – der Mensch empfängt – der Mensch dankt.
Das Wort Eucharistie selbst trägt diese Bewegung in sich: Danksagung. Und danken kann nur, wer etwas nicht einfach gemacht, sondern empfangen hat.
Am Anfang steht die Gabe: Christus reicht den Aposteln die Eucharistie. Was der Mensch empfängt, führt ihn nicht in die Vereinzelung, sondern in die Gemeinschaft.


Apostelkommunion. Fresko aus der Kirche Panagia Phorbiotissa (Asinou), Zypern, 1106. Quelle: Wikimedia Commons (Public Domain).Der Mensch muss Gott nicht zum Antworten bringen. Er muss das Heilige nicht herstellen. Und er muss aus der Liturgie keine möglichst intensive Erfahrung gewinnen. Etwas geht ihm voraus.Doch Chrysostomos bleibt nicht bei der Beziehung des einzelnen Menschen zu Gott stehen. Paulus fährt fort:
„Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen.“(1 Kor 10,17)
Chrysostomos greift das Bild der vielen Körner auf, aus denen ein Brot entsteht. So, schreibt er, werden auch die Kommunizierenden „miteinander und mit Christus verbunden“. Die eucharistische Gemeinschaft verbindet den Menschen also nicht nur mit Christus, sondern auch diejenigen miteinander, die von dem einen Brot empfangen.
Der Mensch kann die Gabe nicht herstellen. Aber er kann auf sie antworten.
Genau darauf richtet Chrysostomos den Blick. Wenn alle von demselben Brot empfangen und eins werden, warum, fragt er, zeigen sie dann nicht auch „ein und dieselbe Liebe“? Wenig später formuliert er den Widerspruch noch schärfer: Christus habe den Menschen mit sich verbunden – und dennoch wolle dieser sich nicht einmal mit seinem Bruder recht verbinden.Die Gabe nimmt dem Menschen seine Antwort also nicht ab. Was er empfängt, soll in seinem Verhältnis zum anderen sichtbar werden.
Die Gemeinschaft mit Christus führt nicht in religiöse Vereinzelung. Sie führt aus ihr heraus.
Von der Gabe zur GemeinschaftDer Gegenentwurf zur Verfügung ist nicht Passivität. Empfangen und Antworten gehören zusammen. Doch die Bewegung beginnt nicht beim Menschen: Seiner Antwort geht etwas voraus, das er nicht selbst hervorgebracht hat.Bei Chrysostomos wird diese Antwort konkret. Die empfangene Gemeinschaft mit Christus soll im Verhältnis zum anderen sichtbar werden. Der Bruder oder die Schwester steht nicht außerhalb dessen, was in der Eucharistie geschieht.Deshalb führt Chrysostomos von Christus zum Bruder. Nicht als moralischen Nachtrag zu einer persönlichen Gotteserfahrung, sondern weil beides in seiner Auslegung der Eucharistie zusammengehört.
Die Gabe führt zur Danksagung.Die Danksagung zur Gemeinschaft.Und Gemeinschaft zur Liebe.
Wenn die Welt nicht mehr stumm istDamit kehrt die Frage vom Anfang zurück. Wir können immer mehr von der Welt erreichen und verfügbar machen. Doch Verfügbarkeit, so macht Rosa deutlich, ist noch keine lebendige Beziehung zur Welt.
Die orthodoxe Tradition führt die Frage tiefer: Was, wenn die Wirklichkeit überhaupt nicht dafür geschaffen ist, uns zur Verfügung zu stehen?
Was, wenn wir sie zuerst empfangen müssen, bevor wir angemessen auf sie antworten können?Dann kann die Antwort auf eine stumm gewordene Welt nicht darin bestehen, nun eben Resonanz herstellen zu wollen. Auch sie entzieht sich, wie Rosa betont, unserer Verfügung. Sobald wir sie zum Ziel unseres Zugriffs machen, haben wir bereits verfehlt, was mit ihr gemeint ist.Der Mensch tritt vor Gott nicht als Herr der Wirklichkeit. Er kommt mit dem, was er ist, und empfängt, was er sich selbst nicht geben kann. Von dort verändert sich auch sein Blick auf das, was ihn umgibt: Die Welt begegnet ihm nicht bloß als Material seiner Verfügung, sondern als Schöpfung; der andere nicht bloß als Teil seiner Umwelt, sondern als Bruder oder Schwester; Gott nicht als Quelle religiöser Erfahrungen, sondern als Schöpfer, von dem der Mensch selbst sein Leben empfängt.Das bedeutet nicht, dass plötzlich alles spricht, dass jeder Gottesdienst innerlich ergreift oder dass der gläubige Mensch keine Entfremdung mehr kennt. Es bedeutet etwas Schlichteres und zugleich Tieferes:
Die Wirklichkeit muss nicht erst durch uns Bedeutung bekommen. Sie trägt ihren Grund nicht in uns.
Vielleicht beginnt das Verstummen dort, wo wir das vergessen. Wo uns die Welt nur noch unter der Frage begegnet, was sich aus ihr machen lässt, wird es schwer, sie anders wahrzunehmen als als Gegenstand unserer Zwecke.Doch wo der Mensch beginnt, die Wirklichkeit wieder als Schöpfung zu empfangen, muss er ihr nicht länger Bedeutung abringen.
Vielleicht ist es also nicht die Wirklichkeit, die verstummt ist. Vielleicht haben wir verlernt, ihr zuzuhören.
Und vielleicht beginnt gerade dort eine andere Beziehung zur Welt: wo der Mensch empfängt, statt zuerst besitzen zu wollen; dankt, statt alles selbstverständlich zu nehmen; und im anderen nicht nur ein Gegenüber seines eigenen Lebens erkennt, sondern jemanden, mit dem er gemeinsam vor Gott steht.Dann führt der Weg nicht aus der Welt hinaus.Er führt tiefer in sie hinein: zur Schöpfung als Schöpfung, zum anderen Menschen als Bruder und Schwester – und in allem zurück zu dem, von dem beides sein Leben empfängt.Zu Gott.

„Der Blick wird erhoben. Christus in der Gewölbemalerei des Rila-Klosters – der Mensch steht in einer Wirklichkeit, deren Grund nicht in ihm selbst liegt.“Rila-Kloster, Bulgarien. Foto: UOJ.Vielleicht erhält vor diesem Hintergrund auch jener große Dialog der Göttlichen Liturgie sein besonderes Gewicht. Nicht als Aufforderung, ein bestimmtes Gefühl hervorzubringen, sondern als Ausrichtung des ganzen Menschen. Der Priester ruft:„Erheben wir die Herzen +“Und die Gemeinde antwortet:„Wir haben sie beim Herren +“
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/89203-wenn-die-welt-verstummt</guid></item><item><title><![CDATA[Patriarch Porfirije leitete Liturgie im Sava-Kloster in Australien]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89202-patriarch-porfirije-leitete-liturgie-im-sava-kloster-in-australien</link><description><![CDATA[Das Oberhaupt der Serbischen Kirche erinnerte an die Einheit der Gläubigen. Metropolit Siluan verwies auf das wachsende Interesse an der Orthodoxie in Australien.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 14:29:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 10. Oktober 2026 hat der serbische Patriarch Porfirije die Göttliche Liturgie im Kloster des heiligen Sava im australischen Elaine geleitet. Der Gottesdienst fand im Rahmen seines Besuchs in der Metropolie von Australien und Neuseeland statt. Darüber berichtet die Orthodoxia News Agency.Zum Gottesdienst kamen Hierarchen, Geistliche und Gläubige aus verschiedenen Städten zusammen. In seiner Ansprache betonte Patriarch Porfirije, dass die Kirche die Menschen unabhängig von räumlicher Entfernung miteinander verbinde und ihnen helfe, die Verbindung zu ihrer Heimat zu bewahren. Serbische Klöster im Ausland ermöglichten es den Gläubigen, sich auch fern ihrer Heimat zu Hause zu fühlen.
    
