Metropolit Serafim: „Kein Christus ohne Kreuz und kein Kreuz ohne Christus“

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Metropolit Serafim predigte in Nürnberg zum Fest der Kreuzerhöhung. Foto: Screenshot YouTube Metropolit Serafim predigte in Nürnberg zum Fest der Kreuzerhöhung. Foto: Screenshot YouTube

Predigt zum Fest der Kreuzerhöhung am Sitz der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie in Nürnberg.

Der rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa hat am 14. September 2026 am Sitz der Metropolie in Nürnberg zum Fest der Kreuzerhöhung gepredigt. Im Mittelpunkt seiner Ansprache standen die Bedeutung des Kreuzes, die persönliche Erfahrung des Glaubens und der christliche Umgang mit Leid, Krankheit und anderen Schwierigkeiten des Lebens. Die Metropolie veröffentlichte dazu ein Video.

Metropolit Serafim erinnerte zunächst an die historische Überlieferung des Festes: Im Jahr 335 sei das Kreuz, an dem Jesus Christus auf Golgota gekreuzigt wurde, aufgefunden und in die neu errichtete Kirche der Auferstehung in Jerusalem gebracht worden. Später sei es nach Persien verschleppt und im Jahr 638 nach Jerusalem zurückgebracht und erneut feierlich erhoben worden. Die Verehrung des Kreuzes sei untrennbar mit Christus verbunden: „Es gibt kein Christus ohne Kreuz und kein Kreuz ohne Christus.“

Der Metropolit betonte, Christus habe das Kreuz freiwillig aus Liebe zu den Menschen auf sich genommen. Durch seinen Tod habe er die Sünden der Menschheit auf sich genommen und durch seine Auferstehung Sünde und Tod überwunden. Auch Christen seien aufgerufen, das Kreuz in ihrem eigenen Leben anzunehmen. Dazu gehörten nach seinen Worten Sorgen, Versuchungen, Krankheiten und andere Leiden. Wer diese mit Glauben, Gebet und Geduld trage, könne erfahren, dass Gott das Leid „verwandelt“ und dem Menschen Kraft gebe, es zu tragen.

Mit Bezug auf den heiligen Maxim Bekenner und den heiligen Markus den Asketen stellte Metropolit Serafim außerdem einen Zusammenhang zwischen dem Kreuz, dem Gebet und der Gotteserkenntnis her. Ein wahrer Theologe sei nicht allein jemand, der über Gott aus Büchern spreche, sondern jemand, der Gott aus eigener geistlicher Erfahrung kenne. „Theologe ist der, der betet“, zitierte er den heiligen Markus den Asketen. Abschließend rief der Metropolit dazu auf, das Kreuz mit Glauben und Ehrfurcht zu verehren, regelmäßig zu beten, zu fasten und an den heiligen Sakramenten teilzunehmen. Wer die Lasten des Lebens geduldig im Glauben trage, dürfe auf das ewige Leben hoffen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue Ausgabe der orthodoxen Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.

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