<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" version="2.0"><channel><title>Nachrichten und Artikel der UOJ</title><link>https://orthodoxnews.de/de/</link><description>Artikel und Nachrichten über die Orthodoxie, die UOK und das Christentum</description><language></language><lastBuildDate>Sun, 05 Apr 2026 16:49:07 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://orthodoxnews.de/de/rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><item><title><![CDATA[Bad Kissingen: Beginn des österlichen Weges Christi in der Sergiuskirche]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86062-bad-kissingen-beginn-des-oesterlichen-weges-christi-in-der-sergiuskirche</link><description><![CDATA[Feierlicher Gottesdienst und Aufruf zu Gebet und Achtsamkeit]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 15:33:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In der Kirche des heiligen Sergius von Radonesch in Bad Kissingen hat am 05. April 2026 ein feierlicher Gottesdienst zum Beginn des österlichen Weges Christi stattgefunden. Die Gemeinde mit einer mehr als hundertjährigen Geschichte versammelte zahlreiche Gläubige zu diesem bedeutenden Tag.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, geschmückte Palmzweige zu erwerben und sie nach dem Gottesdienst segnen zu lassen. Viele Gläubige nahmen zudem am Gebet teil und empfingen die heilige Kommunion.
Блок - по темі (Tag der offenen Tür in der Nürnberger russisch-orthodoxen Gemeinde)
Der Gottesdienst wurde in kirchenslawischer Sprache sowie teilweise auf Deutsch gefeiert, was sowohl langjährigen Gemeindemitgliedern als auch neuen Besuchern die Teilnahme erleichterte.
Der Vorsteher der Gemeinde, Vater Maxim, rief die Gläubigen dazu auf, in diesen Tagen besonders auf ihre Worte und ihr Gebet zu achten und sich innerlich auf die kommenden Ereignisse des österlichen Weges vorzubereiten.
Zuvor berichtete die UOJ über die Besonderheiten der Bräuche zum Palmsonntag in Österreich.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86062-bad-kissingen-beginn-des-oesterlichen-weges-christi-in-der-sergiuskirche</guid></item><item><title><![CDATA[Papstkreuz in Warschau geriet am katholischen Karfreitag in Brand]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86059-papstkreuz-in-warschau-geriet-am-katholischen-karfreitag-in-brand</link><description><![CDATA[17 Meter hohes Kreuz vor Kirche St. Maximilian Kolbe stand in Flammen – Kerzen könnten Brand ausgelöst haben]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 14:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am katholischen Karfreitag (3. April 2026) ist in Warschau ein großes Papstkreuz in Brand geraten. Polizei und Feuerwehr sperrten das Gebiet ab und löschten das Feuer. Die Ursache könnte mit zahlreichen Kerzen am Fuß des Kreuzes zusammenhängen, wie das polnische Onlineportal miejskireporter.pl berichtete.In der polnischen Hauptstadt Warschau geriet am Karfreitag gegen 15 Uhr ein 17 Meter hohes Kreuz vor der St.-Maximilian-Kolbe-Kirche in Brand. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Konstruktion bereits in Vollbrand. Polizei und Einsatzkräfte sperrten den Bereich um die Kirche während der Löscharbeiten weiträumig ab.
Блок - по темі (Polnische Bischofskonferenz besorgt über Lage der Religionslehrer)
Nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer durch Öllampen und Kerzen ausgelöst worden sein, die Gläubige in großer Zahl am Fuß des Kreuzes aufgestellt hatten. Anlass dafür war der Jahrestag des Todes von Papst Johannes Paul II., der sich am 2. April zum 21. Mal jährte.












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Das sogenannte Papstkreuz hat für viele Menschen in Warschau eine besondere symbolische Bedeutung. Es stammt ursprünglich vom Siegesplatz, wo Johannes Paul II. am 2. Juni 1979 nach seiner Papstwahl seine erste Messe in Polen gefeiert hatte.Aus Sicherheitsgründen wurde die verkohlte Metallkonstruktion nach dem Brand zu Boden gelassen. Der Sockel des Kreuzes wurde nicht schwer beschädigt. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.Die UOJ berichtete zuvor, dass in einem Krankenhaus in Münster muslimische Pflegekräfte über die Ostertage Dienste für ihre christlichen Kolleginnen und Kollegen übernehmen.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86059-papstkreuz-in-warschau-geriet-am-katholischen-karfreitag-in-brand</guid></item><item><title><![CDATA[Tag der offenen Tür in der Nürnberger russisch-orthodoxen Gemeinde]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86058-tag-der-offenen-tuer-in-der-nuernberger-russisch-orthodoxen-gemeinde</link><description><![CDATA[Russisch-orthodoxe Jugend Nürnberg lädt Anfang Mai zu Liturgie, Kirchenführungen und internationaler Küche ein]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 13:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Die Russisch-orthodoxe Jugend Nürnberg lädt für den 3. Mai 2026 zu einem Tag der offenen Tür in der Gemeinde der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter in Nürnberg ein. Besucher erwartet ein Programm mit Gottesdienst, Kirchenführungen und Begegnungen, wie die Organisatoren auf ihrem Instagram-Account am 3. April 2026 mitteilen.Der Tag der offenen Tür beginnt am Sonntag, dem 3. Mai 2026, um 10 Uhr mit der Göttlichen Liturgie. Anschließend werden zwischen 12:30 Uhr und 15 Uhr Kirchenführungen im Halbstundentakt angeboten. Veranstaltungsort ist die Gemeinde der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter in der Saalfelder Straße 12 der russischen Auslandskirche in Nürnberg.
Блок - по темі (Orthodoxe Schüler besuchten Liturgie in deutscher Sprache in Erlangen)
Organisiert wird die Veranstaltung von der Gemeinde und der Russisch-orthodoxen Jugend Nürnberg. Ziel des Tages ist es, Interessierten die orthodoxe Kirche näherzubringen und Begegnungen zu ermöglichen.Neben den Führungen durch die Kirche sind kreative Angebote für Kinder und Erwachsene geplant. Außerdem wird internationale Küche angeboten, und bei gutem Wetter ist ein gemütliches Beisammensein im Freien vorgesehen.Die Veranstalter laden ausdrücklich Familien, Freunde und Interessierte ein, den Tag gemeinsam zu verbringen und die Gemeinde kennenzulernen.Die UOJ berichtete zuvor, dass die bulgarisch-orthodoxe Kirche ein Kirchenzentrum in Leipzig erworben hat.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86058-tag-der-offenen-tuer-in-der-nuernberger-russisch-orthodoxen-gemeinde</guid></item><item><title><![CDATA[Haftbefehl nach Pyrotechnik-Vorfall im ICE bei Siegburg]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86057-haftbefehl-nach-pyrotechnik-vorfall-im-ice-bei-siegburg</link><description><![CDATA[20-Jähriger soll Sprengkörper in Zug gezündet und Anschlag angekündigt haben – Ermittlungen zu Motiv laufen]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 13:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Nach einem Pyrotechnik-Vorfall am 2. April 2026 in einem ICE bei Siegburg in Nordrhein-Westfalen sitzt der tatverdächtige 20-Jährige in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird unter anderem wegen versuchten Mordes ermittelt. Zwölf Reisende wurden leicht verletzt, wie die Tagesschau berichtete.Ein 20-jähriger Deutscher soll am Donnerstagabend in einem ICE bei Siegburg zwei pyrotechnische Gegenstände gezündet und damit Panik unter den rund 180 Reisenden ausgelöst haben. Passagiere wählten den Notruf, nachdem der vermummte Mann gegen 21 Uhr die Gegenstände entzündet hatte. Zwölf Menschen wurden leicht verletzt, eine Person erlitt vermutlich ein Knalltrauma und wurde kurzzeitig im Krankenhaus behandelt.
Блок - по темі (Betreuer vertuschten Gruppenvergewaltigung in Berliner Jugendzentrum)
Nach der Tat schlossen Fahrgäste den Mann in einer Zugtoilette ein, wo er später von der Polizei festgenommen wurde. Bei ihm fanden die Beamten unter anderem eine Maske, zwei Messer und Rauchkörper. Zuvor soll der Verdächtige eine E-Mail an mehrere Medienhäuser geschickt haben, in der er offenbar einen Anschlag ankündigte.Ein Ermittlungsrichter erließ inzwischen Haftbefehl wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Die Ermittlungen führt der Staatsschutz in Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. Das Motiv ist noch unklar; eine politische Motivation wird geprüft.Nach dem Vorfall wurde die Schnellfahrstrecke Frankfurt–Köln mehrere Stunden gesperrt, Züge wurden umgeleitet. Die Reisenden wurden in einer Turnhalle betreut, Notfallseelsorger standen zur Verfügung. Der Einsatz endete in der Nacht.Die UOJ berichtete zuvor, dass die bulgarisch-orthodoxe Kirche ein Kirchenzentrum in Leipzig erworben hat.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86057-haftbefehl-nach-pyrotechnik-vorfall-im-ice-bei-siegburg</guid></item><item><title><![CDATA[Vandalismus an chaldäisch-katholischer Kirche Antwerpen erschütterte Gläubige]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86060-vandalismus-an-chaldaeisch-katholischer-kirche-antwerpen-erschuetterte-glaeubige</link><description><![CDATA[Unbekannte sprühten satanisches Symbol auf Eingangstür – assyrische Gemeinde zeigt sich besorgt]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 12:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In der ersten Aprilwoche 2026 ist die Kirche Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe in Antwerpen Ziel eines Vandalenakts geworden. Unbekannte beschmierten die Eingangstür des Gotteshauses mit einem satanischen Symbol. Darüber berichtete eine Community-Plattform auf Instagram am 4. April 2026.Die betroffene Kirche dient der chaldäisch-katholischen Gemeinde im Großraum Antwerpen. Die chaldäisch-katholische Kirche gehört zu den mit Rom unierten Ostkirchen und ist eng mit der assyrischen christlichen Tradition verbunden. Für viele assyrische Christen in Belgien ist die Gemeinde ein religiöses und kulturelles Zentrum.
Блок - по темі (Interreligiöse Aktion gegen Vandalismus: Graffiti an Kirche in Wien entfernt)
Nach Angaben aus der Gemeinde sprühten unbekannte Täter ein satanisches Symbol auf die Eingangstür des Kirchengebäudes. Der Vorfall wurde in sozialen Netzwerken und lokalen Gemeinschaftsforen bekannt gemacht und löste innerhalb der assyrischen sowie der christlichen Gemeinschaft in Belgien Besorgnis aus. Die Polizei ermittelt.Vertreter der Gemeinde betonten, dass die Kirche für viele assyrische Christen mehr als ein Gotteshaus sei. Sie diene auch dem Erhalt von Sprache, Tradition und kultureller Identität der aus dem Nahen Osten stammenden Gemeinschaft.Der Vorfall wird als Angriff auf eine religiöse Gemeinschaft gewertet und hat eine Diskussion über den Schutz religiöser Einrichtungen und Minderheiten in Europa ausgelöst. Die UOJ berichtete zuvor, dass in Österreich die jüngste serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde gegründet wurde.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86060-vandalismus-an-chaldaeisch-katholischer-kirche-antwerpen-erschuetterte-glaeubige</guid></item><item><title><![CDATA[Besonderheiten der Feier des Palmsonntags in Österreich]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/geschichte-und-kultur/86056-besonderheiten-der-feier-des-palmsonntags-in-oesterreich</link><description><![CDATA[Einige Fakten über christliche Traditionen in Österreich.]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 09:17:00 +0200</pubDate><category>Geschichte und Kultur</category><content:encoded><![CDATA[Die orthodoxe Kirche feiert am 5. April 2026 die Erinnerung an den Einzug unseres Herrn Jesus Christus in Jerusalem, im Volksmund wird dieser Tag auch Palmsonntag genannt. In Österreich ist dieser Tag mit vielen Traditionen und viel Brauchtum verbunden. In der katholischen Tradition wurde dieser Tag bereits am 29. März begangen, da Ostern nach gregorianischem Kalender am 5. April gefeiert wird.

Hier zu den einzelnen Traditionen:
Der Palmbuschen, der in Größe und Zusammensetzung regional unterschiedlich ist, wird in Niederösterreich traditionell wie folgt hergestellt: Palmkätzchen, Buchs, Wacholder und bunte Bänder.
Der gebundene Palmbuschen, der vielerorts von Kindern getragen wird, wird am Palmsonntag gesegnet und nach der Palmprozession in den Häusern und Wohnungen aufgestellt, im ländlichen Bereich auch in die Felder gesteckt.

