ROKA-Diözese bereitet Hilfsfonds für Geistliche und ihre Familien vor
Bischof Irenei von London beriet mit Priestern und Diakonen über die Einführung des Clergy Assistance Fund.
Geistliche der Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) haben sich am 17. September 2026 online mit Bischof Irenei von London und Westeuropa getroffen. Im Mittelpunkt standen die letzten Vorbereitungen für die Einführung eines Hilfsfonds für Geistliche und ihre Familien, wie die Diözese berichtete.
Der Clergy Assistance Fund wurde nach Angaben der Diözese über mehrere Jahre entwickelt und im Mai 2026 vom Heiligen Synod der Bischöfe der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland gesegnet. Er soll ein dauerhaftes Vermögen zur Unterstützung von Priestern und Diakonen sowie deren Ehefrauen und Kindern aufbauen. Vorgesehen sind unter anderem Hilfen bei Krankheit und im Ruhestand, medizinische und sonstige Unterstützung für Geistlichenfamilien sowie Beiträge zur Ausbildung ihrer Kinder. Auch Pfarreien sollen unterstützt werden, wenn ihre eigenen Mittel für die Versorgung ihrer Geistlichen nicht ausreichen.
Bischof Irenei bezeichnete die Fürsorge für Geistliche und ihre Familien als einen wichtigen Bestandteil des kirchlichen Lebens in der Diaspora. Der Fonds solle zudem künftige Berufungen fördern, indem Geistlichen und ihren Familien eine langfristige Unterstützung zugesichert werde. Als Grund für die wachsende Bedeutung des Projekts verwies der Bischof auf das Wachstum der Diözese und die Eröffnung neuer Pfarreien.
Die Finanzierung soll durch freiwillige monatliche Beiträge der Familien in den Gemeinden erfolgen. Als Richtwert nennt die Diözese durchschnittlich zehn Euro beziehungsweise zehn Pfund pro Familie. Diakon Pavel Lisitsin, einer der Hauptorganisatoren, erklärte, Ziel sei es, die bisherige sporadische Unterstützung in eine regelmäßige und nachhaltige Fürsorge für den Klerus zu überführen. Beim Online-Treffen berieten die Geistlichen abschließend über die Vorbereitung des Starts in den einzelnen Pfarreien und beteten um den Segen für das Vorhaben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Sebastian Schmitt neuer zweiter Vorsitzender der DOM-Gesellschaft ist.