Athonitischer Starez Hieroschemamonach Rafael Berestov entschlief im Herrn
Der 94-jährige Mönch, der in der Sergius-Lawra begann und später auf dem Heiligen Berg lebte, starb in einem Krankenhaus in Thessaloniki.
Im 94. Lebensjahr ist der bekannte Athos-Starze, Hieroschemamonach Raphael (Berestow), zum Herrn entschlafen. Darüber berichtete die ukrainische Redaktion der UOJ.
Die letzten Tage seines irdischen Lebens verbrachte Vater Raphael in einem Krankenhaus in Thessaloniki, Griechenland, wohin er nach einem erlittenen Schlaganfall eingeliefert worden war. Die Ärzte führten bei ihm eine Schädeltrepanation durch, doch ungeachtet der unternommenen Anstrengungen entschlief der Starze am 22. Juli 2026 friedlich zum Herrn.
In seiner Jugend hatte er nach einer schweren Krankheit das Gelübde abgelegt, das Mönchtum anzunehmen, und trat 1961 als Novize in die Dreifaltigkeits-Sergius-Lawra ein, wo er mehr als zwanzig Jahre als Mönch lebte. 1966 empfing er die Mönchsweihe, 1993 wurde er zum Hieromonach geweiht und 1994 nahm er das Große Schema an. In verschiedenen Jahren trug der Starze Gehorsam in einer Berg-Skite in Abchasien, im Walaam-Kloster und in der Kreuz-Einsiedelei im Kaukasus, seit Ende der 1990er Jahre lebte er auf dem Heiligen Berg Athos.
Vater Raphael war den Gläubigen im postsowjetischen Raum weithin als eifriger geistlicher Vater bekannt. In seinen Predigten übte er Kritik am Ökumenismus, warnte vor der Annahme digitaler Identifikationsdokumente und sprach viel von der Notwendigkeit der Buße und der geistlichen Nüchternheit.
Hieroschemamonach Raphael wurde im Buch von Metropolit Tichon (Schewkunow) »Unheilige Heilige« genannt.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Deutsche Eparchie der ROKA einen Dokumentarfilm zum 100-jährigen Bestehen veröffentlicht hatte.