Der Palmesel soll an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem erinnern. Vereinzelt gibt es heute noch oder wieder in Pfarren den Brauch der Palmprozession mit einem Esel.
Heute wird mit dem Begriff des Palmesels im übertragenen Sinn übrigens auch etwas spöttisch jenes Familienmitglied bezeichnet, das als letztes am Morgen des Palmsonntags aufsteht. Mancherorts benennt der Begriff auch jene Person, die als Letzte die Kirche mit Palmbuschen betritt.
Die Palmprozessionen, die in Österreich eine jahrhundertelange Tradition haben, kennt man auch in der orthodoxen Tradition, jedoch meist nicht so farbenprächtig, wie sie hierzulande üblich sind. Vor allem in ländlichen Gebieten sind es meist lange Prozessionen.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/geschichte-und-kultur/86056-besonderheiten-der-feier-des-palmsonntags-in-oesterreich</guid></item><item><title><![CDATA[Muslimische Pflegekräfte übernehmen Dienste an Ostern in Münster]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86054-muslimische-pflegekraefte-uebernehmen-dienste-an-ostern-in-muenster</link><description><![CDATA[Interreligiöse Solidarität im Klinikalltag: Kollegen unterstützen sich gegenseitig an Feiertagen]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 07:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[In einem Krankenhaus in Münster übernehmen muslimische Pflegekräfte über die Ostertage Dienste für ihre christlichen Kolleginnen und Kollegen. Diese können dadurch die Feiertage frei nehmen und sich später bei muslimischen Festen revanchieren. Das Modell gilt als Beispiel für gelebte Zusammenarbeit in einem internationalen Team. Darüber berichtete der WDR am 2. April 2026.Am Clemenshospital in Münster in Nordrhein-Westfalen arbeitet ein Team aus Mitarbeitern verschiedener Nationen und Religionen eng zusammen. Da Ostern für muslimische Beschäftigte kein religiöses Fest ist, übernehmen sie freiwillig Dienste, damit christliche Kolleginnen und Kollegen Zeit für Familie, Gottesdienst und Feiertage haben.
Блок - по темі (Interreligiöse Aktion gegen Vandalismus: Graffiti an Kirche in Wien entfernt)
Die Stationsleitung betont, dass dieses System auf Gegenseitigkeit beruht. Wenn muslimische Feste wie das Zuckerfest anstehen, übernehmen wiederum christliche Kolleginnen und Kollegen Dienste. So entstehe ein solidarisches Miteinander im Arbeitsalltag.Im Krankenhaus arbeiten Menschen aus mehr als 20 Nationen zusammen. Neben der gegenseitigen Unterstützung im Dienstplan gehören auch gemeinsame Aktionen für den Teamgeist zum Alltag – etwa kleine Osterüberraschungen für alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrer Religion.Die UOJ berichtete zuvor, dass die bulgarisch-orthodoxe Kirche ein Kirchenzentrum in Leipzig erworben hat.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86054-muslimische-pflegekraefte-uebernehmen-dienste-an-ostern-in-muenster</guid></item><item><title><![CDATA[Interreligiöse Aktion gegen Vandalismus: Graffiti an Kirche in Wien entfernt]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86053-interreligioese-aktion-gegen-vandalismus-graffiti-an-kirche-in-wien-entfernt</link><description><![CDATA[Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften und zahlreiche Freiwillige reinigten gemeinsam die Pfarrkirche St. Johann Evangelist am Keplerplatz]]></description><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 07:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Nach Graffiti-Schmierereien an der Keplerkirche in Wien-Favoriten haben Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften, Politik und freiwillige Helfer gemeinsam die Kirchenmauern gereinigt und damit ein Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt gesetzt. Darüber berichtete die Webseite meinbezirk.at am 2. April 2026.Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johann Evangelist am Keplerplatz war im Dezember Ziel von Graffiti-Schmierereien geworden. Eine erste Schmiererei wurde bereits im Januar symbolisch übermalt, die vollständige Reinigung musste jedoch wetterbedingt verschoben werden. Kurz vor Ostern konnte die Kirche nun vollständig von den Schmierereien befreit werden.
Блок - по темі (Kinder- und Jugendferienlager der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Wien)
An der Reinigungsaktion beteiligten sich Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften, darunter auch Jugendliche der Bahá’í-Gemeinde sowie der erste Imam von Wien, Emir Sehic. Gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern griffen sie zu Farbe und Pinsel, um ein sichtbares Zeichen gegen Vandalismus und für ein respektvolles Miteinander zu setzen. Pfarrer Matthias Felber sprach von einer besonderen Aktion und betonte, viele Beteiligte würden die Kirche als Teil ihres eigenen Lebensraums verstehen.Auch der Bezirksvorsteher von Favoriten, Marcus Franz, würdigte die Aktion als starkes Zeichen des Zusammenhalts im Bezirk. Gerade in Zeiten internationaler Spannungen sei es wichtig, gemeinsame Werte zu betonen und religiöse Orte als Orte der Hoffnung und Begegnung zu schützen.Unterdessen laufen die polizeilichen Ermittlungen wegen schwerer Sachbeschädigung gegen unbekannte Täter weiter. Die Polizei teilte mit, dass der Bereich rund um die Keplerkirche regelmäßig kontrolliert werde und sensible Einrichtungen wie Kirchen verstärkt im Fokus der Streifentätigkeit stünden.Die UOJ berichtete zuvor, dass in Österreich die jüngste serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde gegründet wurde.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86053-interreligioese-aktion-gegen-vandalismus-graffiti-an-kirche-in-wien-entfernt</guid></item><item><title><![CDATA[Was sagen die Tränen Christi am Grab seines Freundes über das Wesen des Todes aus?]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86052-was-sagen-die-traenen-christi-am-grab-seines-freundes-ueber-das-wesen-des-todes-aus</link><description><![CDATA[Die Trauer des Erlösers am Grab des Lazarus ist nicht bloß menschliche Trauer. Es ist Gott, der den Verfall seines besten Geschöpfes betrachtet und sich nicht mit der Macht des Todes über dieses abfinden will.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 18:26:55 +0200</pubDate><category>Mensch und Kirche</category><content:encoded><![CDATA[„Herr! Er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen im Grab“ (Joh 11,39). So spricht Martha, die Schwester des verstorbenen Lazarus, des Freundes Christi. Sie spricht diese schrecklichen Worte einfach deshalb aus, weil sie in diesem Moment keine anderen Worte hat, um die Realität zu beschreiben.
Ein schwerer, scheibenförmiger Stein verschließt den Eingang zur Höhle, erhitzt von den sengenden Sonnenstrahlen. Es ist ein heißer Sommer in Judäa. Weißer Staub legt sich auf die Kleidung der Pilger. Und als Antwort auf diese beunruhigte und hastige menschliche Rede antwortet Christus mit schwerem, tiefem Schweigen.
Блок - по темі (Das zerbrochene Gefäß: Wie Judas zum Spiegel unserer geistigen Bilanz wurde)
Im rauen Klima Judäas treten am vierten Tag die Prozesse des körperlichen Verfalls in die aktive Phase ein. Leinenbinden und Begräbnisweihrauch – Myrrhe und Aloe, mit denen der Leichnam großzügig behandelt wurde – kommen ihrer Aufgabe nicht mehr nach.
In der modernen medizinischen Sprache nennt man das die Freisetzung von Leichengasen, und in der Sprache des Evangeliums klingt es kurz und schrecklich: es stinkt. Das ist alltägliche Biologie, mit der jeder Mensch konfrontiert ist.

Doch dann sehen wir ein wahrhaft erstaunliches Bild. Jesus steht vor dem zugeschütteten Eingang zur Höhle und weint.

Zwei Verben: Stille und Erschrecken
Der griechische Text des Johannesevangeliums offenbart die verborgene innere Spannung dieser Szene. Bei der Beschreibung der weinenden Menge und von Maria, der Schwester des Lazarus, verwendet der Apostel das Verb κλαίω: laut schluchzen, klagen. Es handelt sich um das im Orient traditionelle Begräbnisweinen, das die Luft zerschneidet.
Doch wenn der Evangelist die Tränen Jesu selbst beschreibt, verwendet er ein ganz anderes Verb – ἐδάκρυσεν – leise Tränen vergießen, ohne Hysterie und lautes Wehklagen.

Es ist etwas sehr Innerliches, Zurückhaltendes und zutiefst Menschliches.

Daneben steht jedoch noch ein weiteres Verb, um das in der Bibelwissenschaft bis heute gestritten wird. In der Synodalen Übersetzung klingt der Satz fromm: „Jesus … wurde im Geist betrübt“ (Joh 11,33). Im griechischen Original steht jedoch das Wort ἐμβριμάομαι (im Text des Evangeliums – ἐνεβριμήσατο).
Die Ausleger sind sich in der Bewertung dieser Emotion uneinig. Einige Forscher und Philologen weisen darauf hin, dass dieser Wortstamm wörtlich schweres Atmen, starke Erregung bedeutet. In der Antike konnte er als anschauliche Metapher für das Schnauben eines Schlachthengstes vor dem Kampf verwendet werden.
Diese sprachliche Nuance lässt hier nicht nur einen Ausdruck der Trauer erkennen. Christus empfindet zugleich stille menschliche Tränen um den verstorbenen Freund und ein Schaudern vor tiefer Empörung, die sich gegen die Tatsache des Todes selbst richtet.
Der Tod als Hässlichkeit
Wir sind es gewohnt, den Tod als einen natürlichen Prozess zu betrachten. Wir bezeichnen ihn als den natürlichen Abschluss des Lebens, der von der Natur selbst weise vorbestimmt ist. Das ist eine bequeme Formulierung, die es uns ermöglicht, irgendwie mit der Angst fertig zu werden.
Protopresbyter Alexander Schmemann sah in dieser Episode des Evangeliums etwas grundlegend anderes. „Christus weint, weil er im Tod seines Freundes den Triumph des Todes in der Welt betrachtet, den Tod als eine Entstellung betrachtet … als den Triumph Satans“, schrieb der Theologe.
Der Übergang von der Biologie zur Theologie vollzieht sich hier augenblicklich.

Der Tod ist keine natürliche, vom Schöpfer vorgesehene Ordnung der Dinge, sondern deren unrechtmäßiger Einbruch, eine metaphysische Verzerrung.

Genau deshalb gibt es am offenen Sarg keine langen Gespräche. Jesus beruhigt die Menge nicht mit philosophischen Überlegungen über die Vergänglichkeit des Daseins.
Das elfte Kapitel des Johannesevangeliums ist nicht nur eine Geschichte über die Tragödie des Verlusts, sondern auch über die bevorstehende Offenbarung der Herrlichkeit Gottes. Der Erlöser weint, weil er in dieser engen Höhle nicht nur Lazarus sieht, sondern gleichsam das Gemeinschaftsgrab der gesamten Menschheit betrachtet, das zerstört werden soll.
Der vierte Tag und der Punkt ohne Wiederkehr
Für diese Szene ist es von entscheidender Bedeutung, dass es gerade der vierte Tag ist. Nach den in jener Zeit verbreiteten volkstümlichen und rabbinischen Vorstellungen kann sich die Seele des Verstorbenen drei Tage lang irgendwo in der Nähe des Leichnams aufhalten. Man glaubte, dass, solange die Gesichtszüge noch nicht verzerrt waren, noch ein winziges, geisterhaftes Fünkchen Hoffnung glimmte.
Der vierte Tag bedeutete den absoluten Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab. Deshalb sehen viele christliche Autoren in dem Zögern Christi eine besondere Fügung. Er lässt eine Situation zu, in der jede menschliche Hoffnung vollständig erlischt.

Das Wunder der Auferstehung soll die absolute Macht Gottes über die Materie offenbaren, die sich nicht mehr auf einen lethargischen Schlaf oder eine Ohnmacht zurückführen lässt.

„Lazarus! Komm heraus!“ – ertönt der Befehl am Eingang der Höhle (Joh 11,43). Der Leichnam des Verstorbenen war nach dem Brauch mit schmalen Leinenbinden so fest umwickelt, dass es unmöglich war, auch nur einen Schritt zu tun.
Dennoch tritt der Auferstandene aus der Dunkelheit hervor – an Händen und Füßen gefesselt, das Gesicht fest mit einem Tuch bedeckt. Erst danach ertönt der Befehl an die erstarrten Menschen: „Bindet ihn los, lasst ihn gehen.“ Dies ist die Beschreibung eines äußerst konkreten, schockierenden Ereignisses, das sich vor den Augen der staunenden Menge abspielt.
Das Schweigen darüber, was hinter dem Stein lag
Was sagte Lazarus über den Ort, an dem er vier Tage lang gewesen war? Der heilige Text hütet darüber ein vorsichtiges Schweigen. Eine alte kirchliche Überlieferung, die bereits über den strengen Rahmen der biblischen Geschichte hinausgeht, berichtet, dass er später Bischof auf Zypern wurde.
Der Legende nach lachte Lazarus nach seiner Rückkehr ins Leben nie wieder und bewahrte für immer die schwere Erinnerung an die Erfahrung des Nichtseins in sich. Was sah er dort, jenseits des Steins? Wahrscheinlich hat ein Mensch, der hinter die letzte Grenze blickte, der Welt kein einziges zufälliges oder leichtfertiges Wort hinterlassen.
Wir leben in einer Kultur, die uns beharrlich lehrt, uns mit dem Ende abzufinden. Sie schlägt vor, den Tod entweder als ein therapiebedürftiges psychologisches Trauma oder als einen leichten, natürlichen „Übergang“ zu betrachten.
Doch das Evangelium zeigt uns einen Gott, der sich nicht damit abfindet. Er weint still, sein Geist erbebt, und er zieht in den Kampf gegen das, was nicht sein sollte. Diese Auferweckung in Bethanien war nur ein Vorbote der großen, entscheidenden Schlacht gegen den Tod.
In wenigen Tagen wird der Erlöser selbst ans Kreuz steigen und dann aus seiner steinernen Höhle herausgehen, dem Ostermorgen entgegen, und die Leichentücher auf dem leeren Stein liegen lassen. Doch während wir in Gedanken vor dem offenen Grab des Lazarus stehen, bleibt eine leise Frage: Sind wir bereit, den Tod nicht länger zu rechtfertigen und in ihm den Feind zu sehen, über den Gott den endgültigen Sieg errungen hat?]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86052-was-sagen-die-traenen-christi-am-grab-seines-freundes-ueber-das-wesen-des-todes-aus</guid></item><item><title><![CDATA[In Köln wurde ein Gottesdienst in der orthodoxen Gemeinde in der Kirche der Heiligen Konstantin und Helena gefeiert]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86051-in-koeln-wurde-ein-gottesdienst-in-der-orthodoxen-gemeinde-in-der-kirche-der-heiligen-konstantin-und-helena-gefeiert</link><description><![CDATA[Die Gläubigen empfingen die Heiligen Mysterien Christi vor Beginn der Karwoche.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 15:29:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 4. April versammelte sich die Gemeinde der Russischen Orthodoxen Kirche in Köln zu einem Gottesdienst in der Kirche der heiligen Konstantin und Helena.
Die Kirche befindet sich im historischen Zentrum der Stadt am Maria-Ablass-Platz und geht auf eine mittelalterliche Kapelle zurück, die bereits seit dem 10. Jahrhundert bekannt ist. Heute ist sie ein wichtiges geistliches Zentrum für orthodoxe Gläubige in Köln.
Der Gottesdienst wurde vom Gemeindepfarrer, Vater Viktor, geleitet.
Блок - по темі (Ukrainische-Orthodoxe Gemeinde zu Köln passte Gedenktag und Gottesdienste an)
Die Gläubigen empfingen die Heiligen Mysterien Christi und stärkten sich geistlich für den Beginn der Karwoche, die bereits morgen beginnt.Wie die UOJ ранее berichtete, dankte Priester Matthias Fröse und bat um Unterstützung für die Online-Seelsorge.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86051-in-koeln-wurde-ein-gottesdienst-in-der-orthodoxen-gemeinde-in-der-kirche-der-heiligen-konstantin-und-helena-gefeiert</guid></item><item><title><![CDATA[In Österreich wurde die jüngste serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde gegründet]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86050-in-oesterreich-wurde-die-juengste-serbisch-orthodoxe-kirchengemeinde-gegruendet</link><description><![CDATA[Der Gottesdienst wurde am Lazarus-Samstag in Mödling gefeiert.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 14:45:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 4. April, am Lazarus-Samstag, fand in der Stadt Mödling ein feierlicher Gottesdienst anlässlich der offiziellen Gründung der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde zum heiligen Nikolaus statt.
Wie ein Korrespondent der UOJ berichtet, ist diese Gemeinde die jüngste Pfarrgemeinde der Diözese von Österreich.An diesem Tag erfolgte auch die Amtseinführung des Gemeindepfarrers. Hauptzelebrant des Gottesdienstes war der Bischofsvikar, Erzpriester Slavisa Božić. Während des Gottesdienstes verlas er das Dekret über die Gründung der Kirchengemeinde.

