Patriarch Daniel rief Christen auf, Werkzeuge der barmherzigen Liebe zu sein
In der Bukarester Patriarchenresidenz legte das rumänische Kirchenoberhaupt die Heilung der Blinden aus und mahnte, der Glaube müsse sich in konkreten Taten für Kranke und Notleidende erweisen.
Patriarch Daniel der Rumänischen Orthodoxen Kirche hat die Gläubigen dazu aufgerufen, die barmherzige Liebe Christi durch konkrete Taten im Alltag weiterzugeben. Bei seiner Predigt während der Göttlichen Liturgie in der Georgskapelle der Patriarchenresidenz in Bukarest sprach er über die heilende Kraft des Glaubens und die Verantwortung jedes Christen gegenüber seinen Mitmenschen. Darüber berichtet Orthodox Times.
Ausgehend von der Heilung der beiden Blinden und des stummen Besessenen im Matthäusevangelium erklärte der Patriarch, dass Christus den Glauben der beiden Männer bewusst in den Mittelpunkt gestellt habe, bevor er sie heilte. Dadurch wird deutlich, dass das Vertrauen auf Gott eine wesentliche Voraussetzung für den Empfang seiner Gnade ist. Gleichzeitig hat der Herr seine Wunder nicht zur eigenen Verherrlichung vollbracht, sondern aus Liebe zu den leidenden Menschen. Die geheilten Blinden seien deshalb Vorbilder beharrlichen Gebets und aufrichtiger Dankbarkeit, während der Neid der Pharisäer ihre geistliche Blindheit offenbart habe.
Abschließend erinnerte Patriarch Daniel daran, dass die Verkündigung des Evangeliums untrennbar mit Werken der Barmherzigkeit verbunden sei. Die Kirche sei berufen, Kranke, Arme und Notleidende zu unterstützen und ihnen die Liebe Christi erfahrbar zu machen. Gott wirkt dabei oft durch die Hilfsbereitschaft der Gläubigen. Christen seien deshalb aufgerufen, „die Hände der barmherzigen Liebe Jesu“ für ihre Mitmenschen zu werden.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das Kloster des heiligen Hiob zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte.