Metropolit Serafim: Glaube und Hoffnung helfen in schwierigen Zeiten
Der rumänisch-orthodoxe Geistliche rief in Innsbruck dazu auf, im Glauben zu bleiben, die Gebetspraxis zu vertiefen und die orthodoxe Identität zu bewahren.
Am 18. Oktober 2026 feierte Metropolit Serafim von der Rumänischen Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa die Göttliche Liturgie in der rumänisch-orthodoxen Pfarrei der Heiligen Märtyrer Johannes des Neuen von Suceava und der Heiligen Bekenner aus Siebenbürgen in Innsbruck. In seiner Predigt zum Sonntag von der Auferweckung des Jünglings von Nain betonte er die Allmacht Gottes und die Bedeutung eines festen Glaubens angesichts von Leid und persönlichen Herausforderungen. Die Metropolie veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
Ausgehend vom Evangelium (Lk 7,11-16) schilderte Metropolit Serafim, wie Jesus Christus den einzigen Sohn einer verwitweten Frau vom Tod auferweckte und seiner Mutter sagte, sie solle nicht mehr weinen. Dieses Wunder verdeutliche, dass Gott Macht über Leben und Tod habe und den Menschen helfe, wenn sie ihn mit Glauben und Demut anriefen. Metropolit Serafim ermutigte die Gläubigen, täglich um Gottes Hilfe, Vergebung und Erbarmen zu bitten. Zugleich verwies er auf die menschliche Schwäche im Glauben und empfahl das Gebet des Vaters, der Jesus Christus bat: „Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24)
Auch ein starker Glaube bewahre nicht vor Leid, Krankheit und Schwierigkeiten, erklärte der Metropolit. Er erinnerte an den Apostel Paulus, der trotz seiner missionarischen Arbeit Verfolgungen und gesundheitliche Leiden ertragen musste. Entscheidend sei, dass solche Prüfungen nicht zur Verzweiflung führten, sondern die Menschen zu intensiverem Gebet, größerem Gottvertrauen und tätiger Nächstenliebe bewegten. Gott begleite die Gläubigen auch in ihrer Schwachheit und gebe ihnen Kraft, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.
Abschließend rief er dazu auf, regelmäßig die Gottesdienste zu besuchen, zu beten, zu fasten und Barmherzigkeit zu üben. Gott werde die Menschen in ihren Nöten nicht verlassen, so seine Botschaft.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Erzpriester Simon Turkic aus Frankfurt seinen neuen Roman „Die unsichtbare Reise“ veröffentlicht hat.