    
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Metropolit Siluan von Australien und Neuseeland dankte dem Patriarchen für seine Unterstützung der örtlichen Gemeinde und erinnerte daran, dass das Kloster des heiligen Sava seit mehr als einem halben Jahrhundert besteht. Zugleich verwies er auf das wachsende Interesse an der Orthodoxie unter Menschen, für die der orthodoxe Glaube keine von den Vorfahren überlieferte Tradition ist.Während des Besuchs zeichnete Patriarch Porfirije Bojan Pajić mit dem Orden des heiligen Despoten Stefan Lazarević aus. Die Auszeichnung erhielt er für seinen Beitrag zur Bewahrung des serbischen Kulturerbes, seine Tätigkeit in Wissenschaft und Kultur sowie für seine Unterstützung bei der Verschönerung der Klosteranlage. Nach der Liturgie bereitete die Bruderschaft des Klosters ein festliches Mahl für die Gäste vor.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Joanikije die Liturgie zur Weihe des Klosters Himmelsthür geleitet hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89202-patriarch-porfirije-leitete-liturgie-im-sava-kloster-in-australien</guid></item><item><title><![CDATA[In Frankreich haben Jugendliche eine katholische Kirche geschändet]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89201-in-frankreich-haben-jugendliche-eine-katholische-kirche-geschaendet</link><description><![CDATA[In einer Kirche in Westfrankreich haben Jugendliche randaliert und zu einem Lied getanzt, das islamistische Terroranschläge verherrlicht.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 12:05:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In der westfranzösischen Gemeinde Soullans haben mehrere Jugendliche die römisch-katholische Kirche Saint-Hilaire geschändet. Sie stießen Gegenstände um, hinterließen Brandspuren und tanzten auf den Kirchenbänken. Ein von den Jugendlichen aufgenommenes Video verbreitete sich anschließend in den sozialen Medien. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 11. Oktober.
    
    
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Während des Vorfalls spielten die Jugendlichen den Rap-Song „MRH2“ des französischen Rappers Boro700 ab und sangen Teile des Textes mit. Darin wird unter anderem der islamistische Terrorist Mohamed Merah verherrlicht, der 2012 in Toulouse sieben Menschen ermordete, darunter drei jüdische Kinder. Das Lied enthält zudem Anspielungen auf den Terroranschlag auf die Pariser Konzerthalle Bataclan im Jahr 2015.Das zuständige Bistum Luçon verurteilte die Schändung und ließ die Kirche vorübergehend schließen. Sämtliche Gottesdienste wurden zunächst ausgesetzt. Für den 12. Oktober wurde ein Sühnegottesdienst angekündigt. Die Gemeindeverwaltung von Soullans verwies hingegen auf das minderjährige Alter der Beteiligten und erklärte, diese hätten möglicherweise die Tragweite ihrer Handlungen nicht vollständig verstanden. Zugleich rief sie zu einer besonnenen Reaktion auf.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass mehr als 3000 Menschen am „Marsch für das Leben“ in Wien teilgenommen haben.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89201-in-frankreich-haben-jugendliche-eine-katholische-kirche-geschaendet</guid></item><item><title><![CDATA[Mehr als 3000 Menschen nahmen am „Marsch für das Leben“ in Wien teil]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89200-mehr-als-3000-menschen-nahmen-am-marsch-fuer-das-leben-in-wien-teil</link><description><![CDATA[Bei der Demonstration für den Schutz ungeborener Kinder kritisierten die Teilnehmer geplante Einschränkungen von Protesten vor Abtreibungseinrichtungen.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 10:15:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 10. Oktober 2026 haben sich in Wien laut Angaben der Veranstalter mehr als 3.000 Menschen zum diesjährigen „Marsch fürs Leben“ versammelt. Unter dem Motto „Österreich ist fürs Leben!“ demonstrierten die Teilnehmer am Karlsplatz für den Schutz ungeborener Kinder, mehr Unterstützung für Schwangere und Familien sowie gegen Euthanasie. An der Veranstaltung beteiligten sich auch mehrere Vertreter der römisch-katholischen Kirche und der österreichischen Politik. Darüber berichtete kath.net.
    
    
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Ein zentrales Thema war die geplante Einführung von Schutzzonen rund um Abtreibungseinrichtungen, in denen bestimmte Protestaktionen eingeschränkt werden könnten. Anna Soldo, Sprecherin des Marsches, kritisierte das Vorhaben als unverhältnismäßigen Eingriff in die Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit. Auch Weihbischof Stephan Turnovszky und Bischof Klaus Küng unterstützten die Veranstaltung. Turnovszky betonte in seiner Predigt die besondere Verantwortung der Gesellschaft gegenüber ungeborenen Kindern und Menschen am Lebensende.Eine Grußbotschaft übermittelte zudem Kardinal Gerhard Ludwig Müller per Video. Darin warnte er davor, dass der Staat über den Wert des menschlichen Lebens entscheide, und erinnerte an die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder. Zu den weiteren Rednern gehörten Vertreter verschiedener Lebensschutzorganisationen sowie Politiker. Der nächste „Marsch fürs Leben“ in Wien ist für den 9. Oktober 2027 geplant.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Nikolaj und Bischof Hiob ein Patronatsfest in New York gefeiert hatten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89200-mehr-als-3000-menschen-nahmen-am-marsch-fuer-das-leben-in-wien-teil</guid></item><item><title><![CDATA[Die Täuschung, die über das Schicksal des Tomos entschied]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/verteidigung-glaubens/89199-die-taeuschung-die-ueber-das-schicksal-des-tomos-entschied</link><description><![CDATA[2008 brachte das „Problem Filaret“ Juschtschenkos Projekt zu Fall. 2018 löste Poroschenko es innerhalb einer Stunde – mit einem Polizeikonvoi für die Griechen und mündlichen Zusagen an Filaret.]]></description><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 09:35:00 +0200</pubDate><category>Verteidigung des Glaubens</category><content:encoded><![CDATA[Das von der amerikanischen UOJ-Redaktion veröffentlichte Phanar-Dokument über die Gründung der OKU lässt die Ereignisse von 2018 ebenso wie jene von 2008 in einem anderen Licht erscheinen. In beiden Fällen gab es das „Problem Filaret“. Und 2018 entschied eine einzige Stunde alles.Am Morgen des 14. Dezember 2018, einen Tag vor dem „Vereinigungskonzil“ der OKU, bereiteten sich die Vertreter des Patriarchats von Konstantinopel darauf vor, Kiew wegen ihrer Meinungsverschiedenheiten mit Filaret Denissenko zu verlassen. Dieser verlangte das Amt des Oberhauptes der neuen Struktur. Patriarch Bartholomäus stellte die ukrainischen Behörden vor ein Ultimatum: Entweder verzichtet Filaret auf seine Ansprüche, die neue Kirchenstruktur zu leiten, oder die Delegation fliegt ab.Präsident Petro Poroschenko begab sich zu Filaret, und nur eine Stunde später lag die von Denissenko unterzeichnete Verzichtserklärung auf dem Tisch der Vertreter des Phanars.Was während dieser Stunde geschah, berichtet der Verfasser der kürzlich veröffentlichten Chronik nicht. Vergleicht man sein Zeugnis jedoch mit den früheren Aussagen Filarets, Alexander Drabinkos und anderer Beteiligter an den Ereignissen von 2018, fügen sich viele Episoden, die lange Zeit kaum miteinander vereinbar schienen, plötzlich zu einem recht geschlossenen Bild zusammen.Nach Angaben von UOJ-USA ist der Verfasser der Chronik der heutige Metropolit Gregorios von Ankyra, der im Dezember 2018 Patriarchaldiakon und unmittelbarer Teilnehmer der Ereignisse war.Dem Text zufolge ergänzt die Chronik nicht nur ein bislang fehlendes Glied in der Geschichte der Gründung der OKU, sondern auch in der wesentlich längeren Geschichte der Beziehungen zwischen Filaret, dem Phanar und den ukrainischen Präsidenten.Die Generalprobe von 2008Im Jahr 2008 hatte der damalige ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bereits versucht, unter Beteiligung Konstantinopels eine „einheitliche Ortskirche“ zu schaffen. Einzelheiten dieser Geschichte schilderte kürzlich Viktor Baloha, der damalige Leiter des Präsidialsekretariats.Seinen Angaben zufolge dauerten die Vorbereitungen etwa ein halbes Jahr. Baloha brachte Filaret zweimal zu Verhandlungen mit Patriarch Bartholomäus nach Istanbul. Diese Gespräche dauerten jeweils sieben bis acht Stunden. Besonders bezeichnend ist, dass die Verhandlungen zu einer Zeit geführt wurden, als Konstantinopel Filaret offiziell als Mann ohne geistlichen Rang bezeichnete, der unter Anathema stand.
    
