Albanischer Erzbischof forderte Christen zu vorbildlichem Friedensstreben auf
Erzbischof Ioannis erklärte beim Europäischen Regionalforum „Religionen für den Frieden“, dass Gläubige nicht nur zum Frieden aufrufen, sondern auch selbst ein Beispiel für Respekt und Versöhnung geben müssten.
Am 21. Juli 2026 trat Erzbischof Ioannis von Tirana, Durrës und ganz Albanien beim Europäischen Regionalforum »Religionen für den Frieden in Europa« auf und rief die Vertreter der Religionsgemeinschaften dazu auf, als Erste der Gesellschaft ein Beispiel friedlichen Zusammenlebens zu geben, meldet UOJ in Albanien.
»Es genügt nicht, einfach zum Frieden aufzurufen. Wir sind die Ersten, die berufen sind, ein Beispiel des Friedens zu geben«, erklärte der Vorsteher der Albanischen Orthodoxen Kirche. Seinen Worten zufolge müssen die Worte, die Entscheidungen und die Haltung der Gläubigen gegenüber Menschen, die anders sind als sie, Zeugnis ablegen, dass der Glaube fähig ist, Menschen von Angst und Vorurteilen zu befreien.
Erzbischof Ioannis nannte das Streben des Menschen zu Gott ein tiefes geistliches Bedürfnis. »Die Suche nach Gott darf niemals zur Ursache von Konflikten, Hass oder Gewalt werden. Der Name Gottes darf nicht dazu benutzt werden, einen Menschen zu erniedrigen«, unterstrich er. Der Glaube, so fügte der Erzbischof hinzu, könne nicht als Mittel der Ausgrenzung, des Fanatismus oder der Herrschaft über andere dienen.
Der Vorsteher merkte an, dass der echte interreligiöse Dialog von den Gläubigen nicht verlange, auf ihre Überzeugungen zu verzichten oder theologische Meinungsverschiedenheiten zu verschweigen. »Wir können nicht übereinstimmen, ohne einander zu hassen. Wir können von unserem Glauben Zeugnis ablegen, ohne zu beleidigen. Wir können zusammenarbeiten, ohne unsere Traditionen zu vermischen«, sagte er.
Nach den Worten von Erzbischof Ioannis bedeutet Frieden nicht nur die Abwesenheit bewaffneter Konflikte. »Er ist ein täglicher Akt der Gerechtigkeit, des gegenseitigen Vertrauens und der Versöhnung«, erklärte er. Der Vorsteher rief die Religionsgemeinschaften dazu auf, die Würde jedes Menschen zu verteidigen, den Betroffenen zu helfen und nicht zuzulassen, dass die Handlungen eines einzelnen Menschen zur Ursache von Beschuldigungen gegen ein ganzes Volk oder eine religiöse Gemeinschaft würden.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Bulgarische Kirche die UOK vor Gericht gegen den ukrainischen Staat unterstützt hatte.