Exklusiv: Bischof Hiob wird auf dem Münchner „Marsch fürs Leben“ sprechen
Liturgisches Begleitprogramm und Teilnahme orthodoxer Christen angekündigt
Orthodoxe Christen nehmen am Samstag, dem 18. April 2026, am „Marsch fürs Leben“ in München teil und flankieren die Demonstration mit einem eigenen geistlichen Programm. Bischof Hiob (Bandmann) von Stuttgart, Geistlicher der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), bestätigte der UOJ-Redaktion exklusiv seine Teilnahme und seinen Auftritt als Redner bei der Kundgebung.
Orthodoxe Gläubige wollen mit ihrer Teilnahme ein sichtbares Zeichen für den Schutz des Lebens setzen. Neben der Teilnahme am Demonstrationszug organisieren sie ein eigenständiges geistliches Begleitprogramm, das die Veranstaltung liturgisch umrahmt.
Wie aus den Informationen hervorgeht, beginnt der Samstag mit einem Moleben um 11 Uhr in der serbisch-orthodoxen Kirche (Putzbrunner Straße 49). Um 13 Uhr folgt die zentrale Kundgebung am Königsplatz mit anschließendem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Am Abend ist eine Vigil um 17 Uhr vorgesehen (ebenfalls Putzbrunner Straße 49). Am Sonntag schließt eine Göttliche Liturgie um 9 Uhr in der Michaelskirche in Ludwigsfeld das Programm ab. Das begleitende Gebetsprogramm unterstreicht den geistlichen Charakter der orthodoxen Teilnahme.
Ein besonderer Akzent liegt in diesem Jahr auf der Präsenz orthodoxer Christen bei der Kundgebung: Nach aktuellen Informationen wird Bischof Hiob (Bandmann) von Stuttgart aus der Russischen Auslandskirche als Redner auftreten. Damit erhält die orthodoxe Beteiligung zusätzliches Gewicht auf der öffentlichen Bühne. Die Vernetzung der orthodoxen Teilnehmer findet über eine Telegram-Gruppe statt.
Der „Marsch fürs Leben“ selbst beginnt am Samstag um 13 Uhr mit einer Auftaktkundgebung und versammelt jährlich mehrere tausend Teilnehmer, die sich für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetzen. Alle Informationen finden sich auch auf der Webseite der Veranstalter.
Der Marsch kämpft insbesondere für den Schutz ungeborener Kinder sowie für alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen. Er wendet sich gegen Abtreibung und Sterbehilfe und wirbt zugleich für Hilfsangebote für Frauen und Familien in Schwangerschaftskonflikten. Veranstaltet wird der Münchner Marsch vom Verein „Stimme der Stillen e. V.“; ähnliche Veranstaltungen zum Thema Lebensrecht finden jährlich auch in Berlin und Köln statt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Irinej über Pläne für eine orthodoxe Universität in Serbien sprach.