Jugendlicher aus Hamm plante offenbar IS-Brandanschlag auf christliche Gemeinde
Der 16-Jährige soll das Apostolic International Centre ausgekundschaftet und bereits den Umgang mit Brandmitteln getestet haben, bevor er festgenommen wurde.
Ein 16-jähriger Schüler aus Hamm soll einen Brandanschlag auf eine christliche Gemeinde geplant haben. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf besteht gegen den Jugendlichen der dringende Verdacht, eine terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Als mögliches Anschlagsziel soll das Apostolic International Centre in Hamm ausgekundschaftet worden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat im Namen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) verübt werden sollte. Darüber berichtete Bild.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll sich der Jugendliche bereits seit 2023 islamistisch radikalisiert haben und Kontakt zu einer dem IS nahestehenden Person unterhalten haben. Ursprünglich hatte er geplant, in ein vom IS kontrolliertes Gebiet auszureisen. Stattdessen soll er dazu verleitet worden sein, einen Anschlag in Deutschland zu verüben. Die Ermittler gehen außerdem davon aus, dass der Beschuldigte den Umgang mit Brandmitteln bereits erprobt hatte.
Die Festnahme erfolgte bereits Anfang April. Inzwischen wurde der Jugendliche aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung aus der Untersuchungshaft in die Jugendforensik verlegt. Ob er strafrechtlich voll verantwortlich gemacht werden kann, ist derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der Fall reiht sich in mehrere jüngste Terrorverfahren gegen Jugendliche mit mutmaßlichen Verbindungen zum „Islamischen Staat“ ein.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein Patronatsfest sowie das 125-jährige Jubiläum der Kirche in Bad Kissingen gefeiert wurden.