Vandalen schändeten Marienstatuen und zündeten Altar in Bosnien an
Unbekannte übergossen die Gottesmutterfiguren auf dem Podbrdo und am „Blauen Kreuz“ mit schwarzer Farbe, hinterließen teuflische Schmähungen und brannten einen Freiluftaltar nieder.
Im bosnischen Međugorje haben Unbekannte zwei Gebetsstätten geschändet und einen Außenaltar bei der Pfarrkirche in Brand gesetzt. Darüber berichtet die ukrainische Redaktion der UOJ.
Der Akt des Vandalismus ereignete sich in der Nacht zum 28. Juli 2026 und löste scharfe Empörung unter den zahlreichen Pilgern und den örtlichen Gläubigen aus. Die Täter übergossen die Marienstatuen auf dem Berg Podbrdo und am „Blauen Kreuz“ mit schwarzer Farbe.
Bei den Figuren wurden die Gesichter, die Brust und Teile der Gewänder beschädigt. Auf dem Sockel der Statue auf dem Berg Podbrdo hinterließen die Vandalen eine beleidigende Aufschrift in englischer Sprache: DEVIL IN A SKIRT („Teufel im Rock“), und neben dem „Blauen Kreuz“ schrieben sie auf eine Steinplatte das Wort EVIL („Böse“).
Neben der Schändung der Skulpturen zeichneten die Überwachungskameras auch den Tatbestand der Brandstiftung auf. Gegen fünf Uhr morgens übergoss ein Mann das Gelände des vor kurzem renovierten Außenaltars hinter der Kirche des heiligen Jakobus mit einer leicht entflammbaren Flüssigkeit, legte daraufhin Feuer und floh. Durch die Flammen wurde der Platz beschädigt, auf dem sich täglich Tausende Menschen zu den Gottesdiensten versammeln.
Nach mehrstündiger Suche nahmen die Polizeibeamten den Tatverdächtigen fest. Der Mann wurde in der Ortschaft Cerno nahe Ljubuški entdeckt. Das Innenministerium bestätigte die Verhaftung, wobei die örtlichen Bewohner und Freiwilligen das Heiligtum bereits gegen Abend desselben Tages wieder in Ordnung brachten: Sie wuschen den Altar ab und stellten neue Bänke auf.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Ermittler ein extremistisches Motiv nach dem Brand in einer syrisch-orthodoxer Kirche ausgeschlossen hatten.