US-Bischöfe riefen zum Gebet für den Schutz ungeborenen Lebens auf
Mit einer landesweiten Initiative wollen die katholischen Bischöfe gegen die zunehmende Verbreitung der Abtreibungspille mobilisieren.
Die katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten haben die Gläubigen zu verstärktem Gebet und zu aktivem Einsatz für den Schutz ungeborenen Lebens aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung äußerten Erzbischof Paul S. Coakley und Bischof Daniel E. Thomas ihre Besorgnis über den zunehmenden Einsatz der Abtreibungspille Mifepriston sowie über die anhaltend hohe Zahl der Schwangerschaftsabbrüche. Darüber berichtete Vatican News.
Nach Auffassung der Bischöfe führt der erleichterte Zugang zum Medikament nicht nur zu mehr Abtreibungen, sondern birgt auch gesundheitliche Risiken für Frauen. Kritisch sehen sie insbesondere die Möglichkeit, Mifepriston per Telemedizin verschreiben und über Apotheken oder per Post beziehen zu können. Dadurch würden ihrer Ansicht nach Schutzgesetze einzelner Bundesstaaten umgangen und Frauen könnten ohne ausreichende medizinische Begleitung oder unter äußerem Druck einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.
Die US-Bischofskonferenz ruft die Katholiken deshalb bis zum Ende des „Respect Life Month“ im Oktober zum Gebet und zum konkreten Handeln auf. Die Gläubigen werden eingeladen, die Fürsprache des heiligen Josef, des „Verteidigers des Lebens“, zu bitten und sich mit Schreiben an Apotheken und Pharmaunternehmen zu wenden, um gegen den Vertrieb von Abtreibungspillen einzusetzen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die tallinischen Behörden der Kirche eine orthodoxe Kathedrale entziehen möchten.