„Das leuchtende Gewand reiner Seele ist gnädige Gegenwart Gottes im Menschen“

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Patriarch Daniel nahm am 6. September 2026 an der Göttlichen Liturgie in der historischen Kapelle der Patriarchalischen Residenz in Bukarest teil. Archivfoto: Ziarul Lumina Patriarch Daniel nahm am 6. September 2026 an der Göttlichen Liturgie in der historischen Kapelle der Patriarchalischen Residenz in Bukarest teil. Archivfoto: Ziarul Lumina

Patriarch Daniel von Rumänien hat am Sonntag das Gleichnis von der Hochzeit des Königssohnes ausgelegt.

Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am 6. September 2026 in der Kapelle des heiligen Georg der Patriarchalischen Residenz das Evangelium vom 14. Sonntag nach Pfingsten und das Gleichnis von der Hochzeit des Königssohnes ausgelegt. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Der Patriarch bezeichnete das Gleichnis als „mystisches und prophetisches Gleichnis“, das vom Geheimnis der Erlösung durch Christus, vom Wesen der Kirche und vom christlichen Leben handle. Der König sei Gott der Vater, der Sohn des Königs Jesus Christus, während die Hochzeit die Erlösung und das Leben im Reich Gottes symbolisiere.

Die Kirche sei die Braut, erklärte Patriarch Daniel. Alle Menschen seien zur Erlösung berufen, doch entscheidend sei die persönliche Antwort auf Gottes Ruf. „Alle Menschen sind in Jesus Christus zu seiner Hochzeit im Himmel berufen, zum Heil, das heißt zum Glück der Liebesgemeinschaft und des ewigen Lebens, aber nur diejenigen werden auserwählt, die auf Gottes Ruf durch Glauben, Gebet, ein reines Leben und gute Werke antworten.“

Die Einladung zur Hochzeit gelte auch den Völkern außerhalb Israels. „Auch die heidnischen Völker wurden zur Erlösung berufen, denn die Liebe des himmlischen Königs ist allumfassend und erstreckt sich auf die gesamte Menschheit“, betonte der Patriarch in seiner Predigt.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Patriarch Daniel dem Hochzeitsgewand aus dem Gleichnis. Dieses stehe für die Gnade Christi, die der Mensch in der Taufe empfange. „Das leuchtende Gewand der gläubigen und reinen Seele ist die gnädige Gegenwart Gottes im Menschen“, sagte er.

Das bei der Taufe empfangene Gewand des Lichtes müsse jedoch im christlichen Leben bewahrt und erneuert werden. Dies geschehe durch Gebet, Beichte und Werke der Barmherzigkeit. Die Beichte bezeichnete der Patriarch dabei als eine „Taufe der Tränen“.

Abschließend erinnerte Patriarch Daniel daran, dass der Ruf Gottes zur Erlösung mit der Freiheit des Menschen verbunden sei: „Nehmen wir den Ruf an oder lehnen wir ihn ab? Kleiden wir unsere Seelen in das neue Gewand der heiligmachenden Gnade und des reinen Lebens oder tragen wir das alte Gewand der Sünden?“

Zum Beginn des neuen Schuljahres wünschte der Patriarch den Schülern, ihren Eltern sowie Lehrern und Professoren Gottes Hilfe und das Bewusstsein, von Christus, der Kirche, der Familie und der Gesellschaft geliebt zu sein.

Die UOJ berichtete zuvor, dass sich orthodoxe Christen am „Marsch für das Leben“ in London beteiligten.

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