    
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Erörtert wurde das Modell einer neuen ukrainischen Kirche, an deren Spitze der inzwischen verstorbene Metropolit Wladimir Sabodan stehen sollte. Doch an diesem Punkt trat das „Problem Filaret“ auf. Er selbst wollte das Oberhaupt werden, womit Bartholomäus laut Baloha nicht einverstanden war.Für uns ist nun folgende Episode wichtig: Nach Balohas Darstellung waren vor Bartholomäus’ Ankunft bereits die wesentlichen Vereinbarungen getroffen worden – darunter auch, dass Filaret nicht zum Oberhaupt werden sollte. Filaret selbst hatte jedoch keineswegs vor, auf seinen Führungsanspruch zu verzichten.Nach Informationen der UOJ fuhr Juschtschenko persönlich zu nächtlichen Verhandlungen mit ihm und versuchte, ihn zur Annahme des vom Phanar vorgeschlagenen Modells zu bewegen. Denissenko bestand jedoch auf seiner Position: Die neue Kirchenstruktur könne nur unter seiner Leitung entstehen.Juschtschenko musste sich zwischen Filaret und Bartholomäus entscheiden – und stellte sich auf Filarets Seite. Bei einem Abschiedstreffen mit Bartholomäus bat er das Oberhaupt des Phanars, Filaret doch noch an die Spitze der künftigen Struktur zu stellen. Baloha schildert die Antwort des Patriarchen sehr farbig: Dieser habe angeblich mit seinem Stab auf den Tisch geschlagen und dem Präsidenten geraten, sich um seine eigenen Aufgaben zu kümmern und sich nicht in kirchliche Angelegenheiten einzumischen.Ob sich tatsächlich alles genau so abspielte, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass das Vorhaben damals ergebnislos endete.Zehn Jahre später entwickelten sich die Ereignisse beinahe genauso.Filaret verzichtet auf das Amt, aber nicht auf die MachtIm Herbst 2018 teilte Filaret Bartholomäus schriftlich mit, dass er nicht für das Amt des Oberhauptes der neuen Kirche kandidieren werde. Auf den ersten Blick löste dies das Hauptproblem von 2008. Doch das Schreiben enthielt eine wichtige Einschränkung: Filaret bat darum, den Vorsitz in der Synode der vereinigten Struktur übernehmen zu dürfen. Als Oberhaupt schlug er seinen „treuen Schüler“ Epiphanius Dumenko vor.Mit anderen Worten: Filaret wollte die tatsächliche Macht behalten, während Epiphanius die Rolle einer bloßen Galionsfigur zugedacht war.Die Chronik Gregorios’ zeigt anschaulich, welches Modell die Vertreter der UOK-KP während der Verhandlungen vorschlugen. Das „Vereinigungskonzil“ sollte das Oberhaupt der neuen Struktur wählen, Filaret jedoch zum Vorsitzenden der Heiligen Synode und Exarch der gesamten Ukraine werden – „mit den Rechten eines Oberhauptes, also dem Recht zur Einberufung der Synode, zu Bischofswahlen, Absetzungen und so weiter“.Es wäre ein ausgesprochen eigenartiges Modell entstanden: Ein Oberhaupt mit dem Titel eines Metropoliten wäre zwar vorhanden gewesen, hätte jedoch über viele wesentliche Vollmachten nicht verfügt. Neben ihm hätte ein anderer Mann mit dem Titel eines Patriarchen gestanden, der die tatsächliche Macht ausgeübt hätte.Die Mitglieder der Phanar-Delegation lehnten diese doppelköpfige Konstruktion jedoch ab. Metropolit Emmanuel erklärte Filarets Vertretern, ein solches Leitungsmodell sei etwas Widersinniges und habe in der orthodoxen Ekklesiologie keine Entsprechung. Iwan (Eustratij) Sorja, der faktisch im Namen Filarets verhandelte, beharrte auf seiner Position. Gregorios zufolge warnte er ausdrücklich: Ohne diese Bedingung werde es kein Konzil geben.Besonders interessant ist jedoch die Haltung der Staatsvertreter. Gregorios schreibt, sie hätten den Griechen zuvor versichert, Filaret zur Aufgabe seiner Forderungen bewegen zu können. Im letzten Moment hätten sie sich jedoch „nicht mehr und nicht weniger als auf die Seite Herrn Eustratijs gestellt“.In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 2018 spitzte sich die Lage weiter zu. Emmanuel wurde zu Poroschenko gerufen. Im Büro des Präsidenten waren bereits Filaret und der Leiter eines Geheimdienstes. Das Treffen dauerte bis etwa zwei Uhr nachts. Nach seiner Rückkehr teilte Emmanuel seinen Begleitern mit: „Altvater Filaret war unnachgiebig und unbeugsam und lehnte jede Abschwächung seiner Forderungen ab. Zudem genoss er die stillschweigende Unterstützung des Präsidenten.“ Der Metropolit stellte fest: „Leider werden wir scheitern.“Hier überlagern sich die Ereignisse von 2008 und 2018 nahezu vollständig. Wieder will Filaret nicht auf die Macht verzichten. Wieder stellt sich der Präsident auf seine Seite. Wieder lehnen die Vertreter Konstantinopels diese Bedingungen ab. Und wieder läuft alles auf ihre Abreise hinaus.Doch dieses Mal flogen die Griechen nicht abNach dem nächtlichen Treffen kamen die Phanarioten zu dem Schluss, dass für ihn damit die Komödie zu Ende - „finita la commedia“ sei, und bereiteten ihre Heimreise vor. Die Entscheidung fiel wie in einem Spionagethriller – unter Beachtung sämtlicher Geheimhaltungsvorschriften. Gregorios zufolge waren die Delegationsmitglieder überzeugt, ständig von den Geheimdiensten überwacht zu werden. Daher besprachen sie ihre weiteren Schritte nicht laut, sondern reichten einander handschriftliche Notizen.Anschließend spitzte sich die Handlung noch weiter zu: Emmanuel kaufte ein Flugticket, die Koffer waren gepackt und die Fahrzeuge zum Flughafen bestellt. Doch der Koordinator des gesamten Projekts zur Gründung der OKU, der damalige stellvertretende Leiter der Präsidialverwaltung Rostyslaw Pawlenko, erfuhr von der geplanten Abreise und rief „entsetzt“ den Präsidenten an. Poroschenko bat Emmanuel, kurz auf dem Weg zum Flughafen bei ihm vorbeizukommen. Die übrigen Phanarioten wurden sogar von der Polizei abgeholt. Gregorios schrieb später: „Wir wurden unter Begleitung eines starken Polizeikonvois dorthin gebracht.“Dabei handelte es sich nicht um eine Ehrengarde, sondern um faktische Gewalt. Dieser wurde so demonstrativ ausgeübt, dass sich ein Mitglied der Konstantinopler Delegation bei der US-Botschaft über die „gewaltsame Vorführung“ beschwerte, während ein anderer das griechische Außenministerium darüber informierte. Im Präsidentenpalast wurden den Vertretern des Phanars die Mobiltelefone abgenommen und sie einer Leibesvisitation unterzogen. Emmanuel beschrieb die Situation folgendermaßen: „Wir werden festgehalten, und uns wurde die Ausreise aus dem Land untersagt.“All dies ist nur schwer zu glauben. Gregorios war jedoch selbst an den Ereignissen beteiligt und beschrieb sie ausführlich.
    
