Polizei nahm Jugendlichen nach schwerer Kirchenverwüstung in Eppingen fest
Der Tatverdächtige beschädigte den Altar, die Osterkerze und weitere liturgische Gegenstände und hatte versucht, Kirchenbänke anzuzünden.
Nach den schweren Verwüstungen in der katholischen Stadtkirche „Unsere Liebe Frau“ in Eppingen hat die Polizei einen tatverdächtigen Jugendlichen ermittelt. Nach Angaben der Ermittler beschädigte er unter anderem den Altar, die Osterkerze sowie weitere liturgische Gegenstände. Außerdem soll er versucht haben, Kirchenbänke in Brand zu setzen. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen fünfstelligen Betrag. Darüber berichtete SWR.
Pfarrer Tobias Streit zeigte sich tief betroffen und betonte, dass der Vorfall keinesfalls als harmloser Streich zu werten sei. Wäre das Feuer auf das Gebäude übergegriffen, hätte die Kirche vollständig abbrennen können. Mehrere geweihte Gegenstände wurden beschädigt und müssen nun aufwendig restauriert werden.
Die Pfarrgemeinde will die Kirche trotz des Angriffs weiterhin tagsüber für Besucher und Gläubige geöffnet halten. Gleichzeitig sollen neue Sicherheitsmaßnahmen, darunter Videoüberwachung, eingeführt werden. Nach Angaben der Erzdiözese Freiburg gehört Vandalismus zwar zu den wiederkehrenden Herausforderungen für Kirchengemeinden, der Fall in Eppingen sei aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung jedoch außergewöhnlich.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein Patronatsfest sowie das 125-jährige Jubiläum der Kirche in Bad Kissingen gefeiert wurden.