Im Verlauf der Feier wurde zudem das traditionelle Slavabrot gesegnet. In der serbisch-orthodoxen Tradition gibt es den Brauch der sogenannten Slava — eines Festes zu Ehren des himmlischen Schutzpatrons. In diesem Fall wurde des heiligen Lazarus gedacht.Zuvor berichtete die UOJ, dass in der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Mödling der Sonntag der Kreuzverehrung gefeiert wurde.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86050-in-oesterreich-wurde-die-juengste-serbisch-orthodoxe-kirchengemeinde-gegruendet</guid></item><item><title><![CDATA[Die Kirche feiert den Lazarus-Samstag]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86049-die-kirche-feiert-den-lazarus-samstag</link><description><![CDATA[An diesem Tag gedenken die Gläubigen des Wunders, durch das der Herr Jesus Christus seinen Freund Lazarus auferweckt hat.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 14:45:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Orthodoxe Christen begehen den Lazarus-Samstag – einen der wichtigsten Feiertage der Fastenzeit. Dieser Tag ist der Erinnerung an das Wunder der Auferweckung des gerechten Lazarus, eines Bewohners von Bethanien und Bruders von Martha und Maria, durch Jesus Christus geweiht.
Die Geschichte der Auferweckung des Lazarus wird im 11. Kapitel des Johannesevangeliums ausführlich beschrieben. Als Lazarus erkrankte, sandten seine Schwestern Martha und Maria Boten aus, um Jesus davon zu berichten. Der Erlöser zögerte jedoch absichtlich zwei Tage und kam erst nach dem Tod des Lazarus nach Bethanien.
Als er sich dem Grab näherte, befahl Jesus, den Stein vom Eingang wegzurollen, obwohl Martha ihn gewarnt hatte, dass der Leichnam bereits zu verwesen begonnen habe. Nach einem kurzen Gebet zum himmlischen Vater rief der Herr mit lauter Stimme: „Lazarus! Komm heraus!“ Und der Verstorbene trat hervor, an Händen und Füßen in Leichentücher gewickelt, und sein Gesicht war mit einem Tuch umbunden.
Dieses große Wunder, das vor den Augen vieler Juden vollbracht wurde, die gekommen waren, um die Schwestern zu trösten, wurde zu einem der eindrucksvollsten Zeugnisse der göttlichen Natur Christi und Seiner Macht über den Tod. Viele, die dieses Wunder sahen, glaubten an Jesus. Dieses Ereignis ereignete sich kurz vor dem Einzug des Herrn in Jerusalem und Seinem Leiden am Kreuz.
Der kirchlichen Überlieferung zufolge lebte der gerechte Lazarus nach seiner Auferweckung noch etwa 30 Jahre. Er war gezwungen, Judäa zu verlassen, da er von den Juden verfolgt wurde, die ihn als lebendigen Zeugen der wundersamen Kraft Christi töten wollten. Lazarus gelangte auf die Insel Zypern, wo er später von den Aposteln zum Bischof der Stadt Kition (dem heutigen Larnaka) geweiht wurde. Dort verkündete er das Evangelium und leitete die ihm anvertraute Herde bis zum Ende seiner Tage mit Weisheit.
Блок - по темі (Lazarus-Samstag: Hoffnung, Glaube und der Vorgeschmack auf den Sieg über den Tod)
Die Reliquien des heiligen Lazarus ruhen heute in der Stadt Larnaca auf Zypern, in einer zu seinen Ehren geweihten Kirche. Im 9. Jahrhundert wurde ein Teil der Reliquien nach Konstantinopel und anschließend nach Frankreich überführt. Die Kirche feiert das Gedenken an den Heiligen Lazarus auch am 17. (30.) Oktober.
Der Lazarus-Samstag und der darauf folgende Palmsonntag leiten die Karwoche ein – die letzte Woche vor dem Osterfest, das in diesem Jahr auf den 12. April fällt.
Theologen weisen darauf hin, dass die Auferweckung des Lazarus ein Vorbild für die allgemeine Auferstehung der Toten ist und den Gläubigen anschaulich zeigt, dass mit Christus sogar der Tod überwunden werden kann.
Zuvor hatte die UOJ über die jüngste Bischofsweihe in San Francisco, USA, berichtet.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86049-die-kirche-feiert-den-lazarus-samstag</guid></item><item><title><![CDATA[Lazarus-Samstag: Hoffnung, Glaube und der Vorgeschmack auf den Sieg über den Tod]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86048-lazarus-samstag-hoffnung-glaube-und-der-vorgeschmack-auf-den-sieg-ueber-den-tod</link><description><![CDATA[Die Auferweckung des Lazarus als machtvolles Zeichen Christi und als geistliche Vorbereitung auf Ostern.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 12:36:00 +0200</pubDate><category>Mensch und Kirche</category><content:encoded><![CDATA[Der Lazarus-Samstag nimmt im orthodoxen Kirchenkalender einen besonderen Platz ein. An diesem Tag gedenkt die Kirche eines der größten Wunder Jesu Christi – der Auferweckung des gerechten Lazarus. Dieses Ereignis offenbart nicht nur die göttliche Macht des Erlösers, sondern weist auch direkt auf das kommende Fest der Auferstehung hin.
Блок - по темі (Das zerbrochene Gefäß: Wie Judas zum Spiegel unserer geistigen Bilanz wurde)
Nach dem Evangelium lebte Lazarus in Bethanien, zusammen mit seinen Schwestern Martha und Maria. Er war ein enger Freund Jesu. Als Lazarus schwer erkrankte, sandten seine Schwestern eine Nachricht an den Herrn. Doch Christus kam erst vier Tage nach seinem Tod nach Bethanien. Für die Menschen vor Ort schien jede Hoffnung verloren – der Tod hatte gesiegt.
Doch gerade in diesem Moment offenbarte Christus Seine göttliche Macht. Vor den Augen vieler Zeugen trat Er an das Grab und rief Lazarus heraus. Und der Verstorbene kam lebendig heraus.
Wie im Evangelium nach Johannes berichtet wird:

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt (Johannes 11,25).

Und weiter heißt es:

Lazarus, komm heraus! (Johannes 11,43).

Diese Worte sind nicht nur Teil eines Wunders der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Aufruf an jeden Menschen. Die Kirche versteht die Auferweckung des Lazarus als Zeichen dafür, dass Christus Macht über Leben und Tod hat und dass der Tod nicht das letzte Wort hat.
Der Lazarus-Samstag steht am Übergang zur Karwoche. Er verbindet die Freude über das Wunder mit der inneren Sammlung vor den kommenden Leiden Christi. Schon am nächsten Tag feiert die Kirche den Einzug des Herrn in Jerusalem – ein Ereignis, das unmittelbar zu Seinem Kreuzweg führt.
Für die Gläubigen ist dieser Tag auch eine persönliche Einladung zur Umkehr. So wie Lazarus aus dem Grab gerufen wurde, so wird jeder Mensch dazu aufgerufen, aus der geistlichen Dunkelheit herauszutreten – zu einem Leben im Glauben, in der Hoffnung und in der Gemeinschaft mit Gott.
Der Lazarus-Samstag erinnert daran, dass es für Gott keine ausweglosen Situationen gibt. Selbst dort, wo der Mensch nur Ende und Verzweiflung sieht, beginnt für Gott die Möglichkeit des neuen Lebens.
So wird dieser Tag zu einem stillen, aber kraftvollen Zeugnis: Christus ist der Sieger über den Tod – und in Ihm findet jeder Mensch Hoffnung auf ewiges Leben.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86048-lazarus-samstag-hoffnung-glaube-und-der-vorgeschmack-auf-den-sieg-ueber-den-tod</guid></item><item><title><![CDATA[Der Einzug des Herrn in Jerusalem: Ein Triumph, den das Reich nicht bemerkte]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/geschichte-und-kultur/86037-der-einzug-des-herrn-in-jerusalem-ein-triumph-den-das-reich-nicht-bemerkte</link><description><![CDATA[Ein wahrer kaiserlicher Triumph – das ist das Klirren der Waffen, Gold und der Duft der Macht. Was am Sonntag vor Ostern in Jerusalem geschah, hatte damit nichts zu tun.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 08:00:00 +0200</pubDate><category>Geschichte und Kultur</category><content:encoded><![CDATA[Geschmiedete Räder, die schwer auf das Basaltpflaster schlagen – so klang die Macht Roms stets. Der klassische Triumph des Siegers ist eine Quadriga mit schneeweißen Hengsten und ein Feldherr in purpurner Toga, dessen Gesicht dick mit Rötel bestrichen ist – in der Farbe der alten Bronzegötter. Vor der Prozession schreiten in schweren Ketten die besiegten Anführer fremder Völker, und dahinter marschieren die Legionen, die das erbeutete Gold tragen. Dichter Rauch von Opfergaben und kostbare Räucherwerke. Das war die unmissverständliche, direkte Sprache des Imperiums. Eine Sprache, in der es mit dem Rest der Welt sprach und seine unbestreitbare Herrschaft bekräftigte.
Und nun schauen wir uns die staubige Eleon-Straße an. Hier gibt es weder Gold noch Ordnung. Nur weißen Kalksteinstaub, den Geruch von Schweiß, Schafswolle und einer aufgeheizten Menge. Und Rufe, die dem wohlklingenden Gruß an einen römischen Triumphator überhaupt nicht gleichen. Über diesen Frühlingstag werden alle vier Evangelisten berichten – Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Menschen ringsum rufen: „Hosanna!“ Traditionell übersetzen Ausleger dieses Wort aus dem Altjüdischen mit „Rette uns“, gestützt auf den Text des 117. Psalms. In jenem Moment war es weniger ein feierlicher politischer Slogan als vielmehr eine verzweifelte Bitte einfacher Menschen, die von der Last des Lebens und der fremden Besatzung bis zum Äußersten erschöpft waren. Sie warteten auf einen Erlöser.
Блок - по темі (Pasternak über Gethsemane: Gott, dessen Leiden wir verschlafen haben)
Blick von der Turmspitze
Die römischen Wachen konnten diese Straße von den Mauern der düsteren Festung des Antonius aus beobachten, die schwer über den Höfen des Tempels thronte. Die Quellen haben uns keine Informationen über die Reaktion der Garnison überliefert, aber man kann mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen, dass das Gesehene sie in Alarmbereitschaft versetzte.

In den Händen der Pilger schwankten abgeschnittene Palmzweige.