    
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        01.10.2026, 20:10
    
Jene eine StundeDie Griechen befanden sich somit als Ehrengefangene im Präsidentenpalast. Poroschenko rief Bartholomäus an, hörte jedoch dasselbe wie zuvor: Entweder verzichtet Filaret auf die Macht, oder die Exarchen verlassen die Ukraine.Daraufhin verlas Poroschenko den Entwurf einer Erklärung, wonach Filaret auf sämtliche Ämter in der neuen Struktur verzichten sollte – mit Ausnahme einer ständigen Mitgliedschaft in der Synode. In der Chronik folgt anschließend dieser Dialog zwischen Poroschenko und Patriarch Bartholomäus: „Wenn ich Filarets Unterschrift unter diesem Dokument erlange, machen wir dann weiter, Eure Heiligkeit?“Seine Heiligkeit erhob keine Einwände, erklärte jedoch, seine Exarchen müssten sich davon überzeugen, dass die Rechte des Patriarchats von Konstantinopel nicht beeinträchtigt würden. Daraufhin begab sich Poroschenko zu Filaret.An dieser Stelle weist Gregorios’ Chronik eine vielsagende Lücke auf. Wir wissen genau, was vor dem Gespräch geschah, und was danach geschah. Über das Gespräch selbst wissen wir jedoch nichts. Gregorios berichtet lediglich knapp: „Der Herr Präsident eilte unverzüglich […] zu Altvater Filaret, um mit seiner eigenen Autorität dessen Unterschrift zu erlangen.“ Weiter heißt es: „Herr Pawlenko brachte das unterzeichnete Dokument innerhalb einer Stunde.“Was geschah während dieser Stunde? Weshalb war Filaret in der Nacht noch „unnachgiebig und unbeugsam“, unterzeichnete am Morgen jedoch innerhalb einer einzigen Stunde das genaue Gegenteil?Antworten auf diese Fragen liefern Filarets eigene Aussagen, die ein halbes Jahr nach seinem skandalösen Austritt aus der OKU folgten.„Sie werden die Kirche leiten“Im Juni 2019, als der Konflikt zwischen Filaret und Epiphanius bereits offen zutage getreten war, erklärte das Oberhaupt der UOK-KP, dass vor dem „Vereinigungskonzil“ eine mündliche Vereinbarung über die Aufteilung der Macht bestanden habe.Filaret zufolge versprach Poroschenko ihm in Epiphanius’ Anwesenheit: „Sie werden die Kirche so leiten, wie Sie sie bisher geleitet haben.“ Epiphanius sollte hingegen die Vertretung nach außen übernehmen.In einer weiteren Stellungnahme präzisierte Filaret: „Zwischen dem Präsidenten, Epiphanius und mir bestand die Vereinbarung, dass Epiphanius das Oberhaupt sein und die ukrainische Kirche nach außen vertreten werde. Im Inneren sollte das Kiewer Patriarchat bestehen bleiben, und Patriarch Filaret sollte dieses Patriarchat leiten.“Er erklärte weiter: „Aufgrund dieser Vereinbarung verzichtete ich auf meine Kandidatur – diese Bedingung bestand, und deshalb wurde ich getäuscht. Man sagte, ich werde das Kiewer Patriarchat leiten, doch am Ende war es nicht so.“Im Januar 2021 wurde diese Darstellung indirekt durch Alexander Drabinko bestätigt. Dieser erklärte, Filaret sei die tatsächliche Leitung der neuen Kirche zugesagt worden, während Epiphanius die Rolle einer „englischen Königin“ übernehmen sollte.Nach der Veröffentlichung von Gregorios’ Chronik fügen sich die Teile zu einem mehr oder weniger verständlichen Gesamtbild zusammen. Demnach verzichtete Filaret aufgrund der mündlichen Garantien Poroschenkos und Epiphanius’ auf seinen Anspruch, offizielles Oberhaupt der OKU zu werden. Anders lässt sich sein plötzlicher Positionswechsel nur schwer erklären. Filaret selbst formulierte es folgendermaßen: „Wir hielten diese Vereinbarung nicht schriftlich fest, weil ich vertraute. Ich vertraute sowohl dem Präsidenten als auch Epiphanius. Und sie haben mich getäuscht.“Weshalb Poroschenko sich kein zweites Jahr 2008 leisten konnteIm Jahr 2008 versuchte Präsident Juschtschenko, Patriarch Bartholomäus zu einem Zugeständnis zugunsten Filarets zu bewegen. Das gelang nicht – und das Projekt kam zum Stillstand. 2018 versuchte Poroschenko dasselbe. Auch ihm gelang es nicht. Daraufhin tat Petro Oleksijowytsch das, wozu Juschtschenko nicht bereit war: Er täuschte Filaret.Worin bestand der Unterschied zwischen 2008 und 2018? Die Antwort liegt auf der Hand. Während das Projekt zur Schaffung einer Art OKU im Jahr 2008 nur eine Episode des politischen Lebens in der Ukraine war, wurde es 2018 zum größten politischen Projekt Poroschenkos. Auf dem Spiel stand seine zweite Amtszeit als Präsident. Das räumten selbst Personen aus seinem politischen Umfeld ein. Der Politikberater aus Poroschenkos Team, Taras Beresowez, erklärte im Sommer 2018: „Man kann sagen, dass dies eine gewöhnliche Wahlkampftechnologie ist. Und das wird der Wahrheit entsprechen …“Natürlich stellten die Befürworter des Projekts die Autokephalie als eine Frage der staatlichen Unabhängigkeit, der nationalen Sicherheit und Ähnliches dar. Ende 2018 ließ sie sich jedoch nicht mehr von der Politik trennen. Zum Ende seiner Amtszeit konnte Poroschenko der Gesellschaft weder einen wirtschaftlichen Durchbruch noch eine spürbare Verbesserung des Lebensstandards noch den bereits zu Beginn seiner Amtszeit versprochenen Frieden im Donbass vorweisen.Deshalb machte er den Tomos zum Mittelpunkt seiner Kampagne für eine zweite Amtszeit und seines Slogans „Armee, Sprache, Glaube“. Ein Scheitern des „Vereinigungskonzils“ im letzten Augenblick wäre nicht nur als Fehlschlag kirchlicher Verhandlungen, sondern auch als politische Niederlage noch vor den Wahlen erschienen.Als sich Poroschenko einen Tag vor dem „Konzil“ praktisch in derselben Situation wiederfand wie Juschtschenko zehn Jahre zuvor, konnte er sich ein Scheitern schlicht nicht leisten. Deshalb rief Pawlenko den Präsidenten „entsetzt“ an, als er von der Abreise der Griechen erfuhr. Deshalb wurde die Delegation des Phanars faktisch festgenommen. Und deshalb wurden Filaret allem Anschein nach Versprechen gegeben, die niemand einzulösen beabsichtigte.Was hat die Kirche damit zu tun?Das Erstaunlichste an dieser Geschichte ist nicht einmal die Vielzahl von Intrigen, geheimen Absprachen, politischem Druck und enttäuschten Erwartungen. Erstaunlich ist vielmehr die Frage: Was hat all dies mit dem Evangelium und mit mit jener Sendung, um derentwillen die Kirche existiert?Politiker betrachten die Kirche als Instrument. Sie benötigen sie für Wahlen, zur Mobilisierung der Wähler, zur Festigung ihrer Macht und zur Lösung geopolitischer Aufgaben. Doch fragen wir uns: Welche geopolitische Aufgabe verfolgte Christus, als Er sagte: „… werde Ich Meine Kirche bauen …“ (Mt 16,18)? Wessen Macht festigte Er? Welche Wähler mobilisierte Er?Besteht die Kirche nicht gerade dazu da, die Menschen mit Gott zu vereinen? Damit die Worte Christi: „… wie Du, Vater, in Mir bist und Ich in Dir, so sollen auch sie in Uns sein …“ (Joh 17,21) für jeden Gläubigen Wirklichkeit werden?Liest man jedoch Gregorios’ Chronik und die Aussagen Filarets, Drabinkos, Balohas und anderer über die Entstehung der OKU, lässt sich der Eindruck nur schwer vermeiden, dass all dies in die entgegengesetzte Richtung führt.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/verteidigung-glaubens/89199-die-taeuschung-die-ueber-das-schicksal-des-tomos-entschied</guid></item><item><title><![CDATA[Münchner serbisch-orthodoxe Jugend hat zum Treffen am Lukastag eingeladen]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89198-muenchner-serbisch-orthodoxe-jugend-hat-zum-treffen-am-lukastag-eingeladen</link><description><![CDATA[Die serbisch-orthodoxe Jugendgemeinschaft kündigte einen deutschsprachigen Abend mit Gottesdienst, geistlichem Vortrag und anschließendem Beisammensein an.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 18:58:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 31. Oktober 2026 lädt die orthodoxe Jugendgemeinschaft der Serbischen Orthodoxen Kirche in München zu einem gemeinsamen Treffen anlässlich des Festes des heiligen Apostels und Evangelisten Lukas ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einer Vesper in deutscher Sprache im serbisch-orthodoxen Kirchenzentrum. Anschließend findet um 19 Uhr ein gemeinsames Abendessen statt. Die Einladung wurde auf Instagram veröffentlicht.
    
