Erzbischof Johannes von Albanien: Die Verfälschung der kirchlichen Lehre verändert das geistliche Leben
Der Vorsteher der Albanischen Orthodoxen Kirche betonte, dass die Bewahrung der orthodoxen Glaubenslehre untrennbar mit dem geistlichen Leben und dem Heil des Menschen verbunden ist.
Erzbischof Johannes von Tirana, Durrës und ganz Albanien erklärte, dass die Reinheit der orthodoxen Lehre für das geistliche Leben des Menschen von entscheidender Bedeutung sei. Dies sagte er in seiner Predigt am Sonntag der heiligen Väter des Vierten Ökumenischen Konzils.
Der Erzbischof erinnerte daran, dass das Vierte Ökumenische Konzil einberufen wurde, um die orthodoxe Lehre über den Herrn Jesus Christus zu verteidigen und die Irrlehre des Eutyches zu verurteilen. Dieser hatte behauptet, nach der Menschwerdung sei die menschliche Natur des Erlösers in der göttlichen Natur aufgegangen.
Nach den Worten des Vorstehers verstanden die heiligen Väter, dass es dabei nicht nur um eine theologische Diskussion ging, sondern um das Fundament des christlichen Lebens selbst.
„Wenn die Lehre der Kirche verfälscht wird, verändert sich auch das geistliche Leben – und mit ihm das Heil des Menschen“, betonte Erzbischof Johannes.
Er wies darauf hin, dass die Kirche deshalb im Laufe der Jahrhunderte die orthodoxe Glaubenslehre mutig verteidigt habe. Auf dem Konzil von Chalkedon bekannten die heiligen Väter, dass in Christus zwei Naturen bestehen – die göttliche und die menschliche –, und zwar unvermischt, unverändert, ungetrennt und unteilbar.
Der Vorsteher der Albanischen Kirche erinnerte außerdem an die Worte des Evangeliums: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Jeder Christ sei berufen, Träger des Lichtes Christi zu sein. Dieses Licht könne man jedoch nicht anderen bringen, wenn man sich nicht um den eigenen geistlichen Zustand kümmere.
„Wenn wir das Licht in unserem Herzen nicht entzünden, können wir weder uns selbst noch die Menschen um uns herum erleuchten“, sagte der Erzbischof.
Er betonte, dass sich das Licht Christi nicht nur durch Worte verbreite, sondern vor allem durch die Lebensweise des Christen. Wenn ein Christ nicht nach dem Evangelium lebt, verliert sein Zeugnis vom Glauben seine Kraft.
Zum Abschluss rief Erzbischof Johannes die Gläubigen dazu auf, ihr Herz von der Sünde zu reinigen, Demut zu erwerben und die Reinheit des orthodoxen Glaubens zu bewahren. Nur durch persönliche geistliche Erneuerung könne der Mensch selbst zum Licht für andere werden und zur Veränderung der Welt zum Guten beitragen.
Zuvor berichtete orthodoxnews.de, dass Patriarch Porfirije einen Diakon zum Priester geweiht und über den Glauben gepredigt hatte.