„Der Gürtel der Jungfrau Maria verändert die Realität, in der wir leben“

03. Juni, 07:33 Uhr
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Erzpriester Đorđe Stojisavljević ist für die Organisation rund um den Besuch der Reliquie verantwortlich. Foto: Patriarchat Erzpriester Đorđe Stojisavljević ist für die Organisation rund um den Besuch der Reliquie verantwortlich. Foto: Patriarchat

Erzpriester Đorđe Stojisavljević erklärt spirituelle Bedeutung einer vielverehrten Reliquie und die anhaltende Glaubenssehnsucht der Menschen

Zur Darbringung des Gürtels der Gottesmutter in Belgrad hat Erzpriester Đorđe Stojisavljević in einem Interview die religiöse Bedeutung des Ereignisses eingeordnet. Im Zentrum stehen demnach persönliche Glaubenserneuerung, die Wirkung göttlicher Gnade und die bleibende Sehnsucht des Menschen nach Spiritualität. Das serbisch-orthodoxe Patriarchat veröffentlichte das Interview am 1. Juni 2026 auf seiner Webseite.

Der serbisch-orthodoxe Erzpriester Đorđe Stojisavljević, Leiter des Kabinetts des Patriarchen und maßgeblich an der Organisation beteiligt, beschreibt den Gürtel der Gottesmutter als „lebendige Quelle der Gnade“. Die Reliquie sei kein historisches Objekt, sondern ermögliche Gläubigen eine konkrete geistliche Verbindung zur Gottesmutter und deren Fürsprache.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der inneren Wirkung: Die Begegnung mit dem Heiligtum führe zur persönlichen Umkehr, geistlichen Stärkung und Reifung. Diese Veränderung beginne im Individuum, könne jedoch auch das gesellschaftliche Leben prägen, indem sie Werte und Verantwortungsbewusstsein fördere.

Darüber hinaus verweist der Geistliche auf Berichte über Heilungen und Wunder, die mit der Reliquie in Verbindung gebracht werden. Diese würden im orthodoxen Verständnis als Zeichen der göttlichen Gnade und Liebe interpretiert, die durch die Gottesmutter wirksam werde und Trost, Hilfe und Hoffnung schenke.

Die große Resonanz auf den Besuch deutet der Erzpriester schließlich als Ausdruck eines zeitlosen menschlichen Bedürfnisses: Auch in der modernen Welt bleibe die Suche nach Sinn, Trost und einer Beziehung zu Gott bestehen. Religiöse Ereignisse wie dieses machten diesen „spirituellen Durst“ sichtbar und erfahrbar.

Die UOJ berichtete zuvor, dass sich Tausende Lebensschützer in Madrid am Marsch „Sí a la Vida“ beteiligten.

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