    
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        04.10.2026, 10:49
    
Im weiteren Verlauf des Abends hält Priester Dr. Dejan Ristić einen deutschsprachigen Vortrag zum Thema „Die Heilige Liturgie“. Dabei erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich näher mit dem zentralen Gottesdienst der orthodoxen Kirche zu beschäftigen und Fragen zum orthodoxen Glauben zu stellen.Nach dem Vortrag stehen gemeinsame Spiele, geistliche Gespräche und ein geselliges Beisammensein auf dem Programm. Die Veranstalter laden alle Interessierten zur Teilnahme ein. Eine vorherige Anmeldung ist über den entsprechenden Link im Instagram-Profil der orthodoxen Jugendgemeinschaft möglich.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass jüdische Studenten einem AfD-Politiker den Zutritt zur Synagoge versperrt hatten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89198-muenchner-serbisch-orthodoxe-jugend-hat-zum-treffen-am-lukastag-eingeladen</guid></item><item><title><![CDATA[Vatikan: Papst Leo XIV. nannte die Todesstrafe unzulässig]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89197-vatikan-papst-leo-xiv-nennt-todesstrafe-unzulaessig</link><description><![CDATA[Zum Welttag gegen die Todesstrafe schrieb das Kirchenoberhaupt auf X, Hinrichtungen verletzen die Würde des Menschen. Das Gemeinwohl lasse sich anders schützen.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 17:17:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 10. Oktober 2026 hat Papst Leo XIV. die Todesstrafe als unzulässig bezeichnet. Anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe erklärte das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche auf der Plattform X, dass diese Form der Bestrafung die Unantastbarkeit und Würde des Menschen verletze. Darüber berichtete der Österreichische Rundfunk ORF am Samstag.Nach Worten des Papstes können das Gemeinwohl geschützt und die Anforderungen der Gerechtigkeit erfüllt werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen. Es seien wirksame Haftsysteme entwickelt worden, die die Bürger schützten und den Verurteilten zugleich die Möglichkeit zur Umkehr nicht vollständig nähmen. Seine Botschaft versah Leo XIV. mit dem Hashtag „#NoDeathPenalty“.
    
    
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        27.09.2026, 15:15
    
In den USA, dem Heimatland des Papstes, wird seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung der Todeskandidatin Christa Pike wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. Für Aufsehen sorgte zudem die Ankündigung von Pentagon-Chef Pete Hegseth, eine für Dezember geplante Hinrichtung per Livestream zu übertragen.Wie UOJ zuvor berichtete, verurteilte Papst Leo XIV. die Legalisierung der Euthanasie in Frankreich.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89197-vatikan-papst-leo-xiv-nennt-todesstrafe-unzulaessig</guid></item><item><title><![CDATA[Patriarch von Bulgarien verbietet Klerikern Teilnahme an Wahlen als Kandidaten]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89193-patriarch-von-bulgarien-verbietet-klerikern-teilnahme-an-wahlen-als-kandidaten</link><description><![CDATA[Patriarch Daniil erinnerte daran, dass Geistliche bei den Präsidentschaftswahlen in Bulgarien nicht als Kandidaten antreten dürfen.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 14:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Der bulgarische Patriarch Daniil hat dem Klerus der Eparchie Sofia ein Rundschreiben im Zusammenhang mit den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Bulgarien übermittelt, die am 25. Oktober 2026 stattfinden sollen. Darüber berichtet die bulgarische Redaktion der UOJ.In dem Dokument legte das Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche die wichtigsten Bestimmungen dar und forderte ihre strikte Einhaltung.
    
    
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        02.10.2026, 18:30
    
Patriarch Daniil erinnerte daran, dass „Geistliche nicht als Kandidaten an Wahlen teilnehmen dürfen“. Er verwies dabei auf den 6. und 81. Apostolischen Kanon, den 10. Kanon des VII. Ökumenischen Konzils sowie auf Artikel 139 Absatz 1 der Satzung der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche.Die Satzung untersagt Klerikern und Mönchen, Ämter in staatlichen Organen zu bekleiden, sich an parteipolitischer Tätigkeit und an Wahlkampagnen zu beteiligen sowie für Wahlämter zu kandidieren.Bittgottesdienste und Wasserweihen auf Wunsch politischer Parteien, Privatpersonen oder Vereinigungen dürfen ausschließlich in orthodoxen Kirchen stattfinden. Kurze Predigten, die Geistliche nach solchen Gottesdiensten halten, müssen geistlichen Inhalt haben.Zum Abschluss des Schreibens rief Patriarch Daniil die Kleriker zu „eifrigem Gebet für den Frieden in der bulgarischen Gesellschaft und in der ganzen Welt“ auf.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Daniil Bulgariens Ablehnung von Sanktionen gegen Patriarch Kyrill unterstützt hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89193-patriarch-von-bulgarien-verbietet-klerikern-teilnahme-an-wahlen-als-kandidaten</guid></item><item><title><![CDATA[Muslimischer Mob greift erneut christlich geprägte Stadt in Syrien an]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89192-muslimischer-mob-greift-erneut-christlich-gepraegte-stadt-in-syrien-an</link><description><![CDATA[Bei dem Angriff auf Suqaylabiyah wurden Häuser und Geschäfte beschädigt und geplündert. Eine Frau erlitt leichte Verletzungen.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 13:10:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 3. Oktober 2026 ist die überwiegend christlich geprägte syrische Stadt Suqaylabiyah erneut von einem muslimischen Mob angegriffen worden. Dabei wurden Häuser und Geschäfte beschädigt und geplündert. Darüber berichtet Christian Today.Nach Angaben des Berichts begann der Vorfall, nachdem zwei Männer aus einem benachbarten muslimisch geprägten Ort versucht hatten, einen Ladenbesitzer einzuschüchtern und zu belästigen. Bewohner von Suqaylabiyah widersetzten sich ihnen und vertrieben die Männer aus der Stadt.In der Nacht kehrten die beiden jedoch gemeinsam mit einer größeren Gruppe zurück. Die Angreifer eröffneten das Feuer und beschädigten sowie plünderten mehrere Wohnhäuser und Geschäfte. Todesopfer wurden nicht gemeldet. Eine Frau erlitt leichte Verletzungen.Nach Angaben von Christian Solidarity Worldwide (CSW) nahm die Polizei mehrere mutmaßliche Angreifer fest. Auch zwei Christen wurden vorübergehend festgenommen, jedoch nach zwei Tagen wieder freigelassen.Der orthodoxe Priester von Suqaylabiyah, Vater Fadi Sankari, erklärte nach dem Angriff: „Syrische Christen suchen weder Chaos noch Rache. Wir wollen jedoch nicht, dass unser Volk in Angst lebt oder sich das Leid und die Zerstörung wiederholen, die wir bereits erlebt haben.“Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Angriff Anfang des Jahres. Damals waren kurz vor Ostern zwei muslimische Männer aus der Stadt vertrieben worden, nachdem sie eine Christin belästigt hatten. Anschließend kehrten sie mit einer Gruppe zurück, die Häuser, Geschäfte, Autos und einen Marien-Schrein beschädigte. Infolge der Ausschreitungen wurden die Osterfeierlichkeiten der großen Kirchen in der Stadt abgesagt.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Islamisten in Syrien Statuen Christi und der Gottesmutter enthauptet hatten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89192-muslimischer-mob-greift-erneut-christlich-gepraegte-stadt-in-syrien-an</guid></item><item><title><![CDATA[Jüdische Studenten versperrten einem AfD-Politiker den Zutritt zur Synagoge]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89191-juedische-studenten-versperrten-einem-afd-politiker-den-zutritt-zur-synagoge</link><description><![CDATA[Jüdische Studenten haben den stellvertretenden Landtagspräsidenten Hans-Thomas Tillschneider daran gehindert, an einer Gedenkveranstaltung in Halle teilzunehmen.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 10:45:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 9. Oktober 2026 haben Mitglieder der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands dem AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider den Zutritt zur Synagoge in Halle (Saale) versperrt. Der neue Vizepräsident des Landtags von Sachsen-Anhalt wollte an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Anschlags von 2019 teilnehmen. Die Studenten erklärten, dass sie keine Rechtsextremen in ihrer Synagoge dulden würden. Tillschneider verließ daraufhin den Ort. Darüber berichtete Deutschlandfunk.
    
