Die Befürchtung eines Auszugs der Christen im Libanons hat zugenommen
Hilfsorganisation appellierte an internationale Gemeinschaft und verlangte Schutz für Zivilisten.
Nach den jüngsten Gefechten im Südlibanon hat das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ vor einer weiteren Zuspitzung der Lage gewarnt. Die Angriffe hätten nicht nur zivile Todesopfer gefordert und die Infrastruktur beschädigt, sondern auch viele Menschen in die Flucht getrieben. Darüber berichtete die Tagespost am 11.04.2026.
Laut der Organisation seien vor allem christliche Gemeinschaften betroffen, die häufig in kleinen Grenzdörfern ansässig sind. Viele dieser Familien hätten kaum Möglichkeiten, sich in Sicherheit zu bringen, und seien unmittelbar der Gewalt ausgesetzt. Die Lage vor Ort wird als geprägt von ständiger Unsicherheit und prekären Lebensverhältnissen geschildert.
„Kirche in Not“ fordert mehr internationalen Einsatz für eine Entschärfung der Konflikte. Der Schutz der Zivilbevölkerung müsse an erster Stelle stehen, um eine weitere Destabilisierung des Landes zu verhindern. Ein anhaltender Konflikt könnte das gesellschaftliche Gleichgewicht im Libanon langfristig gefährden.
Gleichzeitig wird vor einem möglichen „Exodus der Christen“ gewarnt. Verschlechtert sich die Sicherheitslage weiter, könnten viele Menschen aus dieser religiösen Minderheit gezwungen sein, das Land zu verlassen. Dies hätte nicht nur humanitäre Konsequenzen, sondern würde auch die kulturelle und religiöse Vielfalt des Libanon tiefgreifend verändern.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Frankfurt eine Buchvorstellung von Metropolit Grigorije angekündigt wurde.