Im historischen Gedächtnis der Juden war dies keineswegs ein harmloses floristisches Attribut. Es war ein potenziell mächtiges nationales Symbol der Unabhängigkeit.
Historischen Chroniken zufolge hatte das Volk einst, vor langer Zeit, auf genau dieselbe Weise – mit Palmzweigen in den Händen und Lobgesängen – Simon Makkabäus begeistert empfangen, nachdem die syrischen Eroberer aus Jerusalem vertrieben worden waren.
Eine riesige Menschenmenge, ein offensichtlicher religiöser Ausbruch, Rufe nach dem Kommen des Königs – die Legionäre waren darauf trainiert, solche Dinge zu erkennen. Für Rom roch jede Menschenansammlung mit nationalen Symbolen nach Aufstand. Doch die Unruhe führte offenbar nicht zu militärischen Aktionen. Im Zentrum dieses spontanen Volkszuges gab es nichts von dem, was das Imperium als bewaffneten Aufstand gewohnt und verstanden hätte.
Eine andere Herrschaft
Mitten in der jubelnden Prozession ritt ein Mann auf einem jungen Esel.
In der antiken und altorientalischen Tradition stand ein Kriegspferd stets für eines: Krieg. Ein Eroberer, der auf einem Kriegspferd in eine unterworfene Stadt einzog, verkündete damit seine unbesiegbare Macht und sein Recht auf Gewalt. Ein Herrscher hingegen, der auf einem friedlichen Tier zu den Menschen ritt, verkündete den Frieden. Genau das hatte der Prophet Sacharja fünf Jahrhunderte vor den beschriebenen Ereignissen vorausgesagt: „Dein König kommt zu dir, gerecht und rettend, sanftmütig, auf einer Eselin und einem jungen Esel reitend“ (Sach 9,9).

Es war eine völlig andere Art der Herrschaft. Der Erlöser zeigte, dass sein Reich nicht auf Furcht, sondern auf der Kraft der Sanftmut gründet, die sich direkt an das menschliche Herz wendet.

Der Evangelist Matthäus weist auf ein entscheidendes Detail hin: Die Jünger brachten nicht nur das Fohlen, sondern auch die nebenhergehende Eselin (Mt 21,2). Für die Heiligen Väter der Kirche war dies niemals nur eine alltägliche Begebenheit. In diesem Tierpaar sahen sie eine globale Prophezeiung über das Schicksal der Menschheit.
Der Heilige Johannes Chrysostomos und der Selige Theophylakt von Bulgarien schrieben, dass die alte, gezähmte Eselin das alttestamentarische Israel darstelle, das seit langem daran gewöhnt sei, das schwere Joch des Gesetzes zu tragen. Und der junge, noch nicht gezähmte Eseljunge stehe für die heidnischen Völker. Christus steigt gerade auf das junge Fohlen. Die wilde, widerspenstige heidnische Welt nimmt den Erlöser plötzlich freudig auf und tritt als erste in Scharen in die von ihm gegründete frühe Kirche ein. Die alte Eselin hingegen folgt einfach gehorsam hinterher. So wird sich auch das jüdische Volk nach Ansicht christlicher Ausleger bereits am Ende der Weltgeschichte Christus zuwenden und in die Fußstapfen der gläubig gewordenen Heiden treten.

Die Evangelisten fügen noch ein wichtiges Detail hinzu: Das Fohlen war jung, und, wie Lukas präzisiert, „hatte noch nie ein Mensch auf ihm gesessen“.

Nach nahöstlicher Tradition war ein Tier, das noch nie unter dem Joch gestanden hatte, entweder für sakrale Zwecke oder ausschließlich für den König bestimmt.
Hier lässt uns der Text des Evangeliums Raum für eine vorsichtige Vorstellung. Stellen wir uns die sichtbare Seite dieser Szene vor. Ein junges, völlig ungezähmtes Tier spürt zum ersten Mal das Gewicht eines Menschen auf seinem Rücken. Um es herum brüllt eine riesige Menschenmenge, unter seinen Hufen fliegen abgeschnittene Äste und Kleidungsstücke. Die normale Reaktion jedes Tieres, das nicht an den Sattel gewöhnt ist, wäre in einer solchen Situation Panik, heftige Bewegungen, der Versuch, den unbekannten Reiter abzuwerfen. Doch wir können uns vorstellen, wie der Esel diese ganze lärmende und beängstigende Strecke erstaunlich gleichmäßig und ruhig zurücklegt, als würde er sich einer unsichtbaren Kraft dessen unterwerfen, der auf ihm sitzt.
Ein Weg aus fremder Armut
Die Menschen legten ihre Himathien direkt unterwegs ab und warfen sie unter die Hufe. Keine prächtigen persischen Teppiche und keine teuren Stoffe von den reichen Basaren.
Ein Himathion ist ein schweres, grob gestricktes Obergewand eines gewöhnlichen Bauern oder Fischers. Tagsüber auf dem Weg schützte er vor dem erstickenden weißen Staub und der sengenden Sonne, und nachts diente er dem Pilger als einzige warme Decke auf dem harten Boden. Für den armen Galiläer, der von weit her zum Fest gekommen war, war dies das notwendigste, unersetzliche Stück Kleidung. Ohne ihn war er der nächtlichen Kälte schutzlos ausgeliefert.

Ohne zu zögern warfen die Menschen ihren Schutz direkt in den Straßenschlamm.

Purpurne Stoffe und Weihrauch des römischen Triumphs wurden stets aus der unerschöpflichen Staatskasse bezahlt. Der „Teppich“ für Christus war aus den Kleidern der Armen gewebt. Es war genau diese Armut, die bereit war, Gott das Letzte zu geben, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.
Eine stille Sinnwende
Als sich diese Prozession den Stadttoren näherte, geschah das, wovon der Evangelist Matthäus direkt berichtet: „Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und fragte: Wer ist das?“ (Mt 21,10–11).
Die Atmosphäre war bis zum Äußersten aufgeladen. Jerusalem schwoll während der Festtage des Pessach unglaublich an. Eine riesige Menge von Pilgern übernachtete unter freiem Himmel, die Straßen verwandelten sich in ein einziges, summendes Menschenlager. Die Stadt war in Aufruhr und verbreitete von Mund zu Mund die Nachricht von der Auferweckung des Lazarus.
Was sahen schließlich diejenigen von ihren hohen Wachtürmen aus, die dazu berufen waren, die kaiserliche Ordnung zu wahren? Schmutzige Bauernmäntel im Staub. Weinende und freudig jubelnde einfache Menschen. Keine militärischen Abzeichen, keine Formation, kein einziges gezogenes Schwert. Nur eine erschöpfte Menschenmenge und einen sanftmütigen Mann auf einem Esel.
Diese Krieger ahnten nicht einmal, dass ein König in Jerusalem einzog, dessen wahre Macht sich nicht an der Zahl der Legionen maß, sondern an der freiwilligen Bereitschaft, ans Kreuz zu gehen.
Und dieser stille Umsturz, der das Schicksal der Welt für immer veränderte, blieb für diejenigen völlig unverständlich, die es gewohnt waren, die Realität durch die metallenen Schlitze ihres Helms zu betrachten.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/geschichte-und-kultur/86037-der-einzug-des-herrn-in-jerusalem-ein-triumph-den-das-reich-nicht-bemerkte</guid></item><item><title><![CDATA[Bischofsweihe in San Francisco: Archimandrit Peter wird Bischof von Seattle]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86036-bischofsweihe-in-san-francisco-archimandrit-peter-wird-bischof-von-seattle</link><description><![CDATA[Metropolit Nikolaj weiht neuen Vikar der Westamerikanischen Diözese der russischen Auslandskirche]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am Fest der Lobpreisung der Allerheiligsten Gottesgebärerin (28. März 2026) hat Metropolit Nikolaj, Ersthierarch der russischen Auslandskirche, in der Kathedrale „Freude aller Trauernden“ in San Francisco die Göttliche Liturgie gefeiert und Archimandrit Peter (Karakozov) zum Bischof von Seattle und Vikar der Westamerikanischen Diözese geweiht. Darüber berichtete die Synode auf ihrer Webseite.An der Liturgie und Bischofsweihe nahmen unter anderem Bischof Hiob von Stuttgart von der deutschen Diözese der Russischen Auslandskirche sowie Bischof Irenei von London von der Diözese von Großbritannien und Westeuropa teil. Während der Göttlichen Liturgie wurde Archimandrit Peter gemäß der kirchlichen Ordnung zum Bischof geweiht. Nach dem Gottesdienst überreichte Metropolit Nikolaj dem neu geweihten Bischof den Bischofsstab und unterwies ihn in seinem neuen Amt. Anschließend erteilte Bischof Peter den Gläubigen erstmals seinen bischöflichen Segen.
Блок - по темі (Gemeinsame Liturgie in New York stärkte orthodoxe Verbundenheit)
In seiner Ansprache betonte Metropolit Nikolaj die große Verantwortung des bischöflichen Dienstes, besonders in schwierigen Zeiten von Konflikten und Spaltungen. Ein Bischof müsse vor allem festen Glauben, Vertrauen in Gottes Willen und geistliche Standhaftigkeit besitzen. Er verglich die Kirche mit einem Schiff, das nur sicher durch Stürme geführt werden könne, wenn der Steuermann ruhig und gläubig bleibe.Zugleich erinnerte der Ersthierarch an die bedeutenden Hierarchen und Geistlichen, die das kirchliche Leben im Raum Seattle und in der Westamerikanischen Diözese geprägt haben. Der Bischofsstab sei Zeichen der von Christus verliehenen geistlichen Autorität und erinnere an die Verantwortung, den Gläubigen den Weg zum Heil zu verkünden.Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej in Luzern die Große Fastenzeit als Zeit der Umkehr und Erneuerung beschrieb.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86036-bischofsweihe-in-san-francisco-archimandrit-peter-wird-bischof-von-seattle</guid></item><item><title><![CDATA[Georgische Kirche legt Termin für die Wahl der drei Thronkandidaten fest]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86040-georgische-kirche-legt-termin-fuer-die-wahl-der-drei-thronkandidaten-fest</link><description><![CDATA[Der Heilige Synod der Georgischen Kirche hat organisatorische Fragen geklärt und spezielle Kommissionen zur Vorbereitung der Wahl eines neuen Oberhaupts eingerichtet.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:25:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 3. April 2026 wurde bekannt, dass der Heilige Synod der Georgisch-Orthodoxen Kirche für den 24. April eine Sitzung zur Nominierung von Kandidaten für den Patriarchenthron anberaumt hat.
Блок - по темі (Patriarchat Georgiens ruft auf, Patriarchenwahl in Medien nicht zu diskutieren)
Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Georgischen Kirche, Andria Dschagmaidse, teilte Journalisten mit, dass die Hierarchen bei dem vergangenen Treffen die wichtigsten organisatorischen und verfahrenstechnischen Fragen geklärt hätten.
„Bei der Sitzung wurden die Verfahren für die nächste erweiterte Versammlung festgelegt“, erklärte Dschagmaidse. „Der Synod hat drei Kommissionen gebildet: eine Mandats-, eine Wahl- und eine Redaktionskommission. Die Wahl des Patriarchen ist kein einfacher Prozess, die Stimmen müssen korrekt ausgezählt werden, an der erweiterten Sitzung werden viele Delegierte teilnehmen, daher muss alles gut organisiert sein.“
Der Sprecher betonte, dass es bei den Vorbereitungen auf keiner Ebene irgendwelche Unklarheiten geben dürfe. Dschagmaidse präzisierte zudem, dass die erweiterte Sitzung zur Wahl des Oberhaupts in der Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit in Tiflis stattfinden werde.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der georgische Ministerpräsident über den Druck seitens bestimmter Mächte gesprochen habe.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86040-georgische-kirche-legt-termin-fuer-die-wahl-der-drei-thronkandidaten-fest</guid></item><item><title><![CDATA[Ein moldawischer Bischof berichtete vor der UNO über Druck auf die Kirche]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86039-ein-moldauischer-bischof-berichtete-vor-der-uno-ueber-druck-auf-die-kirche</link><description><![CDATA[Erzbischof Markel wies bei der UNO auf den Druck der Behörden auf die Moldawische Orthodoxe Kirche und die Gefahr der Enteignung von Kirchen hin.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:16:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 25. März 2026 trat Erzbischof Markell von Bălți und Fălești im Rahmen der Generaldebatten vor der UNO auf und berichtete über Verletzungen der Rechte der Gläubigen und Druck auf die Orthodoxe Kirche Moldawiens, wie die Webseite der Eparchie Bălți-Fălești mitteilt.
Блок - по темі (Moldawien weiß nicht, was es mit 800 zu beschlagnehmenden Kirchen tun soll)
In seiner Rede wies der Hierarch auf die Verschärfung der antikirchlichen Rhetorik seitens einer Reihe moldawischer Politiker hin. „Eine solche Rhetorik schafft eine Atmosphäre der Intoleranz und trägt zu weiteren Einschränkungen der Religionsfreiheit bei“, betonte Erzbischof Markell.
Er berichtete zudem von Fällen administrativer Verfolgung von Gläubigen unter dem Vorwurf der „passiven Wahlkorruption“ sowie von regelmäßigen Kontrollen des Klerus und der Pilger beim Überschreiten der Staatsgrenze.
Separat wies der Erzbischof auf Gerichtsverfahren hin, die zur Enteignung von etwa 800 Kirchen und Klöstern führen könnten, sowie auf Fälle von Druck auf Gemeinden mit dem Ziel, diese in die Zuständigkeit der Metropolie von Bessarabien zu überführen.
Die Stellungnahme des Erzbischofs wurde von internationalen Menschenrechtsorganisationen unterstützt, die auf Anzeichen einer systematischen Diskriminierung von Gläubigen hinwiesen und die UN-Gremien aufforderten, eine rechtliche Bewertung der Geschehnisse vorzunehmen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Moldawien Gläubige der Moldawischen Metropolie aufgrund eines Gerichtsbeschlusses nicht in die Kirche gelassen wurden.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86039-ein-moldauischer-bischof-berichtete-vor-der-uno-ueber-druck-auf-die-kirche</guid></item><item><title><![CDATA[Der Einzug des Herrn in Jerusalem: Ein Triumph, den das Reich nicht bemerkte]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86038-der-einzug-des-herrn-in-jerusalem-ein-triumph-den-das-reich-nicht-bemerkte</link><description><![CDATA[Ein wahrer kaiserlicher Triumph – das ist das Klirren der Waffen, Gold und der Duft der Macht. Was am Sonntag vor Ostern in Jerusalem geschah, hatte damit nichts zu tun.]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:15:00 +0200</pubDate><category>Mensch und Kirche</category><content:encoded><![CDATA[Geschmiedete Räder, die schwer auf das Basaltpflaster schlagen – so klang die Macht Roms stets. Der klassische Triumph des Siegers ist eine Quadriga mit schneeweißen Hengsten und ein Feldherr in purpurner Toga, dessen Gesicht dick mit Rötel bestrichen ist – in der Farbe der alten Bronzegötter. Vor der Prozession schreiten in schweren Ketten die besiegten Anführer fremder Völker, und dahinter marschieren die Legionen, die das erbeutete Gold tragen. Dichter Rauch von Opfergaben und kostbare Räucherwerke. Das war die unmissverständliche, direkte Sprache des Imperiums. Eine Sprache, in der es mit dem Rest der Welt sprach und seine unbestreitbare Herrschaft bekräftigte.
Und nun schauen wir uns die staubige Eleon-Straße an. Hier gibt es weder Gold noch Ordnung. Nur weißen Kalksteinstaub, den Geruch von Schweiß, Schafswolle und einer aufgeheizten Menge. Und Rufe, die dem wohlklingenden Gruß an einen römischen Triumphator überhaupt nicht gleichen. Über diesen Frühlingstag werden alle vier Evangelisten berichten – Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Menschen ringsum rufen: „Hosanna!“ Traditionell übersetzen Ausleger dieses Wort aus dem Altjüdischen mit „Rette uns“, gestützt auf den Text des 117. Psalms. In jenem Moment war es weniger ein feierlicher politischer Slogan als vielmehr eine verzweifelte Bitte einfacher Menschen, die von der Last des Lebens und der fremden Besatzung bis zum Äußersten erschöpft waren. Sie warteten auf einen Erlöser.
Блок - по темі (Pasternak über Gethsemane: Gott, dessen Leiden wir verschlafen haben)
Blick von der Turmspitze
Die römischen Wachen konnten diese Straße von den Mauern der düsteren Festung des Antonius aus beobachten, die schwer über den Höfen des Tempels thronte. Die Quellen haben uns keine Informationen über die Reaktion der Garnison überliefert, aber man kann mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen, dass das Gesehene sie in Alarmbereitschaft versetzte.
In den Händen der Pilger schwankten abgeschnittene Palmzweige.

