Forscher fanden Fundament der Kirche, in der das Erste Konzil von Nicäa tagte

24. Juli, 18:25 Uhr
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Archäologen haben die Kirche entdeckt, in der das Erste Konzil von Nicäa stattfand. Foto: Heritage Daily Archäologen haben die Kirche entdeckt, in der das Erste Konzil von Nicäa stattfand. Foto: Heritage Daily

Die in İznik entdeckte schlichte Bodenfläche bestätigt den Bericht des Eusebius von Caesarea, wonach das Konzil von 325 nicht in einer Prachtbasilika, sondern in einem bescheidenen Gotteshaus stattfand.

In der türkischen Stadt İznik entdeckten Archäologen das Fundament des Gotteshauses, in dem im Jahr 325 das Erste Ökumenische Konzil stattfand. Die Wissenschaftler identifizierten die Überreste der Kirche des heiligen Neophytos und bestätigten damit die historischen Zeugnisse darüber, dass das Konzil in einem bescheidenen Gebäude einberufen wurde. Darüber berichtet die ukrainische Redaktion der UOJ.

Die neuen Daten belegen, dass die Basilika der Heiligen Väter unmittelbar über den Ruinen der ursprünglichen Kirche nach dem Erdbeben von 368 errichtet wurde.

Der Leiter der Ausgrabungen, Professor Mustafa Şahin, teilte mit, dass die entdeckten architektonischen Besonderheiten und die Fußbodenbeläge auf das von dem Historiker Eusebius von Caesarea beschriebene Gebäude hinweisen. Seinen Aufzeichnungen zufolge fand das Konzil in einer verhältnismäßig bescheidenen Kirche statt und nicht in einem monumentalen Bau.

Während der elften archäologischen Saison entdeckten die Wissenschaftler von Universitäten der Türkei und Italiens eine spezifische Bodenoberfläche, die über das Fundament der späteren Basilika hinausreicht.

Die Fachleute betrachten dies als Beweis dafür, dass das größere Gotteshaus an der Stelle des früheren, zerstörten Heiligtums errichtet wurde und nicht auf einem neuen Grundstück. Die Basilika der Heiligen Väter wurde nach 380 eigens dafür erbaut, das Andenken der Bischöfe – der Teilnehmer des Konzils – zu ehren.

Auf dem Ausgrabungsgelände fand man zudem kleine Artefakte, darunter einen goldenen Ring und einen bronzenen Fingerhut mit Abbildungen einer Palme und eines Schwertes, die in die Zeit der Umayyaden und Abbasiden gehören. Zuvor hatte man hier Münzen aus der Zeit der Kaiser Valens und Valentinian I. gefunden, die die Datierung des Baus der oberen Kirche bestätigten.

Die entdeckten Ruinen sind der überzeugendste archäologische Beweis für den genauen Ort dieses historischen Ereignisses. Die Untersuchungen im Mittelschiff werden fortgesetzt, um die architektonische Gestalt des Gebäudes endgültig zu klären.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Athos-Klöster Drohnen zur Brandbekämpfung einsetzen.

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