Jahre des Krieges. Wie sollte sich ein orthodoxer Christ in Kriegszeiten verhalten?

22. April, 21:57 Uhr
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Wie sollte sich ein orthodoxer Christ in Kriegszeiten verhalten? Foto: UOJ Wie sollte sich ein orthodoxer Christ in Kriegszeiten verhalten? Foto: UOJ

Krieg ist das Schlimmste, was einer Nation widerfahren kann. Heute, in einer Welt, die von allgemeiner Instabilität geprägt ist und in der in einigen Regionen Kriege toben, stehen orthodoxe Christen weltweit vor großen Prüfungen.

Wir begegnen Menschen, die unter solch schrecklichen Umständen Partei ergreifen und einer der kriegführenden Seiten zum Sieg zujubeln, als handele es sich um ein Sportspiel.

Die serbische UOJ präsentiert ihren Lesern exklusiv einen Auszug aus einem Interview mit dem Priester von Opovačka, Ivan Barajevac. Er teilte uns mit, wie sich jeder orthodoxe Christ verhalten und zum Krieg stehen sollte.

Jede Zeit und jede Epoche im Leben der Welt und des Menschen hat ihre eigene Bedeutung, aber es gibt auch Zeiten des Friedens und der Stabilität. Kriege gab es und wird es geben, aber wir als orthodoxe Christen müssen durch all das hindurch ruhig und gefasst bleiben und auf Gottes Barmherzigkeit und Liebe zu dieser Welt, vor allem aber auf die Liebe zum Menschen vertrauen.

In dem Bewusstsein, dass in diesem Leben nichts ohne Gottes Willen und Gottes Erlaubnis geschieht, sollte man jede Unruhe und jede Prüfung annehmen und zum Herrn um Frieden und bessere Tage beten.

Im serbische Volk gibt es das Sprichwort: Wo Not ist, da ist Frömmigkeit. Und tatsächlich war der Glaube der Menschen in Zeiten von Not, Kriegen und Verfolgungen in der Geschichte stärker und standhafter denn je.

Fasten, Gebet, Demut, Reue im Herzen und die Liebe zu Gott und zum Nächsten sind die besten Waffen im Kampf gegen die Versuchungen dieser Welt. Der Herr und unser Erlöser Jesus Christus selbst hat gesagt, dass diese Art von Dämonen durch nichts anderes ausgetrieben wird als durch Gebet und Fasten, und dass es notwendig und nützlich ist, dass Versuchungen kommen, denn nach den Worten des Heiligen Petrus wird der Mensch in Prüfungen geläutert und geistliche geformt wie Gold im Feuer.

Das Feuer macht das Metall weich, damit die gewünschte Form erreicht werden kann. So wird auch ein Mensch in Prüfungen und Bedrängnissen, wenn er bis zum Ende durchhält, auf Gottes Hilfe vertraut und nach Seinen Geboten lebt, das Ziel des menschlichen Lebens und der Existenz in dieser Welt erreichen, nämlich das ewige Leben und die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, dem dreieinigen wahren Gott, durch unseren Herrn Jesus Christus.

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