Im historischen Gedächtnis der Juden war dies keineswegs ein harmloses floristisches Attribut. Es war ein potenziell mächtiges nationales Symbol der Unabhängigkeit.

Historischen Chroniken zufolge hatte das Volk einst, vor langer Zeit, auf genau dieselbe Weise – mit Palmzweigen in den Händen und Lobgesängen – Simon Makkabäus begeistert empfangen, nachdem die syrischen Eroberer aus Jerusalem vertrieben worden waren.
Eine riesige Menschenmenge, ein offensichtlicher religiöser Ausbruch, Rufe nach dem Kommen des Königs – die Legionäre waren darauf trainiert, solche Dinge zu erkennen. Für Rom roch jede Menschenansammlung mit nationalen Symbolen nach Aufstand. Doch die Unruhe führte offenbar nicht zu militärischen Aktionen. Im Zentrum dieses spontanen Volkszuges gab es nichts von dem, was das Imperium als bewaffneten Aufstand gewohnt und verstanden hätte.
Eine andere Herrschaft
Mitten in der jubelnden Prozession ritt ein Mann auf einem jungen Esel.
In der antiken und altorientalischen Tradition stand ein Kriegspferd stets für eines: Krieg. Ein Eroberer, der auf einem Kriegspferd in eine unterworfene Stadt einzog, verkündete damit seine unbesiegbare Macht und sein Recht auf Gewalt. Ein Herrscher hingegen, der auf einem friedlichen Tier zu den Menschen ritt, verkündete den Frieden. Genau das hatte der Prophet Sacharja fünf Jahrhunderte vor den beschriebenen Ereignissen vorausgesagt: „Dein König kommt zu dir, gerecht und rettend, sanftmütig, auf einer Eselin und einem jungen Esel reitend“ (Sach 9,9).

Es war eine völlig andere Art der Herrschaft. Der Erlöser zeigte, dass sein Reich nicht auf Furcht, sondern auf der Kraft der Sanftmut gründet, die sich direkt an das menschliche Herz wendet.

Der Evangelist Matthäus weist auf ein entscheidendes Detail hin: Die Jünger brachten nicht nur das Fohlen, sondern auch die nebenhergehende Eselin (Mt 21,2). Für die Heiligen Väter der Kirche war dies niemals nur eine alltägliche Begebenheit. In diesem Tierpaar sahen sie eine globale Prophezeiung über das Schicksal der Menschheit.
Der Heilige Johannes Chrysostomos und der Selige Theophylakt von Bulgarien schrieben, dass die alte, gezähmte Eselin das alttestamentarische Israel darstelle, das seit langem daran gewöhnt sei, das schwere Joch des Gesetzes zu tragen. Und der junge, noch nicht gezähmte Eseljunge stehe für die heidnischen Völker. Christus steigt gerade auf das junge Fohlen. Die wilde, widerspenstige heidnische Welt nimmt den Erlöser plötzlich freudig auf und tritt als erste in Scharen in die von ihm gegründete frühe Kirche ein. Die alte Eselin hingegen folgt einfach gehorsam hinterher. So wird sich auch das jüdische Volk nach Ansicht christlicher Ausleger bereits am Ende der Weltgeschichte Christus zuwenden und in die Fußstapfen der gläubig gewordenen Heiden treten.
Die Evangelisten fügen noch ein wichtiges Detail hinzu: Das Fohlen war jung, und, wie Lukas präzisiert, „hatte noch nie ein Mensch auf ihm gesessen“.

Nach nahöstlicher Tradition war ein Tier, das noch nie unter dem Joch gestanden hatte, entweder für sakrale Zwecke oder ausschließlich für den König bestimmt.

Hier lässt uns der Text des Evangeliums Raum für eine vorsichtige Vorstellung. Stellen wir uns die sichtbare Seite dieser Szene vor. Ein junges, völlig ungezähmtes Tier spürt zum ersten Mal das Gewicht eines Menschen auf seinem Rücken. Um es herum brüllt eine riesige Menschenmenge, unter seinen Hufen fliegen abgeschnittene Äste und Kleidungsstücke. Die normale Reaktion jedes Tieres, das nicht an den Sattel gewöhnt ist, wäre in einer solchen Situation Panik, heftige Bewegungen, der Versuch, den unbekannten Reiter abzuwerfen. Doch wir können uns vorstellen, wie der Esel diese ganze lärmende und beängstigende Strecke erstaunlich gleichmäßig und ruhig zurücklegt, als würde er sich einer unsichtbaren Kraft dessen unterwerfen, der auf ihm sitzt.
Ein Weg aus fremder Armut
Die Menschen legten ihre Himathien direkt unterwegs ab und warfen sie unter die Hufe. Keine prächtigen persischen Teppiche und keine teuren Stoffe von den reichen Basaren.
Ein Himathion ist ein schweres, grob gestricktes Obergewand eines gewöhnlichen Bauern oder Fischers. Tagsüber auf dem Weg schützte er vor dem erstickenden weißen Staub und der sengenden Sonne, und nachts diente er dem Pilger als einzige warme Decke auf dem harten Boden. Für den armen Galiläer, der von weit her zum Fest gekommen war, war dies das notwendigste, unersetzliche Stück Kleidung. Ohne ihn war er der nächtlichen Kälte schutzlos ausgeliefert.

Ohne zu zögern warfen die Menschen ihren Schutz direkt in den Straßenschlamm.

Purpurne Stoffe und Weihrauch des römischen Triumphs wurden stets aus der unerschöpflichen Staatskasse bezahlt. Der „Teppich“ für Christus war aus den Kleidern der Armen gewebt. Es war genau diese Armut, die bereit war, Gott das Letzte zu geben, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.
Eine stille Sinnwende
Als sich diese Prozession den Stadttoren näherte, geschah das, wovon der Evangelist Matthäus direkt berichtet: „Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und fragte: Wer ist das?“ (Mt 21,10–11).
Die Atmosphäre war bis zum Äußersten aufgeladen. Jerusalem schwoll während der Festtage des Pessach unglaublich an. Eine riesige Menge von Pilgern übernachtete unter freiem Himmel, die Straßen verwandelten sich in ein einziges, summendes Menschenlager. Die Stadt war in Aufruhr und verbreitete von Mund zu Mund die Nachricht von der Auferweckung des Lazarus.
Was sahen schließlich diejenigen von ihren hohen Wachtürmen aus, die dazu berufen waren, die kaiserliche Ordnung zu wahren? Schmutzige Bauernmäntel im Staub. Weinende und freudig jubelnde einfache Menschen. Keine militärischen Abzeichen, keine Formation, kein einziges gezogenes Schwert. Nur eine erschöpfte Menschenmenge und einen sanftmütigen Mann auf einem Esel.

Diese Krieger ahnten nicht einmal, dass ein König in Jerusalem einzog, dessen wahre Macht sich nicht an der Zahl der Legionen maß, sondern an der freiwilligen Bereitschaft, ans Kreuz zu gehen.

