Patriarch Daniel reflektierte zum Jahreswechsel über Zeit und Ewigkeit

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Patriarch Daniel bei der Jahresendbetrachtung in der Patriarchalkathedrale von Bukarest. Foto: Patriarchat Patriarch Daniel bei der Jahresendbetrachtung in der Patriarchalkathedrale von Bukarest. Foto: Patriarchat

Betrachtung in der Patriarchalkathedrale zur Theologie des heiligen Dumitru Stăniloae und zur Heiligung der Zeit im kirchlichen Leben

Zum Jahreswechsel hielt der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel in der Patriarchalkathedrale von Bukarest eine theologische Betrachtung über das Verhältnis von Zeit und Ewigkeit im Denken des heiligen Bekenners Dumitru Stăniloae. Im Mittelpunkt standen am 31. Dezember 2025 die geistliche Bedeutung der Zeit, ihre Heiligung durch das kirchliche Leben sowie die Berufung des Menschen zur Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Daniel betonte zunächst, dass die Zeit die Existenzweise des Geschöpfes sei, während die Ewigkeit die Existenzweise Gottes kennzeichne. In Anlehnung an den heiligen Augustinus erläuterte er, dass Gott die Welt nicht in der Zeit, sondern mit der Zeit erschaffen habe. Zeit sei daher allen geschaffenen und historischen Wirklichkeiten eigen und führe den Menschen unaufhaltsam auf das Reich Gottes hin, was besonders am Jahresende zur Besinnung aufrufe.

In diesem Zusammenhang zitierte der Patriarch den heiligen Dumitru Stăniloae, der die Ewigkeit nicht als endlose Zeit, sondern als jene Dimension verstand, für die sich die Zeit öffnen kann. Die eigentliche Vollendung der Zeit liege nicht in ihrem Ende, sondern im Pleroma, im Himmelreich. Zeit sei Ausdruck der liebenden Initiative Gottes und zugleich der Raum, in dem der Mensch frei auf den Ruf der göttlichen Liebe antworten könne.

Als zweite zentrale Lehre hob Patriarch Daniel die Heiligung der Zeit durch Gebet, Eucharistie und die Feste der Kirche hervor. Besonders das Gebet, so Stăniloae, lasse den Menschen in die Tiefe des göttlichen Geheimnisses eintauchen. Die Heilige Eucharistie bezeichnete der Patriarch als das Herz des kirchlichen Lebens und als „Labor der Auferstehung“, in dem Gemeinschaft, Hoffnung und die Verheißung des ewigen Lebens erfahrbar würden.

Abschließend verwies Patriarch Daniel auf die Berufung des Menschen zu einer beständigen persönlichen Liturgie, die sich in der Liebe zum Nächsten und im Leben der Familie verwirkliche.

In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass das Jahr 2026 von der Heiligen Synode der Rumänisch-Orthodoxen Kirche zum Jahr der Ehrung der Seelsorge an der christlichen Familie sowie zum Gedenkjahr der heiligen Frauen des Kalenders erklärt wurde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass im neuen Baptisterium des orthodoxen Kirchenzentrums München eine erste Taufe stattfand.

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