Bischof Sofian besuchte katholisches Kloster Maria im Paradies
Rumänisch-orthodoxe Geistliche zu Gast im kontemplativen Kloster der Schwestern von Bethlehem und des heiligen Bruno in St. Veit im Pongau.
Im Rahmen seiner Visitation der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Bischofshofen am 18. Oktober 2026 besuchte Bischof Sofian von Kronstadt gemeinsam mit Pfarrer Liviu Paul Ghioc das katholische Kloster Maria im Paradies auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau. Darüber berichtete Bischof Sofian auf seiner Facebook-Seite.
Die Klosteranlage liegt auf rund 1.300 Metern Höhe in den Salzburger Alpen, in einer abgeschiedenen Berglandschaft nahe dem Hochkönig. Sie wurde 1985 gegründet, als sieben Schwestern von Bethlehem dort ihr kontemplatives Leben aufnahmen.
Die Gemeinschaft gehört zur monastischen Familie von Bethlehem, der Aufnahme Mariens in den Himmel und des heiligen Bruno. Ihr geistliches Leben ist von der Tradition des heiligen Bruno von Köln und der Kartäuser geprägt. Im Mittelpunkt stehen das Gebet, die Stille und die Anbetung Gottes. Die Schwestern verbringen einen großen Teil des Tages in ihren Zellen, wo sie beten, geistliche Studien betreiben und arbeiten. Zu den gemeinsamen Gebetszeiten versammeln sie sich in der Klosterkirche.
Eine aus Brașov (Kronstadt) stammende rumänische Schwester führte Bischof Sofian und seine Begleitung durch das Kloster und stellte ihnen die Ordensgemeinschaft vor. Dabei kamen auch zahlreiche Elemente der orthodoxen Tradition zur Sprache, die sich im geistlichen Leben der katholischen Schwestern wiederfinden. Die Begegnung bot Einblicke in eine kontemplative Lebensform, die durch die Verbindung von persönlichem Gebet, liturgischer Gemeinschaft und bewusst gelebter Stille geprägt ist.
Bischof Sofian zeigte sich beeindruckt vom Gebetsleben der Schwestern und von der natürlichen Umgebung des Klosters, die dem Ort eine besondere Atmosphäre verleiht. Der Name „Maria im Paradies“ bringt diese Verbindung von geistlicher Ausrichtung und abgeschiedener Berglandschaft zum Ausdruck.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Erzpriester Simon Turkic aus Frankfurt seinen neuen Roman „Die unsichtbare Reise“ veröffentlicht hat.