Und dieser stille Umsturz, der das Schicksal der Welt für immer veränderte, blieb für diejenigen völlig unverständlich, die es gewohnt waren, die Realität durch die metallenen Schlitze ihres Helms zu betrachten.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86038-der-einzug-des-herrn-in-jerusalem-ein-triumph-den-das-reich-nicht-bemerkte</guid></item><item><title><![CDATA[Bulgarisch-orthodoxe Kirche erwirbt Kirchenzentrum in Leipzig]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86035-bulgarisch-orthodoxe-kirche-erwirbt-kirchenzentrum-in-leipzig</link><description><![CDATA[Staatliche Mittel für Kirche und Kirchenschule in Sachsen bewilligt – geistlichen Zentrums für die in den östlichen Bundesländer]]></description><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Die Bulgarisch-Orthodoxe Diözese für West- und Mitteleuropa erhält staatliche Mittel für den Erwerb eines Kirchenzentrums für die Gemeinde „St. Barbara“ in Leipzig. Die Regierung der Republik Bulgarien stellte für das Jahr 2026 insgesamt 713.412 Euro für Investitionsausgaben bereit, mit denen eine Kirche sowie ein angrenzendes Gebäude für eine kirchliche Schule erworben werden sollen, wie das Patriarchat am. 2. April 2026 auf seiner Webseite mitteilte.Das Projekt hat nach Angaben der Diözese eine hohe geistliche, kulturelle und nationale Bedeutung. Ziel ist die Errichtung eines dauerhaften geistlichen Zentrums für die in den östlichen Bundesländern Deutschlands lebenden Bulgaren. Ein eigenes Gotteshaus soll regelmäßige Gottesdienste, Sonntagsschule sowie kulturelle und pädagogische Aktivitäten ermöglichen und zur Bewahrung der bulgarischen Identität und des orthodoxen Glaubens beitragen.
Блок - по темі („Wenn wir mit der Arbeit unserer Buße beginnen, wenn wir unsere Sünden erkennen“)
Die Gemeinde St. Barbara, die bereits ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert hat, nutzte bislang einmal wöchentlich Kirchen anderer Konfessionen. Aufgrund des wachsenden Bedarfs an regelmäßigen Gottesdiensten und Gemeindearbeit gehörte der Erwerb eines eigenen Gotteshauses zu den wichtigsten Zielen der Diözese. Die Diözesanleitung betont, dass neben den Gottesdiensten besonders die Arbeit mit Kindern Priorität habe, insbesondere durch Sonntagsschulen, kulturelle Veranstaltungen und Bildungsangebote für junge Gemeindemitglieder.Das Kirchengrundstück befindet sich in Eltertrebnitz bei Leipzig und umfasst rund 2250 Quadratmeter mit zwei Gebäuden und einem großen Hof. In der geplanten kirchlichen Schule sollen unter anderem Ferienlager für Kinder der Diözese stattfinden, in denen sie Grundlagen des orthodoxen Glaubens sowie christliche Werte und Moral kennenlernen und vertiefen können.Die Sanierung der Gebäude soll nach den geltenden Energieeffizienzstandards erfolgen und in Abstimmung mit dem Denkmalschutz durchgeführt werden, da es sich bei der Kirche um ein Kulturdenkmal handelt. Der Kauf der Immobilie wird vollständig aus Mitteln des bulgarischen Staates finanziert. Die Diözesanleitung dankte in diesem Zusammenhang dem Ministerpräsidenten und dem Ministerrat der Republik Bulgarien für die Unterstützung, die als Ausdruck der Fürsorge für die im Ausland lebenden Bulgaren und ihrer kirchlichen und kulturellen Identität gewertet wird.Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse um Unterstützung für das Projekt der Online-Seelsorge bat.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86035-bulgarisch-orthodoxe-kirche-erwirbt-kirchenzentrum-in-leipzig</guid></item><item><title><![CDATA[Es kam von Mir]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86034-es-kam-von-mir</link><description><![CDATA[Das geistliche Testament des hl. Seraphim von Wyritsa.]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 12:02:00 +0200</pubDate><category>Mensch und Kirche</category><content:encoded><![CDATA[Heute, am 3. April, begeht die orthodoxe Kirche das Gedenken an den ehrwürdigen Seraphim von Wyritsa.
Aus diesem Anlass präsentieren wir Ihnen einen von unserer Redaktion vorbereiteten Text – „Es kam von Mir“, eines der bekanntesten geistlichen Zeugnisse des Heiligen.
Es kam von Mir
Hast du jemals bedacht, dass alles, was dich betrifft, auch Mich betrifft? Denn alles, was dich betrifft, ist Mir besonders wichtig.
Du bist kostbar in Meinen Augen, von unschätzbarem Wert, und Ich liebe dich. Deshalb ist es Mir eine besondere Freude, dich zu erziehen. Wenn Versuchungen gegen dich aufkommen und der Feind wie eine Flut über dich hereinbricht, möchte Ich, dass du weißt:
Es kommt von Mir.
Ich möchte, dass du weißt, dass deine Schwäche Meine Stärke braucht und dass deine Sicherheit darin liegt, Mir zu erlauben, für dich zu kämpfen.
Befindest du dich in schwierigen Umständen, unter Menschen, die dich nicht verstehen, die nicht auf dein Wohlbefinden achten, die dich abweisen?
Das kam von Mir.
Ich bin dein Gott, der Herr der Umstände. Du bist nicht zufällig an diesem Ort gelandet; es ist genau der Ort, den Ich für dich bestimmt habe. Hast du Mich nicht gebeten, dich Demut zu lehren? Nun, sieh her: Ich habe dich genau in das richtige Umfeld geführt, in die Schule, wo diese Lektion gelehrt wird. Dein Umfeld und die Menschen, die mit dir leben, erfüllen nur Meinen Willen.
Befindest du dich in finanziellen Schwierigkeiten und hast Mühe, über die Runden zu kommen? Wisse, dass es von Mir kam. Denn Ich bin es, der für deine materiellen Bedürfnisse sorgt. Ich möchte, dass du zu Mir kommst und dich auf Mich verlässt. Meine Gaben sind unerschöpflich. Ich möchte, dass du von Meiner Treue und Meinen Verheißungen überzeugt bist. Es soll nicht über deine Not geredet werden: „Du hast dem Herrn, deinem Gott, nicht geglaubt“ (5. Mose 1,32-33).
Ob du eine Nacht der Trauer durchmachst, getrennt von deinen Liebsten – es kam von Mir. Ich, ein Mann der Schmerzen, mit Leid vertraut, habe dies zugelassen, damit du dich Mir zuwendest und ewigen Trost bei Mir findest.
Wurdest du von einem Freund, von jemandem, dem du dein Herz geöffnet hast, getäuscht? Auch dies kam von Mir. Ich habe zugelassen, dass dich diese Enttäuschung berührt, damit du erkennst, dass dein bester Freund der Herr ist. Ich möchte, dass du Mir alles bringst und mit Mir redest.
Hat dich jemand verleumdet? Überlass es Mir und halte dich mit deiner Seele enger an Mich, deine Zuflucht, um vor dem „Streit der Zungen“ bewahrt zu werden. Ich „werde deine Gerechtigkeit wie das Licht hervorbringen und dein Recht wie den hellen Mittag“ (Psalm 37,6).
Ob deine Pläne gescheitert sind, ob deine Seele niedergeschlagen und müde ist – es kam von Mir. Du hast deine Pläne geschmiedet und sie Mir zur Segnung vorgelegt. Doch Ich wünsche, dass du die Führung deines Lebens Mir überlässt. Dann wird die Verantwortung für alles bei Mir liegen, denn sie ist zu schwer für dich. Du allein kannst sie nicht tragen, da du nur ein Werkzeug, nicht aber der Handelnde bist.
Wurdest du von unerwarteten Schicksalsschlägen getroffen und hat dich die Verzweiflung ergriffen? Wisse, dass dies von Mir kam. Denn Ich wünsche, dass dein Herz und deine Seele stets vor Meinen Augen leuchten und mit Meinem Namen alle Mutlosigkeit besiegen.
Wenn du lange nichts von deinen Liebsten gehört hast und aufgrund deiner Mutlosigkeit in Verzweiflung und Klagen verfällst, wisse: Es kam von Mir. Denn mit dieser Trägheit deines Geistes prüfe Ich die Stärke deines Glaubens an die Unveränderlichkeit der Verheißung und die Kraft deines kühnen Gebets für diese Liebsten. Denn warst du es nicht, der sie dem Schutz Meiner allerreinsten Mutter anvertraute? Warst du es nicht, der einst deine Fürsorge Meiner fürsorglichen Liebe anvertraute?
Wurdest du von einer schweren Krankheit heimgesucht, sei sie vorübergehend oder unheilbar, und warst ans Bett gefesselt? Es kam von Mir. Denn Ich wünsche, dass du Mich in deinen körperlichen Gebrechen noch tiefer erkennst und nicht über diese dir auferlegte Prüfung murrst. Versuche nicht, Meine Pläne zur Errettung der Seelen zu durchschauen, sondern beuge dich vielmehr demütig Meiner Güte.
Hast du davon geträumt, eine besondere Tat für Mich zu vollbringen, und fandest dich stattdessen krank und gebrechlich im Bett wieder? Es kam von Mir. Denn sonst wärst du in deinen eigenen Angelegenheiten versunken, und Ich könnte deine Gedanken nicht auf Mich lenken. Doch Ich möchte dir die tiefsten Erkenntnisse vermitteln: dass du in Meinem Dienst stehst. Ich möchte dich lehren zu erkennen, dass du nichts bist. Einige Meiner besten Mitstreiter sind jene, die sich von aktiven Tätigkeiten zurückgezogen haben, damit sie lernen, die Waffe des unaufhörlichen Gebets zu führen.
Bist du unerwartet berufen worden, eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen? Geh und vertraue auf Mich. Ich übergebe dir diese Schwierigkeiten, denn der Herr, dein Gott, wird dich in all deinen Taten und auf all deinen Wegen segnen.
Heute lege Ich dir dieses Gefäß mit heiligem Salböl in die Hand. Gebrauche es frei, mein Kind. Jede Schwierigkeit, die sich dir bietet, jedes verletzende Wort, jedes Hindernis in deiner Arbeit, jede Offenbarung deiner Schwäche – lass es mit diesem Öl gesalbt werden: Es kam von Mir.
Bedenke, dass jedes Hindernis eine Weisung Gottes ist. Nimm dir das Wort zu Herzen, das Ich dir heute offenbart habe – es kommt von Mir. Bewahre es und erinnere dich immer daran: Jeder Schmerz wird nachlassen, wenn du lernst, Mich in allem zu erkennen. Alles wurde von Mir zur Vollkommenheit deiner Seele gesandt – es kam von Mir.
 
