Trappistenabtei Snowmass für 120 Millionen Dollar verkauft

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Die ehemalige Trappistenabtei St. Benedikt in Snowmass bei Aspen: Das weitläufige Klosteranwesen in den Rocky Mountains wurde für 120 Millionen US-Dollar verkauft. Foto: Nate Currey / Google Maps Die ehemalige Trappistenabtei St. Benedikt in Snowmass bei Aspen: Das weitläufige Klosteranwesen in den Rocky Mountains wurde für 120 Millionen US-Dollar verkauft. Foto: Nate Currey / Google Maps

Kloster bei Aspen geht nach fast 70 Jahren an Palantir-Chef Alex Karp – letzte Liturgie im Januar 2026

Die Trappistenabtei St. Benedikt in Snowmass im US-Bundesstaat Colorado ist für 120 Millionen US-Dollar verkauft worden. Käufer ist nach Medienberichten der Technologieunternehmer und Palantir-Geschäftsführer Alex Karp. Damit endet die Präsenz der Trappisten in Snowmass nach fast sieben Jahrzehnten. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 29. Dezember 2025.

Die Abtei Snowmass geht auf eine Gründung der Trappisten aus Spencer (Massachusetts) zurück. Nachdem die Gemeinschaft dort in den 1950er-Jahren stark gewachsen war, entschloss sie sich zu einer Neugründung. 1958 trafen 35 Mönche auf einem neu erworbenen Ranchgelände bei Snowmass nahe Aspen ein, wo sie binnen kurzer Zeit erste Klostergebäude errichteten und ein kontemplatives Leben aus Gebet und Arbeit aufnahmen.

Die Mönche bewirtschafteten rund 1200 Hektar Land auf fast 2400 Metern Höhe. Verschiedene wirtschaftliche Versuche – von der Süßwarenproduktion über Rinderzucht bis hin zu einer großen Hühnerfarm – sollten den Lebensunterhalt sichern. Besonders erfolgreich war ab 1967 über fast zwei Jahrzehnte der Verkauf von Eiern an Restaurants der Region. 1970 wurde das Kloster zur Abtei erhoben.

Infolge der kirchlichen und gesellschaftlichen Umbrüche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geriet die Gemeinschaft jedoch zunehmend in eine Krise. Zahlreiche Mönche verließen das Kloster, sodass 1978 nur noch sieben Mitglieder verblieben. Angesichts des ausbleibenden Nachwuchses und einer ungewissen Zukunft entschieden die verbliebenen Trappisten vor rund zwei Jahren, das Kloster aufzugeben und das Anwesen zu verkaufen.

Das rund 1500 Hektar große Gelände war zunächst für 150 Millionen Dollar angeboten worden. Kurz vor Weihnachten 2025 wurde schließlich der Verkauf für 120 Millionen Dollar bekannt. Als Käufer nannte das Wall Street Journal den Palantir-Mitgründer und Geschäftsführer Alex Karp, dessen Vermögen laut Bloomberg Billionaires Index auf rund 18 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Mit dem Verkauf endet die Geschichte der Trappisten in Snowmass nach fast 70 Jahren. Der letzte Obere der Gemeinschaft, Dom Damian Carr, kündigte an, dass am 11. Januar 2026 die letzte öffentliche Liturgie in der Abtei St. Benedikt gefeiert wird. Die Mönche verabschieden sich mit einem geistlichen Vermächtnis des Vertrauens auf Gottes Vorsehung und dem Ruf zu Gnade und Umkehr.

Trappisten sind Mitglieder des römisch-katholischen Ordens Order of Cistercians of the Strict Observance (OCSO), einer reformierten Ausprägung des Zisterzienserordens, die ein besonders strenges monastisches Leben nach der Regel des Heiligen Benedikt pflegt.

Die UOJ berichtete zuvor, dass im neuen Baptisterium des orthodoxen Kirchenzentrums München eine erste Taufe stattfand.

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