Brandstifter der Kirche St. Dionys in Barum wurde in Psychiatrie eingewiesen
Der 26-Jährige gestand die Tat, bei der die Orgel in Brand geriet und ein Schaden von rund einer Million Euro entstand.
Nach dem Brand in der historischen evangelischen Kirche St. Dionys in Barum (Landkreis Lüneburg) haben die Ermittlungsbehörden einen 26-jährigen Tatverdächtigen identifiziert. Der psychisch auffällige Mann soll gegenüber den Behörden angegeben haben, eine Kirche angezündet zu haben. Nach seiner vorläufigen Festnahme wurde er erneut zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Ermittlungen dauern an. Darüber berichtete der NDR.
Das Feuer war im Inneren der Kirche ausgebrochen. Die Flammen zerstörten die elektrische Orgel und beschädigten unter anderem die Empore sowie weitere Teile des Kirchenraums. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Wegen der erheblichen Schäden und der starken Verrußung bleibt die Kirche bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt.
Nach Angaben von Pastor Frederic Richter sind Altar, Fenster und Kirchenbänke vollständig mit Ruß bedeckt. Auch die mehr als 1.000 Orgelpfeifen müssen einzeln gereinigt werden, während mögliche Schäden durch das Löschwasser noch untersucht werden. Bis die Kirche wieder genutzt werden kann, finden Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen im Gemeindehaus, in der Friedhofskapelle sowie in weiteren Ausweichräumen statt.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Ermittler ein extremistisches Motiv nach dem Brand in einer syrisch-orthodoxen Kirche ausgeschlossen hatten.