 ]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86034-es-kam-von-mir</guid></item><item><title><![CDATA[Kirche Griechenlands bekräftigt Position zu LGBT-Ehen nach Gerichtsurteil]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86033-kirche-griechenlands-bekraeftigt-position-zu-lgbt-ehen-nach-gerichtsurteil</link><description><![CDATA[Der Synod der Griechisch-Orthodoxen Kirche hat sich nach einem Gerichtsurteil in Griechenland erneut gegen gleichgeschlechtliche Ehen und Adoptionen ausgesprochen und damit seinen bisherigen Standpunkt bekräftigt.]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 09:11:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 1. April 2026 bekräftigte der Heilige Synod der Griechisch-Orthodoxen Kirche nach einem kürzlich ergangenen Gerichtsurteil in Griechenland die Unveränderlichkeit seiner Haltung in der Frage zu gleichgeschlechtlichen Ehen. Eine entsprechende Erklärung wurde im Anschluss an die Sitzung des Synods unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Athen, Ieronymos, abgegeben, wie Orthodoxia.info berichtet.
Die Sitzung fand im Rahmen der 169. Synodalperiode statt. Die Hierarchen befassten sich mit einer Reihe aktueller Fragen des kirchlichen Lebens und widmeten dabei der Entscheidung des griechischen Staatsrats besondere Aufmerksamkeit, der ein Gesetz für verfassungskonform erklärt hatte, das gleichgeschlechtliche Partnerschaften und deren Recht auf Adoption von Kindern zulässt.
Блок - по темі (Griechenland: Gericht bestätigte Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare)
Als Reaktion auf diese Entscheidung betonte der Synod, dass er an seiner zuvor formulierten Position festhalte, die in einem offiziellen Kommuniqué vom Januar 2024 sowie in einer besonderen Ansprache „An das Volk“ dargelegt wurde. Die kirchlichen Autoritäten bekräftigten erneut ihre Ablehnung der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als Form der Ehe.
Am Tag nach der Erklärung des Synods legte Metropolit Chrysostomos von Messina seinen Standpunkt dar. In dem Artikel „Das Modell der gleichgeschlechtlichen ‚Familie‘, Adoption und die Position der orthodoxen Kirche“ betonte er, dass familiäre Beziehungen keine „Meinung“ oder „ein Recht“ seien, sondern eine Lebensweise darstellten, die auf aufopfernder Liebe und gegenseitiger Ergänzung beruhe. Seinen Worten zufolge schafft die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ein neues Modell der „Familie“, das nicht mit der christlichen Lehre vereinbar ist.
Der Hierarch wies zudem darauf hin, dass es im Rahmen der orthodoxen Tradition unmöglich sei, das individuelle Recht auf Selbstbestimmung der sexuellen Identität als Grundlage familiärer Beziehungen anzuerkennen. Er betonte, dass die Schwächung der Rolle von Vater und Mutter bei der Erziehung der Kinder sowie die Ersetzung der traditionellen Familie durch andere Formen des Zusammenlebens nach Ansicht der Kirche zu einer Verzerrung anthropologischer und sozialer Prinzipien führen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Hierarchen der griechischen Kirche den Plan der EU zur Finanzierung von Abtreibungen kritisiert hatten.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86033-kirche-griechenlands-bekraeftigt-position-zu-lgbt-ehen-nach-gerichtsurteil</guid></item><item><title><![CDATA[US-Außenministerium untersucht Sterbehilfe für spanisches Vergewaltigungsopfer]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86032-us-aussenministerium-untersucht-sterbehilfe-fuer-spanisches-vergewaltigungsopfer</link><description><![CDATA[Die Trump-Regierung warf Madrid nach der Sterbehilfe an der 25-jährigen Noelia Castillo „systemische Versäumnisse im Bereich der Menschenrechte“ vor.]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:59:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Das US-Außenministerium hat die amerikanische Botschaft in Madrid beauftragt, eine Untersuchung der Umstände der Sterbehilfe an der 25-jährigen Noelia Castillo, einem Opfer sexueller Gewalt, einzuleiten. Laut Berichten, die an die Medien durchgesickert sind, äußerten die US-Behörden „ernsthafte Besorgnis“ darüber, wie die spanischen Strafverfolgungsbehörden die Fälle von wiederholten Übergriffen und Gruppenvergewaltigungen der jungen Frau behandelt hatten, die ihrem tragischen Tod vorausgingen.
Блок - по темі (Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe geplant)
Im Außenministerium wurde betont, dass das Verfahren durchgeführt wurde, obwohl Berichte vorlagen, wonach Noelia in ihren letzten Stunden „Zweifel geäußert“ habe, diese Signale jedoch ignoriert worden seien. „Dieser Fall gibt Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Anwendung des Sterbehilfegesetzes in Spanien, insbesondere in Fällen, die mit psychiatrischen Zuständen und nicht-terminalen Leiden zusammenhängen.“
US-Beamte brachten die Tragödie zudem mit der liberalen Migrationspolitik Spaniens in Verbindung. In den USA wird vermutet, dass die Vergewaltiger von Castillo einen Migrationshintergrund hatten, und es wurde betont, dass „die Förderung massiver und illegaler Migration eine gefährliche Bedrohung für die Rechte und Freiheiten der Bürger darstellt“.
Die Reaktion aus Madrid ließ nicht lange auf sich warten: Die spanische Gesundheitsministerin Mónica García forderte Präsident Trump auf, sich „nicht mehr in die Angelegenheiten ihres Landes einzumischen“. Ihren Worten zufolge sei Spanien ein „seriöses Land“ mit einem soliden Gesundheitssystem, in dem Sterbehilfe streng reguliert und von den Gerichten gebilligt werde.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Noelia Castillo, die seit einem Selbstmordversuch im Jahr 2022 unterhalb der Gürtellinie gelähmt ist, von dem in Spanien verabschiedeten Gesetz über das „Recht auf Sterben“ Gebrauch gemacht hat. Das Mädchen war durch die Gewalt in einer staatlichen Einrichtung tief traumatisiert. Ihr Vater führte einen 18-monatigen Rechtsstreit, um die Sterbehilfe zu verhindern, doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies seine Berufung zurück.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86032-us-aussenministerium-untersucht-sterbehilfe-fuer-spanisches-vergewaltigungsopfer</guid></item><item><title><![CDATA[LGBT-Aktivisten kritisieren Harry-Potter-Serie wegen Rowling]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86031-lgbt-aktivisten-kritisieren-harry-potter-serie-wegen-rowling</link><description><![CDATA[Trans-Aktivisten kritisierten das Projekt aufgrund von J. K. Rowlings Haltung zu Gender-Fragen.]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:49:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[LGBT-Aktivisten kritisierten die Veröffentlichung des Teasers zur neuen HBO-Verfilmung der Bücher über den jungen Zauberer. Dies berichtet LifeSiteNews.
Der amerikanische Medienkonzern hat den ersten Trailer zur Serie vorgestellt, die einen Neustart der Franchise darstellen soll. Die Ankündigung löste jedoch eine neue Welle der Kritik an der Autorin J. K. Rowling aus. Kritiker warfen der Autorin vor, Gesetze zu finanzieren, die die Rechte von Transgender-Personen einschränken, und riefen zum Boykott des Projekts auf. Zoe Rose Bryant, Journalistin und Transgender-Aktivistin, erklärte, dass die fortgesetzte Unterstützung der Franchise angeblich das Leben von Transfrauen gefährde.
Блок - по темі (Ghanas Präsident kündigte Unterzeichnung der Anti-LGBT-Gesetze an)
Gleichzeitig scheiterten die Versuche von LGBT-Aktivisten, einen Boykott der Harry-Potter-Serie zu initiieren: Der Trailer verzeichnete mehr als 277 Millionen Aufrufe.
Wie UOJ zuvor berichtete, möchte die IOK Transgender-Athleten aus den Spielen ausschließen.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86031-lgbt-aktivisten-kritisieren-harry-potter-serie-wegen-rowling</guid></item><item><title><![CDATA[Metropolit Serafim besuchte Gemeinden in Leipzig und Dresden]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86029-metropolit-serafim-besucht-gemeinden-in-leipzig-und-dresden</link><description><![CDATA[Pastoralbesuch mit Krankensalbung, Liturgie und Weihen in der Fastenzeit]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am 28. und 29. März 2026 besuchte der rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa die Gemeinden in Leipzig und Dresden und feierte mehrere Gottesdienste im Rahmen der Großen Fastenzeit. Darüber berichtete die Metropolie auf ihrer Webseite.Am Samstag, 28. März, hielt sich der Metropolit in der Pfarrei St. Georg in Leipzig auf, wo er mit mehreren Priestern die Krankensalbung sowie die Göttliche Liturgie feierte und die Gemeinde segnete. Die Leipziger Kirche wird derzeit mit Fresken ausgemalt.
Блок - по темі (Metropolit Serafim besuchte rumänisch-orthodoxe Gemeinden in Fulda und Kassel)
Am Sonntag, 29. März, besuchte Metropolit Serafim die Gemeinde Mariä Verkündigung in Dresden anlässlich des Patronatsfestes. Dort spendete er die Heilige Ölung, feierte die Göttliche Liturgie und weihte Fabian Wolters zum Lektor sowie Dr. Mihai-Ionuț Sturza zum Subdiakon. Zudem wurde Gemeindepfarrer Sebastian Schipor geehrt. An der Liturgie nahmen Gläubige verschiedener orthodoxer Kirchen teil.Nach dem Gottesdienst gestalteten Kinder der Pfarrschule ein Programm mit religiösen Liedern und Gedichten. Anschließend fand ein Gemeindefest in Zusammenarbeit mit der evangelischen Versöhnungskirche statt, die der orthodoxen Gemeinde auch ihre Kapelle für Gottesdienste zur Verfügung stellt.Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian in Ravensburg über den geistlichen Weg nach Jerusalem predigte.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86029-metropolit-serafim-besucht-gemeinden-in-leipzig-und-dresden</guid></item><item><title><![CDATA[Patriarch Daniel: Gebet, Buße und Fasten führten Maria zur Heiligkeit]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86028-patriarch-daniel-gebet-busse-und-fasten-fuehrten-maria-zur-heiligkeit</link><description><![CDATA[Rumänischer Patriarch würdigte am fünften Fastensonntag das Vorbild der heiligen Maria von Ägypten und betont die Bedeutung demütigen Dienstes]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 08:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Patriarch Daniel der Rumänisch-Orthodoxen Kirche hat am fünften Sonntag der Großen Fastenzeit (29. März 2026) die heilige Maria von Ägypten als Vorbild der Buße hervorgehoben. In seiner Predigt betonte er die Kraft von Gebet, Reue und Fasten sowie die Bedeutung von Demut und Dienst am Mitmenschen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.Während der Heiligen Liturgie in der historischen Kapelle des Heiligen Großmärtyrers Georg in der Patriarchalresidenz erinnerte Patriarch Daniel an das Leben der heiligen Maria von Ägypten. Ihr Lebensweg zeige, dass aufrichtige Reue, Gebet und Fasten einen sündigen Menschen verwandeln und zur Heiligkeit führen können. Durch die „Kreuzigung der selbstsüchtigen Leidenschaften“ habe sie die Auferstehung der Seele vom Tod der Sünde erlangt.
Блок - по темі („Die Mutter Gottes wird als lebendige Ikone der Kirche verehrt“)
Der Patriarch betonte, dass die Gnade Gottes einen Menschen, der ehrlich bereut, so sehr verändern könne, dass er bereits in diesem Leben an der Herrlichkeit des Himmelreichs teilhaben könne. Die heilige Maria von Ägypten sei deshalb ein bleibendes Vorbild der Buße für alle Gläubigen.In seiner Auslegung der Evangelienlesung über die Söhne des Zebedäus (Mk 10,35–45) warnte Patriarch Daniel zudem vor Stolz, Ehrgeiz und dem Wunsch nach Vorrang. Diese Leidenschaften könnten nur durch demütigen Dienst überwunden werden. Christus selbst sei nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben für viele hinzugeben.Abschließend betonte der Patriarch, wahre Ehre und Würde eines Menschen entstünden nicht durch Rang oder gesellschaftliche Stellung, sondern durch demütige Liebe zu Gott und durch barmherzigen Dienst am Mitmenschen.Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian in Ravensburg über den geistlichen Weg nach Jerusalem predigte.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86028-patriarch-daniel-gebet-busse-und-fasten-fuehrten-maria-zur-heiligkeit</guid></item><item><title><![CDATA[Priester Matthias Fröse bittet um Unterstützung für Online-Seelsorge]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86026-priester-matthias-froese-dankt-und-bittet-um-unterstuetzung-fuer-online-seelsorge</link><description><![CDATA[Neues YouTube-Video über die geistliche Gemeinschaft orthodoxer Christen im deutschsprachigen Raum und den Ausbau der Arbeit in Meisenheim]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 07:30:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz hat in der Außenstelle Meisenheim in einem neuen YouTube-Video über die Entwicklung seines YouTube-Kanals, die geistliche Begleitung vieler orthodoxer Christen und die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung für die weitere Arbeit gesprochen. Die Gemeinde veröffentlichte das neue Video am 31. März 2026 auf ihrem YouTube-Kanal.In seinem neuen Video wandte sich Priester Matthias Fröse direkt an die Zuschauer seines YouTube-Kanals und dankte ihnen für die große Unterstützung, die vielen Nachrichten, Kommentare und persönlichen Zeugnisse. Der Kanal sei aus einer „echten Not heraus“ entstanden, da viele orthodoxe Christen im deutschsprachigen Raum ohne regelmäßige geistliche Begleitung leben und oft weit entfernt von einer Gemeinde wohnen.
Блок - по темі (Priester Matthias Fröse: „Umkehr ist kein Moment, sondern ein langer Weg“)
Ursprünglich sei die Idee gewesen, wenigstens Predigten und geistliche Worte in deutscher Sprache zugänglich zu machen, damit sich Gläubige auf ihrem Glaubensweg nicht allein fühlen. Aus diesem kleinen Anfang sei inzwischen eine große geistliche Weggemeinschaft entstanden, die Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern verbinde.Mit dem Wachstum des Projekts sei jedoch auch der Arbeitsaufwand deutlich gestiegen, etwa durch Vorbereitung, Aufnahmen, Nachbearbeitung sowie seelsorgerliche Gespräche, die aus den Kontakten mit Zuschauern entstehen. Deshalb habe die Gemeinde Möglichkeiten eingerichtet, die Arbeit durch Spenden – einmalig oder regelmäßig – zu unterstützen, um die technische und zeitliche Grundlage für die Fortführung der geistlichen Inhalte zu sichern.Zum Abschluss betonte Priester Matthias Fröse, dass nicht das Geld das Wichtigste sei, sondern die geistliche Verbundenheit, das gemeinsame Gebet und das Bewusstsein, dass orthodoxe Christen im deutschsprachigen Raum trotz großer Entfernungen eine lebendige Gemeinschaft bilden.Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zirenberg in Limburg über falsche Erwartungen an Christus und den Weg durch Kreuz und Auferstehung predigte.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86026-priester-matthias-froese-dankt-und-bittet-um-unterstuetzung-fuer-online-seelsorge</guid></item><item><title><![CDATA[Metropolit Isaak dankte für Spenden zugunsten orthodoxer Christen im Libanon]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86030-metropolit-isaak-dankte-fuer-spenden-zugunsten-orthodoxer-christen-im-libanon</link><description><![CDATA[Schreiben an die Gemeinde des heiligen Dimitrios in Köln würdigte Solidarität und Hilfe]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 07:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Metropolit Isaak von der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa hat sich in einem Schreiben an die antiochenisch-orthodoxe Gemeinde des heiligen Dimitrios in Köln für ihre Spenden zugunsten der orthodoxen Christen im Libanon bedankt und ihre Solidarität als Zeichen gelebten Glaubens gewürdigt. Die Gemeinde veröffentlichte das Schreiben am 2. April 2026 auf ihrer Facebook-Seite.
Блок - по темі (Metropolit Isaak verurteilte pogromartige Angriffe auf Christen in Syrien)
