Archimandrit Gabriel: Getöteter Mönch sollte als Märtyrer heiliggesprochen werden
Im UOJ-Interview bezeichnet der Geistliche den am 23. August 2026 in der Swjatohirsker Lawra getöteten Mönch Warsonofij als Märtyrer.
Schima-Archimandrit Gabriel (Bunge) hält den bei dem Angriff auf die Swjatohirsker Mariä-Entschlafens-Lawra getöteten Mönch Warsonofij für einen Märtyrer. In einem Interview mit der Union Orthodoxer Journalisten (UOJ) im schweizerischen Tessin erklärte der russisch-orthodoxe Geistliche, Mönch Warsonofij der kanonischen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche habe sein Leben für Christus hingegeben und sollte deshalb als Märtyrer heiliggesprochen werden. Das Interview mit Archimandrit Gabriel wurde am 17. September 2026 veröffentlicht.
Der Mönch Warsonofij war am 23. August 2026 bei einem Angriff auf die Brüder der Swjatohirsker Lawra in der Ukraine getötet worden. Nach Angaben eines überlebenden Mönchs waren die Angreifer in Militäruniformen gekleidet und hatten eine Antwort auf den Ruf „Ruhm der Ukraine!“ verlangt. Zwei weitere Klosterangehörige wurden schwer verletzt.
Archimandrit Gabriel zeigte sich im UOJ-Gespräch tief beeindruckt von der Treue der Mönche, die trotz schwerster Umstände an ihrem Glauben festhielten. Mönch Warsonofij hätte sein Leben retten können, wenn er der Forderung seiner Angreifer nachgegeben hätte, erklärte er; stattdessen habe er als Christ geantwortet: „Ehre sei dem Herrn Jesus Christus! … Ich bin ein Mönch.“
Auf die direkte Frage der UOJ, ob er den Mönch Warsonofij für einen Märtyrer halte, antwortete Gabriel: „Ich persönlich bin der Meinung, dass der getötete Mönch ein Märtyrer ist und gerade als Märtyrer heiliggesprochen werden sollte. Er hat sein Leben für Christus hingegeben.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Schima-Archimandrit Gabriel (Bunge) den Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus für die Kirchenspaltung in der Ukraine verantwortlich gemacht hatte.