In Norfolk wurde eine Wikingermünze mit christlichem Motiv gefunden
Ein Fund in England deutet auf eine frühe Verbreitung des Christentums im 9. Jahrhundert.
In der Grafschaft Norfolk im Vereinigten Königreich wurde ein etwa 1.200 Jahre altes Goldfragment entdeckt, das als Münzanhänger identifiziert wurde. Der Fund stammt aus dem späten 9. Jahrhundert und wird derzeit von Historikern untersucht, da er neue Fragen zur Ausbreitung des Christentums in der Wikingerzeit aufwirft. Die Nachricht erschien auf charisma.
Auf der Münze ist Johannes der Täufer abgebildet, begleitet von der Inschrift „IOAN“ sowie einer Bezeichnung, die mit „Täufer und Evangelist“ übersetzt werden kann. Solche Darstellungen sind für diese Zeit ungewöhnlich, da Münzen in Westeuropa üblicherweise Herrscher oder politische Autoritäten zeigten und nicht religiöse Figuren.
Fachleute bewerten den archäologischen Fund als bemerkenswert. Der Numismatiker Simon Coupland bezeichnete die Darstellung als ungewöhnlich und ohne bekannte Parallelen. Der Fund könnte darauf hindeuten, dass christliche Einflüsse bereits früher als bislang angenommen in Regionen der Wikingerzeit präsent waren, möglicherweise durch Handel, Kontakte oder kulturellen Austausch.
Die Entdeckung liefert damit neue Ansatzpunkte für die Forschung zur religiösen Entwicklung Europas im frühen Mittelalter und zur Ausbreitung christlicher Symbolik über traditionelle Einflussgebiete hinaus.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Frankfurt eine Buchvorstellung von Metropolit Grigorije angekündigt wurde.