Ermittler schließen extremistisches Motiv nach Brand in syrisch-orthodoxer Kirche aus
Nach dem Feuer im Rohbau einer syrisch-orthodoxen Kirche in Leimen sehen die Ermittlungsbehörden keine Hinweise auf einen politischen oder religiösen Hintergrund.
Die Ermittlungsbehörden haben neue Erkenntnisse zum Brand in einer im Bau befindlichen syrisch-orthodoxen Kirche in Leimen bei Heidelberg veröffentlicht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg gibt es keine Hinweise darauf, dass die Tat einen extremistischen, politischen oder religiösen Hintergrund hatte. Der mutmaßliche Brandstifter wurde vorläufig in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Darüber berichtete Heidelberg24.
Das Feuer war Anfang Juni im Innenraum des Rohbaus ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr brannten dort gelagerte Holzreste, die Flammen konnten jedoch rasch gelöscht werden. Menschen wurden nicht verletzt, und auch die Bausubstanz des Gotteshauses blieb weitgehend erhalten. Der entstandene Sachschaden wird auf einen hohen dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Euro-Betrag geschätzt.
Die Polizei ermittelte einen 26-jährigen Tatverdächtigen, gegen den nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt wird. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Innenraum der Baustelle zum Zeitpunkt der Tat frei zugänglich. Die Bauarbeiten an der syrisch-orthodoxen Kirche werden trotz des Vorfalls fortgesetzt.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die ukrainische SOK-Gemeinde in Bosnien das Fest des heiligen Wladimir gefeiert hatte.