    
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        07.10.2026, 14:45
    
Der Grünen-Politiker Sebastian Striegel, ehemaliger Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zum Anschlag, unterstützte die Aktion der Studenten. Er bezeichnete sie als Zeichen von Menschlichkeit und warf Tillschneider vor, ideologische Gemeinsamkeiten mit dem damaligen Attentäter zu haben. Dabei verwies er auf die Verschwörungserzählung vom sogenannten „großen Austausch“.Am 9. Oktober 2019 hatte ein bewaffneter Rechtsextremist versucht, während des jüdischen Feiertags Jom Kippur in die Synagoge einzudringen. Rund 50 Gläubige waren zu diesem Zeitpunkt im Gebäude. Nachdem der Täter nicht hineingelangt war, erschoss er eine Passantin und einen Mann in einem nahegelegenen Imbiss. Später wurde er zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Nikolaj und Bischof Hiob in New York ein Patronatsfest gefeiert hatten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89191-juedische-studenten-versperrten-einem-afd-politiker-den-zutritt-zur-synagoge</guid></item><item><title><![CDATA[In Wien protestierten Hunderte Menschen gegen das Kopftuchverbot]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89190-in-wien-protestierten-hunderte-menschen-gegen-das-kopftuch-verbot</link><description><![CDATA[Mehrere Hundert Menschen haben gegen das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren protestiert. Integrationsministerin Claudia Bauer kritisierte die Demonstrationen.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 09:15:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 9. Oktober 2026 haben in Wien und weiteren österreichischen Städten Hunderte Menschen gegen das Kopftuchverbot an Schulen demonstriert. An den Protesten beteiligten sich vor allem Jugendliche und Schüler, von denen viele selbst nicht von der Regelung betroffen waren. Seit Beginn des Schuljahres dürfen Mädchen unter 14 Jahren in der Schule kein Kopftuch mehr tragen. Darüber berichtete die österreichische Zeitung Der Standard.
    
    
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Organisiert wurden die Proteste von mehreren linken Jugendorganisationen, darunter die Sozialistische Jugend sowie kommunistische Gruppen. Auch die Organisation Young Struggle, die wegen antisemitischer Äußerungen und ihrer Haltung zur Hamas in der Kritik steht, war an den Demonstrationen beteiligt. Mehrere Schulen hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass die Teilnahme an den Protesten während der Unterrichtszeit als unentschuldigtes Fehlen gewertet werde.Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) äußerte deutliche Kritik an den Demonstrationen. Sie bezeichnete es als „höchst bedenklich“, dass Vereine Mädchen dazu drängten, gegen ihre eigene Freiheit zu protestieren. Die Regierung begründet das Kopftuchverbot mit dem Schutz minderjähriger Mädchen vor religiösem und gesellschaftlichem Druck. Seit Inkrafttreten der Regelung wurden bereits 87 Anzeigen wegen Verstößen registriert. Gegen das Gesetz wurden zudem zwei Anträge beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Eine Entscheidung wird für das erste Halbjahr 2027 erwartet.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Nikolaj und Bischof Hiob ein Patronatsfest in New York gefeiert hatten.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89190-in-wien-protestierten-hunderte-menschen-gegen-das-kopftuch-verbot</guid></item><item><title><![CDATA[Metropolit Nikolaj und Bischof Hiob feierten ein Patronatsfest in New York]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89189-metropolit-nikolaj-und-bischof-hiob-feierten-ein-patronatsfest-in-new-york</link><description><![CDATA[Am Gedenktag des heiligen Sergius von Radonesch feierte Metropolit Nikolaj gemeinsam mit den Bischöfen Theodosius und Hiob die Göttliche Liturgie.]]></description><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 08:32:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 8. Oktober 2026 hat Metropolit Nikolaj von Ostamerika und New York, Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), das Patronatsfest der Sergiuskirche am Synodalsitz in New York gefeiert. Gemeinsam mit ihm zelebrierten Bischof Theodosius von Manhattan und Bischof Hiob von Stuttgart die Göttliche Liturgie. Der Gottesdienst fand am Gedenktag des heiligen Sergius von Radonesch statt, eines der bedeutendsten Heiligen der Russisch-Orthodoxen Kirche. Darüber berichtete die Eparchie der ROKA von Ostamerika auf Instagram.
    
    
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        07.10.2026, 16:00
    
Während der Liturgie befand sich die wundertätige Kursker Gottesmutterikone von der Wurzel in der Kirche, die als Schutzheiligtum der russischen Diaspora gilt. Der Synodalchor begleitete den Gottesdienst unter der Leitung von Vadim Gan. Zudem wurde der verstorbenen Ersthierarchen der Auslandskirche sowie weiteren Persönlichkeiten gedacht, darunter Sergej Semenenko, der 1958 das heutige Synodalgebäude für die Kirche erworben hatte.Zum Abschluss gratulierte Metropolit Nikolaj den Namenstag feiernden Gläubigen, darunter Priester Serge Arlievsky und Kirchenältester Sergei Yakushin. Anschließend kamen Geistliche, Gemeindemitglieder und Gäste zu einem gemeinsamen Festessen zusammen, das von der Schwesternschaft organisiert worden war.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Serbisch-orthodoxe Kirche in Augsburg einen Buchabend mit Bischof Grigorije angekündigt hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89189-metropolit-nikolaj-und-bischof-hiob-feierten-ein-patronatsfest-in-new-york</guid></item><item><title><![CDATA[Zürich erlaubte assistierten Suizid in allen Spitälern und Pflegeheimen]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89188-zuerich-erlaubte-assistierten-suizid-in-allen-spitaelern-und-pflegeheimen</link><description><![CDATA[Nach einem Volksentscheid müssen künftig auch private Spitäler und Pflegeheime assistierten Suizid zulassen. Kirchenvertreter warnen vor den Folgen.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 19:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Im Schweizer Kanton Zürich haben sich die Bürger bei einer Volksabstimmung am 27. September 2026 für eine Ausweitung der Regelungen zum assistierten Suizid ausgesprochen. 68,1 Prozent stimmten für die Gesetzesänderung, 31,9 Prozent dagegen. Damit müssen künftig auch private Spitäler sowie Alters- und Pflegeheime assistierten Suizid in ihren Räumlichkeiten dulden. Ausnahmen gelten weiterhin für psychiatrische Einrichtungen und Gefängnisse. Darüber berichtete hpd.
    