In dem Schreiben dankt Metropolit Isaak der Gemeinde, ihrem Pfarrer sowie den Gemeindemitgliedern für ihre großzügige Unterstützung der Hilfsaktion für die vom Krieg betroffenen orthodoxen Christen im Libanon. Die Spenden seien ein starkes Zeichen christlicher Nächstenliebe und hätten den Menschen in großer Not nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Hoffnung und Zuversicht geschenkt.Der Metropolit betonte, dass mit dem bevorstehenden Palmsonntag und der beginnenden Karwoche die Verbundenheit der weltweiten Kirche besonders spürbar werde. Die Unterstützung der Gläubigen sei ein wichtiges Zeichen kirchlicher Einheit und Solidarität mit den leidenden Christen im Nahen Osten.Abschließend versicherte Metropolit Isaak, die Spender und ihre Familien in seine Gebete einzuschließen. Er bat Gott, ihre Großzügigkeit zu vergelten und sie weiterhin auf ihrem Weg zu begleiten und zu stärken, und wünschte den Gläubigen eine gesegnete Karwoche.Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej in Luzern die Große Fastenzeit als Zeit der Umkehr und Erneuerung beschrieb.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86030-metropolit-isaak-dankte-fuer-spenden-zugunsten-orthodoxer-christen-im-libanon</guid></item><item><title><![CDATA[Das zerbrochene Gefäß: Wie Judas zum Spiegel unserer geistigen Bilanz wurde]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86027-das-zerbrochene-gefaess-wie-judas-zum-spiegel-unserer-geistigen-bilanz-wurde</link><description><![CDATA[Das Argument eines Verräters klingt immer überzeugend. Wenn der Aufruf „an die Armen zu verteilen“ ertönt, stimmen die meisten von uns dem zu. Worin liegt die Tücke dieser makellosen Logik?]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 07:00:00 +0200</pubDate><category>Mensch und Kirche</category><content:encoded><![CDATA[Das Alabastergefäß wird mit einem lauten Knall zerschlagen. In dem stillen Raum, in dem die von der Reise erschöpften Menschen sitzen, klingt dieses Knacken wohl ziemlich beängstigend. Das griechische Verb σύντριβω im Text des Evangelisten Markus bedeutet genau „zerbrechen“, die zerbrechlichen Ränder abbrechen, und nicht einfach nur den Deckel vorsichtig abnehmen.
Nach dieser abrupten Bewegung wird die Geste fatalerweise unumkehrbar. Der gesamte Inhalt des Duftes wird auf einmal ausgegossen. Die Reste lassen sich nicht aufbewahren, und das leere, zerbrochene Gefäß kann niemandem mehr verkauft werden.
Der dichte, süß-würzige Duft des kostbaren Nardöls erfüllt augenblicklich das enge Haus des Simon in Bethanien. Die Jünger blicken sich verwirrt an, ohne zu wissen, wie sie auf diese Verschwendung reagieren sollen.
Блок - по темі („Unruhig ist unser Herz…“)
Die Stimme der Vernunft aus der Ecke des Raumes
Als Erster meldet sich ein Mann zu Wort, der es gewohnt ist, mit fremdem Geld zu rechnen. Judas Iskariot, der offizielle Verwalter der apostolischen Spendenkasse. Der Mann, der für die materielle Versorgung ihrer kleinen Gemeinschaft verantwortlich ist.
Das genaue Zitat lautet: „Warum verkauft man dieses Salböl nicht für dreihundert Denare und gibt das Geld den Armen?“ (Joh 12,5). Dieser Satz trifft genau ins Schwarze und rüttelt die Anwesenden wach.
Der Evangelist Johannes fügt später eine bittere Bemerkung hinzu: Judas sagte dies keineswegs, weil er sich aufrichtig um die Armen sorgte, sondern weil er ein Dieb war und die Geldkassette bei sich trug. Doch in diesem Moment, in diesem Raum, bleiben seine wahren Motive vor den anderen verborgen.
Die Falle, in die wir alle tappen
Judas übertrieb das Ausmaß des finanziellen Verlusts keineswegs. Vor seinen Augen war gerade ein ganzes Vermögen auf das Haar und die staubigen Füße des Meisters verschüttet worden – ein Vermögen, von dem eine Familie mehrere Jahre lang ohne Not hätte leben können.
Das Seltsamste und Beängstigendste an dieser Szene ist, dass der Schatzmeister einfach den Gedanken laut aussprach, der vielen durch den Kopf ging.
Derselbe Vorfall findet sich auch bei Matthäus, der direkt schreibt: „Als die Jünger das sahen, empörten sie sich“ (Mt 26,8).
Judas’ Logik erschien den anderen Aposteln völlig verständlich und richtig. Und darin liegt eine unglaublich vertraute innere Falle, in die wir fast täglich tappen. Auch wir denken oft, dass eine nützliche Handlung immer wichtiger ist als eine schöne, aber vergebliche Geste.
Es ist, als stünden wir in demselben engen Raum und nickten dem Schatzmeister gedanklich zu. Ist es nicht logischer, die Menge der Hungrigen zu speisen, anstatt einen märchenhaften Schatz zu verschütten?
Die Buchhaltung des Verrats
Die Apostel sahen mit eigenen Augen große Wunder, nahmen jedes Wort der Bergpredigt in sich auf, doch ihr Bezugssystem war immer noch auf irdische Mathematik ausgerichtet. Die erhabene Geste der Frau hielten sie aufrichtig für unüberlegt.
Judas empörte sich aufrichtig über die Verschwendung von dreihundert Denaren. Doch nur wenige Tage später wird derselbe Mann in die Dunkelheit der Nacht gehen und seinen Meister kaltblütig an die Hohepriester verraten. Die Summe dieses Geschäfts ist der ganzen Welt bekannt – dreißig Silberstücke.
Historisch gesehen handelt es sich um tirische Stater oder Schekel. Umgerechnet in die damalige römische Währung entspricht dies etwa 120 Denaren. Das entspricht dem Lohn für etwa vier Monate harter Arbeit. Das ist also zweieinhalb Mal weniger, als jene Weihrauchdosen kosteten, um die Judas so schmerzlich trauerte.
Der Preis für beschädigtes Eigentum
Im Buch Exodus sind dreißig Silberstücke eine festgelegte, im strengen Gesetz vorgeschriebene Entschädigung für einen Sklaven, der versehentlich von einem fremden Stier zu Tode getrampelt wurde.
Das ist ein ziemlich erniedrigender Preis, den man laut Gesetz nicht für einen lebenden Menschen zahlt, sondern als Entschädigung für den Verlust fremden Eigentums. Es stellt sich also heraus, dass Judas das Leben des Meisters sogar billiger einschätzte als das auf ihn vergossene Parfüm.
Das war keine Impulsivität eines Verrückten. Es war die kalte, konsequente Logik eines Menschen, in dessen Kopf für immer eine Waage eingebaut war. Eines Menschen, der es gewohnt war, alles zu kontrollieren und zu messen.
Genau deshalb liest die Kirche diesen Evangeliumstext in der Karwoche, am Mittwoch vor Ostern. An diesem Tag erinnern sich die Gläubigen daran, wie die aufrichtige Reue der Frau, die alles hingab, auf die Berechnung des Jüngers traf, der den Verrat vorbereitete, und dieser Gegensatz gibt den Ton für alle letzten Tage vor der Kreuzigung an. Der Gottesdiensttext stellt zwei Pole der menschlichen Seele in scharfem Kontrast zueinander. Die Sünderin gibt ihr gesamtes Vermögen für Christus aus und erlangt ewige Vergebung. Der auserwählte Jünger hingegen feilscht um ein paar Pfennige und verliert für immer sein eigenes Leben.
Die Lehre der Fastenzeit
Metropolit Antonius von Surozh sah in dieser Begebenheit die treffendste spirituelle Erkenntnis. „Judas war ein praktischer Mensch; er konnte rechnen, er wusste, was etwas wert war. Und als er sah, dass die Frau das Alabastergefäß zerschlug … stieg in seiner Seele ein Sturm der Empörung auf“, sagte der Metropolit in seiner Predigt am Gründonnerstag. Keine gewöhnliche Eifersucht – sondern eben die gerechte, haushälterische Empörung eines Menschen, der es gewohnt war, Geld zu zählen.
Metropolit Antonius formulierte dieses tiefgreifende Problem mit einer für uns unbequemen Offenheit: „Denken wir nicht ständig so? Sagen wir nicht: ‚Wozu diese Zeitverschwendung? Wozu dieser Gottesdienst, der stundenlang dauert?‘“
Gerechter Zorn statt Liebe
„Wozu so viel Kraft für Gott aufwenden, wenn man sie den Menschen widmen könnte?“, stellt der Prediger die rhetorische Frage.
Wir vergessen eine einfache, aber schreckliche Tatsache: Wenn wir Gott nicht das Beste geben, ohne Rückhalt, dann können wir den Menschen nur etwas sehr Armseliges anbieten.
Uns selbst, und nichts weiter. Unser eigenes „Ich“ ist aber zu unbedeutend, um jemanden zu retten.
König David sprach einst große Worte: „Ich will meinem Gott, dem Herrn, kein Opfer darbringen, das umsonst genommen wurde“ (2 Sam 24,24). Ein Opfer, das dich nichts kostet, das sorgfältig kalkuliert und gespart wurde, hört einfach auf, ein Opfer zu sein.
Ein Mensch, der nicht fähig ist, Gott etwas unüberlegt und ohne jede Berechnung zu geben, erweist sich letztendlich als unfähig, seinen Nächsten wirklich zu lieben. Strenge soziale Wohltätigkeit ohne das Streben nach dem Himmel verwandelt uns stets in einen Judas, der virtuelle Tausende an die Armen verteilt.
Die Verschwendung einer wahren Gabe
Äußerlich sieht es aus wie edle Fürsorge für die Bedürftigen. Doch bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wird ein solch berechnender Verstand den Meister leicht für ein Drittel des tatsächlichen Preises verkaufen.
„Die Liebe rechnet nicht, die Liebe sucht nicht das Ihre, die Liebe wägt nichts ab, sie gibt nur, und darin liegt ihre Freude und darin ihre Fülle“, fährt Metropolit Antonius fort.
Die Frau in Bethanien kannte vielleicht nicht einmal den genauen Marktwert ihres Alabasters. Und wenn sie ihn kannte, dann zerschlug sie die zerbrechlichen Alabasterkrüge gerade deshalb mit aller Kraft. Um sich keinen Rückzugsweg offen zu lassen.
Die Evangelisten interessieren sich überhaupt nicht dafür, woher sie diesen kolossalen Reichtum hatte. Ob sie ihn über lange Jahrzehnte hinweg angesammelt hatte, von ihren Eltern geerbt hatte oder als Mitgift für eine nie stattgefundene Hochzeit aufbewahrte.
Was nach uns bleibt
Wenn Christus die Worte spricht: „Wo immer dieses Evangelium in der ganzen Welt verkündet wird, wird man zu ihrem Gedächtnis und zu dem, was sie getan hat, davon erzählen“, beendet er für immer die Debatte über menschlichen Nutzen und Effizienz.
Das ist seine direkte Antwort auf jede Rhetorik des kalten Kalküls.
Im Gedächtnis der Jahrhunderte bleiben nicht perfekt aufgestellte Finanzbilanzen, nicht gesparte Münzen und keine klugen Investitionen in soziale Projekte.
Es bleibt nur das zerbrochene Alabastergefäß und der intensive Duft des Salböls. Es bleibt die wahre Liebe, die keine Angst hatte, in den Augen der anständigen Gesellschaft als töricht, unangebracht und irrational zu erscheinen.
Eine persönliche Gewissensprüfung
Judas hatte es nicht geschafft, seine ehrlich verdienten dreißig Silberstücke weder für die Armen noch für sich selbst auszugeben. In tiefer Verzweiflung warf er sie auf den kalten Steinboden des Tempels und verschwand für immer in der Dunkelheit der Nacht.
Und wir, die wir diese Zeilen heute lesen, befinden uns gewissermaßen immer noch in jenem engen Raum in Bethanien. Der süße Duft des kostbaren Nardöls hängt noch immer in der stickigen Luft.
Die Frau, die alles gegeben hat, was sie besaß, ist bereits leise zur Tür hinausgegangen. Der Schatzmeister hat die imaginären Verluste bereits im Kopf berechnet und seine verhängnisvolle Entscheidung getroffen. Nun sind wir an der Reihe.
Sind wir bereit, unser eigenes Gefäß zu zerbrechen und das Wertvollste zu geben, oder werden wir die Liebe sorgfältig auf der Waage abwägen und leise Rechtfertigungen für unseren Kompromiss vorbereiten?]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/mensch-und-kirche/86027-das-zerbrochene-gefaess-wie-judas-zum-spiegel-unserer-geistigen-bilanz-wurde</guid></item><item><title><![CDATA[Bischof Andrej in Luzern: Große Fastenzeit als Zeit der Umkehr und Erneuerung]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86025-bischof-andrej-in-luzern-grosse-fastenzeit-als-zeit-der-umkehr-und-erneuerung</link><description><![CDATA[Kanonischer Besuch in der Gemeinde Mariä Geburt am fünften Sonntag der Großen Fastenzeit]]></description><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 06:00:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Am fünften Sonntag der Großen Fastenzeit (29. März 2026) besuchte Bischof Andrej (Ćilerdžić), Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche für die Schweiz, Italien und Malta, die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde Mariä Geburt in Luzern und feierte dort die Heilige Bischofsliturgie. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.
Блок - по темі (Bischof Andrej: „Kirche soll Ort der Begegnung sein“)
Zahlreiche Gläubige versammelten sich, um gemeinsam mit ihrem Bischof die Liturgie zu begehen. Mit Bischof Andrej konzelebrierten Erzpriester Dragan Stanojević, Erzpriester Aleksandar Resimić sowie Diakon Vladimir Mihajlović aus Zürich. Der Kirchenchor gestaltete den Gottesdienst musikalisch und trug zur feierlichen und geistlichen Atmosphäre bei.In seiner Predigt sprach Bischof Andrej über die Bedeutung der fünften Woche der Großen Fastenzeit, die der heiligen Maria von Ägypten gewidmet ist. Sie sei ein Vorbild der tiefen Buße, der inneren Umkehr und der geistlichen Erneuerung. Der Bischof betonte, dass die Fastenzeit nicht nur Verzicht bedeute, sondern vor allem eine Zeit des Gebets, der Vergebung und der Nächstenliebe sei, damit die Gläubigen das Fest der Auferstehung Christi würdig empfangen können.Nach der Heiligen Liturgie fand ein gemeinsames festliches Mittagessen statt, bei dem Geistliche und Gläubige die brüderliche Gemeinschaft pflegten. Der kanonische Besuch des Bischofs wurde von der Gemeinde als bedeutendes geistliches Ereignis erlebt und stärkte die Einheit und die Verbundenheit der Gläubigen mit ihrer Kirche.Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian in Ravensburg über den geistlichen Weg nach Jerusalem predigte.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86025-bischof-andrej-in-luzern-grosse-fastenzeit-als-zeit-der-umkehr-und-erneuerung</guid></item><item><title><![CDATA[Kinder- und Jugendferienlager der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Wien]]></title><link>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86024-kinder-und-jugendferienlager-der-rumaenisch-orthodoxen-gemeinde-in-wien</link><description><![CDATA[Bildungswochenende zur Persönlichkeitsentwicklung und Teambildung]]></description><pubDate>Thu, 02 Apr 2026 20:48:00 +0200</pubDate><category>Nachrichten</category><content:encoded><![CDATA[Ende März hat die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „Heiliger Stephan der Große“ in Wien ein Kinder- und Jugendferienlager mit Bildungs- und Freizeitprogramm organisiert. Die Veranstaltung fand vom 28. bis 29. März 2026 im Pfarrsaal statt und wurde im Rahmen einer internationalen Bildungspartnerschaft durchgeführt, wie die Metropolie auf ihrer Webseite berichtete.Das Programm war altersgerecht gestaltet und kombinierte Teamspiele, Workshops und kreative Aktivitäten. Ziel war es, Persönlichkeitsentwicklung, Zusammenarbeit und aktive Teilnahme am Gemeindeleben zu fördern. Die Jugendlichen nahmen unter anderem an Gruppenübungen, Wissensspielen und kreativen Projekten teil. Ein besonderer Programmpunkt war die Simulation „Das Reich der Löwen“, bei der Kommunikations-, Argumentations- und Problemlösungsfähigkeiten trainiert wurden.
Блок - по темі (Wien: Einziger Christ in der Schulklasse wird "Schwein" genannt)
Für die jüngeren Kinder wurden parallel Workshops zu Themen wie Gesundheit, Freundschaft und Respekt sowie künstlerische Aktivitäten angeboten. Am zweiten Tag standen weitere Gruppenübungen und Kommunikationsspiele im Mittelpunkt, die Teamarbeit und Entscheidungsfindung fördern sollten. Begleitendes Feedback und die Betreuung durch Trainer und Pädagogen sorgten für einen strukturierten Ablauf.Die rumänische Gemeinde in Wien betonte mit der Veranstaltung ihr Engagement in der außerschulischen Bildungsarbeit und in der Förderung der jungen Generation. Dank wurde den beteiligten Pädagogen und Koordinatorinnen sowie den Eltern und Helfern ausgesprochen. Das Wochenende endete mit einem positiven Ausblick und der Motivation der Teilnehmenden für weitere Bildungsprojekte.Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian in Ravensburg über den geistlichen Weg nach Jerusalem predigte.]]></content:encoded><guid>https://orthodoxnews.de/de/nachrichten/86024-kinder-und-jugendferienlager-der-rumaenisch-orthodoxen-gemeinde-in-wien</guid></item></channel></rss>