Bulgarische Kirche unterstützte die UOK vor Gericht gegen den ukrainischen Staat
Patriarch Daniel und Metropoliten der Bulgarischen Orthodoxen Kirche wandten sich mit Schreiben an das Kiewer Berufungsgericht und die Metropolie Kiew, um die kanonische Kirche in der Ukraine zu unterstützen.
Am 22. Juli 2026 gingen beim Sechsten Appellationsverwaltungsgericht Kiew und bei der Kiewer Metropolie der UOK Schreiben von Patriarch Daniil von Bulgarien und den Metropoliten der Bulgarischen Orthodoxen Kirche ein, teilte der Anwalt der UOK, Erzpriester Nikita Tschekman, mit. Darüber berichtete die ukrainische Redaktion der UOJ.
Die Schreiben wurden im Zusammenhang mit der Verhandlung der Klage des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit auf die Liquidation der Kiewer Metropolie gerichtet. Der Inhalt der Briefe der bulgarischen Hierarchen wurde bislang nicht veröffentlicht.
Nikita Tschekman veröffentlichte zudem einen Link zur Online-Übertragung der Gerichtssitzung.
Die Verhandlung des Falls kann auf dem offiziellen Portal der Gerichtsgewalt der Ukraine verfolgt werden.
UOJ hatte zuvor berichtet, dass das Gerichtsverfahren seit September 2025 anhält, seitdem der Staatliche Dienst für Ethnopolitik die Liquidation der Kiewer Metropolie der UOK gerichtlich forderte. Vertreter der Kirche reichten eine Widerklage ein mit dem Antrag, die Handlungen des Leiters des Staatlichen Dienstes für rechtswidrig zu erklären und die Anordnung zur Bestätigung des religionswissenschaftlichen Gutachtens über das Statut der UOK aufzuheben.
Im Mai 2026 gab das Kassationsverwaltungsgericht der Appellationsbeschwerde der Metropolie statt und hob den Beschluss über die Trennung der Forderungen der Widerklage auf. Zuvor hatte die Appellationsinstanz das Gutachten des Staatlichen Dienstes für Ethnopolitik als „fehlerhaft“ und rechtlich untauglich anerkannt.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Porfirije an einem neuen Dokumentarfilm über den heiligen Sava mitgewirkt hatte.