    
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        13.02.2026, 19:43
    
Die Entscheidung stößt insbesondere bei christlichen Einrichtungen auf Kritik. Der katholische Bischof Joseph Maria Bonnemain von Chur warnte vor einer zunehmenden „Entmenschlichung“. Kritiker befürchten, dass insbesondere konfessionelle Pflegeheime ihre religiösen und ethischen Grundsätze nicht mehr uneingeschränkt verwirklichen können. Befürworter betonen dagegen das Recht schwer belasteter Menschen, selbst über ihr Lebensende zu entscheiden. Auch die Reformierte Kirche des Kantons Zürich unterstützte die Gesetzesänderung.Bereits vor der Abstimmung war assistierter Suizid in rund 86 Prozent der Zürcher Alters- und Pflegeheime grundsätzlich zulässig. Lediglich 29 von insgesamt 212 Einrichtungen schlossen ihn vollständig aus. Die neue Regelung betrifft daher vor allem jene Heime, die eine solche Praxis bislang aus religiösen oder ethischen Gründen ablehnten. Eine Verpflichtung für Mitarbeiter, selbst Suizidhilfe zu leisten, ergibt sich daraus nicht.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Mehrheit Irlands für eine dreitägige Bedenkzeit vor einer Abtreibung sei.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89188-zuerich-erlaubte-assistierten-suizid-in-allen-spitaelern-und-pflegeheimen</guid></item><item><title><![CDATA[Ungarn will LGBT-Organisationen wieder an Schulen erlauben]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89187-ungarns-will-lgbt-organisationen-wieder-an-schulen-erlauben</link><description><![CDATA[Die TISZA-Regierung will bisherige Beschränkungen für LGBT-Inhalte lockern. Kritiker warnen vor weitreichenden Folgen für Schulen und Minderjährige.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 18:23:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Die ungarische Regierung plant ein neues Gesetz, mit dem bisherige Beschränkungen für Inhalte zu Geschlechtsidentität und Homosexualität gelockert werden könnten. Die Regelung soll möglicherweise bereits in der kommenden Woche verabschiedet werden. Hintergrund ist die Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs. Darüber berichtete am 09. Oktober Ungarn Heute.
    
    
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        14.09.2026, 10:03
    
Nach Angaben des christdemokratischen Politikers Bence Rétvári könnten künftig Organisationen, die für Geschlechtsumwandlungen oder LGBT-Themen werben, wieder Zugang zu Schulen erhalten und dort sogar ohne Wissen der Eltern Veranstaltungen durchführen. Zudem könnten bisherige Altersbeschränkungen für entsprechende Bücher und Medieninhalte entfallen. Dadurch wären solche Inhalte auch für Minderjährige leichter zugänglich. Diese möglichen Folgen werden von Kritikern der geplanten Regelung besonders heftig kritisiert.Bereits Anfang Oktober hatte das Bildungsministerium Änderungen an den Personalregistern kirchlicher und privater Schulen angeordnet. Demnach sollen dort neben Ehen auch eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird über mögliche Änderungen des Adoptionsrechts diskutiert, die gleichgeschlechtlichen Paaren eine Adoption ermöglichen könnten. Welche Bestimmungen tatsächlich verabschiedet werden, bleibt abzuwarten.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Mehrheit Irlands für eine dreitägige Bedenkzeit vor einer Abtreibung sei.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89187-ungarns-will-lgbt-organisationen-wieder-an-schulen-erlauben</guid></item><item><title><![CDATA[Zyperns Erzbischof warb für Dialog mit Rom zum Schutz der Landesinteressen]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89185-zyperns-erzbischof-warb-fuer-dialog-mit-rom-zum-schutz-der-landesinteressen</link><description><![CDATA[Erzbischof Georgios betonte, der Dialog mit dem Vatikan diene der Suche nach dem gemeinsamen christlichen Erbe und bedeute keine dogmatischen Zugeständnisse.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 18:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 9. Oktober 2026 wurde bekannt, dass Erzbischof Georgios, das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche von Zypern, zu einem intensiveren Dialog mit dem Vatikan aufgerufen hat. Die diplomatischen Möglichkeiten des Heiligen Stuhls sollen genutzt werden, um die Interessen Zyperns auf internationaler Ebene zu vertreten. Darüber berichtet SigmaLive.
    
    
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        29.09.2026, 12:07
    
Der Erzbischof erklärte, die bisherige Politik der Zugeständnisse bei der Lösung der Zypernfrage habe keine Ergebnisse gebracht. Deshalb benötige das Land neue Ansätze und internationale Unterstützung. Erzbischof Georgios erläuterte, dass die römisch-katholische Kirche über ein weitverzweigtes Netz diplomatischer Vertreter – päpstlicher Nuntien – in zahlreichen Staaten verfüge. Deren Möglichkeiten könnten zur Wahrung der Interessen der Republik Zypern genutzt werden.Das Oberhaupt der Kirche von Zypern wies zugleich Vorwürfe dogmatischer Kompromisse oder gemeinsamer Gottesdienste mit Katholiken zurück. „Wir haben keine Zugeständnisse gemacht und keine Liturgien gemeinsam gefeiert.“ Erzbischof Georgios erklärte, Ziel des Dialogs sei die Suche nach dem gemeinsamen christlichen Erbe des ersten Jahrtausends, als die Kirchen noch in Einheit miteinander verbunden waren.Der Hierarch verurteilte Erscheinungen religiösen Fanatismus und rief die Christen dazu auf, angesichts der Herausforderungen der Gegenwart ihre Kräfte zu bündeln und zugleich ihren Glaubensüberzeugungen treu zu bleiben. Zudem verwies er auf die Notwendigkeit, die christliche Bevölkerung und die Heiligtümer im Nahen Osten gemeinsam zu schützen.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das Oberhaupt der Kirche von Zypern den Papst im Vatikan treffen werde.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89185-zyperns-erzbischof-warb-fuer-dialog-mit-rom-zum-schutz-der-landesinteressen</guid></item><item><title><![CDATA[Würzburger orthodoxe Gemeinde nahm an der „Nacht der offenen Kirchen“ teil]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89184-wuerzburger-orthodoxe-gemeinde-nahm-an-der-nacht-der-offenen-kirchen-teil</link><description><![CDATA[Mit einer deutschsprachigen Vesper und Einblicken in den orthodoxen Glauben beteiligte sich die russisch-orthodoxe Gemeinde erstmals an der stadtweiten Veranstaltung.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 17:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 02. Oktober hat die russisch-orthodoxe Gemeinde in Würzburg erstmals mit einem eigenen Programm an der stadtweiten „Nacht der offenen Kirchen“ teilgenommen. Im Zeller Torhaus feierten die Gläubigen gemeinsam mit ihren Gästen eine Vesper auf Deutsch. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um die orthodoxe Kirche und ihre Traditionen näher kennenzulernen. Darüber berichtete die Gemeinde.
    
    
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        07.10.2026, 10:00
    
Im Anschluss an den Gottesdienst stellte die Gemeinde verschiedene Aspekte des orthodoxen Glaubens vor. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung der kirchlichen Feste, die Verehrung der Ikonen sowie die Tradition des orthodoxen Kirchengesangs. Die Besucher konnten Fragen stellen und mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch kommen.Die Gemeinde zeigte sich erfreut über das große Interesse und die zahlreichen Gäste, die den Weg ins Zeller Torhaus gefunden hatten. Mit ihrer ersten Teilnahme an der Veranstaltung wollte sie den Besuchern einen Einblick in das orthodoxe Glaubensleben ermöglichen und den Austausch mit Menschen mit unterschiedlichen kirchlichen Hintergründen fördern.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Serbisch-Orthodoxe Gemeinde in Augsburg einen Buchabend mit Bischof Grigorije angekündigt hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89184-wuerzburger-orthodoxe-gemeinde-nahm-an-der-nacht-der-offenen-kirchen-teil</guid></item><item><title><![CDATA[Irlands Mehrheit ist für eine dreitägige Bedenkzeit vor einer Abtreibung]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89183-irlands-mehrheit-ist-fuer-eine-dreitaegige-bedenkzeit-vor-einer-abtreibung</link><description><![CDATA[Eine neue Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Befragten mit einer klaren Meinung die dreitägige Bedenkzeit vor einer Abtreibung beibehalten möchte.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 16:14:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In Irland spricht sich eine Mehrheit der Befragten, die eine Meinung zu dieser Frage äußerten, für die Beibehaltung der verpflichtenden dreitägigen Bedenkzeit vor einer Abtreibung aus. Laut einer von der Lebensschutzorganisation Pro Life Campaign in Auftrag gegebenen Umfrage unterstützen 55,3 Prozent die bestehende Regelung, während 44,7 Prozent deren Abschaffung befürworten. Die Befragung wurde zwischen dem 28. Juli und dem 4. August 2026 unter insgesamt 877 Personen durchgeführt. Darüber berichtete 1000plus.
    
    
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        07.10.2026, 13:15
    
Die Ergebnisse fallen in eine laufende politische Debatte über die Abschaffung der Wartefrist zwischen dem ersten ärztlichen Beratungsgespräch und einer Abtreibung. Ein entsprechender Gesetzentwurf überstand nach Angaben der Organisation bereits vor der parlamentarischen Sommerpause die zweite Lesung mit 86 zu 70 Stimmen. Die Pro Life Campaign sieht in den Umfrageergebnissen ein Zeichen dafür, dass die bestehende Regelung weiterhin gesellschaftliche Unterstützung genießt.Die Organisation verweist zudem auf parlamentarische Auskünfte, wonach innerhalb von fünf Jahren 10.534 Frauen nach Ablauf der vorgeschriebenen Bedenkzeit nicht zu einem weiteren Termin zur Abtreibung erschienen seien. Welche Gründe hinter diesen Entscheidungen standen, ist nicht bekannt. Befürworter der Wartefrist betonen, dass zusätzliche Zeit Frauen in schwierigen Schwangerschaftssituationen Gelegenheit zum Nachdenken und zur Suche nach Unterstützung geben könne.Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Serbisch-Orthodoxe Gemeinde in Augsburg einen Buchabend mit Bischof Grigorije angekündigt hatte.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89183-irlands-mehrheit-ist-fuer-eine-dreitaegige-bedenkzeit-vor-einer-abtreibung</guid></item><item><title><![CDATA[Metropolit Serafim zeichnete Priester Teodor Tabuș in Köln aus]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89179-metropolit-serafim-zeichnete-priester-teodor-tabus-in-koeln-aus</link><description><![CDATA[Predigt über die Feindesliebe in der rumänisch-orthodoxen Pfarrei „Herabkunft des Heiligen Geistes“.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 15:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In der rumänisch-orthodoxen Pfarrei „Herabkunft des Heiligen Geistes“ in Köln feierte Bischof Sofian von Kronstadt gemeinsam mit Metropolit Serafim von der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, zahlreichen Priestern und Gläubigen am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, die Göttliche Liturgie. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche junge Menschen, die zum diesjährigen Treffen der Orthodoxen Rumänischen Jugend in Deutschland (ATORG) angereist waren. Die liturgischen Gesänge gestalteten junge ATORG-Mitglieder. Darüber berichtete Bischof Sofian auf seiner Facebook-Seite.
    
    
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        07.10.2026, 12:15
    
Besondere Bedeutung erhielt die Feier durch die Anwesenheit einer Reliquie der heiligen Maria Brâncoveanu und dreier weiterer Heiliger aus der Familie Brâncoveanu. Die Predigt hielt Priester Bogdan Ștefănel Tătaru Cazaban. Er betonte, dass die von Jesus Christus geforderte Feindesliebe kein bloßer Ratschlag, sondern eine verbindliche Forderung sei. Vor der Kommunion erinnerte Priester Emil Nedelea Cărămizaru an die Glaubensfestigkeit der Brâncoveanu-Märtyrer, die lieber das Martyrium erlitten, als ihren Glauben zu verleugnen. Zu ihnen gehörte auch der jugendliche Mateiaș. Zahlreiche Jugendliche und Gemeindemitglieder empfingen die Heilige Kommunion. Die junge Ana Nuța gestaltete diesen Teil der Feier mit musikalischen Beiträgen, unterstützt von weiteren Jugendlichen.Am Ende der Göttlichen Liturgie erhob Metropolit Serafim Priester Teodor Tabuș zum Iconom, einem kirchlichen Ehrentitel der Rumänisch-Orthodoxen Kirche für besondere Verdienste im kirchlichen Dienst. Damit würdigte er dessen zehnjährige Tätigkeit im Rahmen der rumänisch-orthodoxen Jugendorganisation ATORG und seinen sechsjährigen Dienst als Pfarrer der Kölner Gemeinde. Bischof Sofian ermutigte die jungen Menschen, ihren Glauben mutig im Alltag zu leben. Besonders die jungen Frauen rief er dazu auf, sich an den Tugenden der kürzlich heiliggesprochenen rumänischen Frauen zu orientieren.Die UOJ berichtete zuvor, dass der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder mit dem Goldenen Kreuz auszeichnete.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89179-metropolit-serafim-zeichnete-priester-teodor-tabus-in-koeln-aus</guid></item><item><title><![CDATA[„Was bedeutet Kirche für dich?“: Berliner Gemeinde spricht junge Menschen an]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89177-was-bedeutet-kirche-fuer-dich-berliner-gemeinde-spricht-junge-menschen-an</link><description><![CDATA[Bischof Emmanuel von Christoupolis und Gemeindemitglieder teilen persönliche Antworten auf die Frage nach der Bedeutung von Kirche und laden zum Gottesdienst ein.]]></description><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 14:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[„Was bedeutet Kirche für dich?“ Mit dieser Frage wendet sich die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Christi Himmelfahrt zu Berlin in einer Instagram-Aktion vom 5. Oktober 2026 an ihre Follower. Bischof Emmanuel von Christoupolis stellt die Frage verschiedenen Gemeindemitgliedern, die ihre ganz persönlichen Antworten geben. Dabei stehen vier Begriffe im Mittelpunkt: innerer Frieden, Offenbarung, die Liebe Jesu und Gemeinschaft.
    
    
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Die kurzen persönlichen Zeugnisse zeigen unterschiedliche Zugänge zum Glauben und dazu, was Kirche für den Einzelnen bedeutet. Statt einer abstrakten Erklärung kommen Menschen selbst zu Wort und berichten, was sie mit Kirche verbinden. Mit dem Format setzt die Gemeinde auf eine direkte Ansprache in den sozialen Medien und möchte insbesondere auch junge Menschen erreichen.Am Ende des Beitrags lädt Bischof Emmanuel dazu ein, die Gemeinschaft selbst kennenzulernen: „So viele besondere persönliche Zeugnisse.“ Jeden Sonntag feiert die Gemeinde von 9 bis 11.45 Uhr Gottesdienst. Wer sich ebenfalls die Frage stelle, was Kirche für ihn bedeute, sei eingeladen, vorbeizukommen.Die Aktion verbindet damit eine persönliche Frage mit einer konkreten Einladung: Kirche nicht nur als Institution wahrzunehmen, sondern als Ort des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft selbst zu erleben.Die UOJ berichtete zuvor, dass der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder mit dem Goldenen Kreuz auszeichnete.
]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/89177-was-bedeutet-kirche-fuer-dich-berliner-gemeinde-spricht-junge-menschen-an</guid></item></channel></rss>