„Die Liebe des Herrn ist eine Kraft, die verwandelt, befreit und heilt“
Zum Fest der Verklärung des Herrn rief der serbische Patriarch Porfirije in Belgrad dazu auf, sich durch Gottes Gnade und Liebe verwandeln zu lassen.
Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am 19. August 2026 zum Fest der Verklärung des Herrn die Göttliche Liturgie in der der Verklärung geweihten Kirche auf Pašino Brdo in Belgrad gefeiert. In seiner Predigt stellte er die Verklärung Christi als Aufruf an die Gläubigen dar, ihr Leben am Willen Gottes auszurichten und sich von der Liebe Christi verwandeln zu lassen, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Patriarch Porfirije erinnerte daran, dass Christus auf dem Berg Tabor vor den Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes in göttlichem Licht erschien. Dieses ungeschaffene Licht offenbare, dass Christus wahrhaft der Sohn Gottes sei. Zugleich verwies der Patriarch auf die Stimme des Vaters: „Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!“ (Mt 17,5). Der wahre Gehorsam gegenüber Gott zeige sich in Buße, Demut, Gebet, der Abkehr vom Hass und im Verzicht darauf, die eigene Gerechtigkeit und Logik zum Maßstab zu machen.
Der Patriarch betonte, dass der Wille Gottes der Maßstab für das menschliche Leben sei. Alle anderen menschlichen Vorstellungen und Regeln müssten daran geprüft werden. Mit Verweis auf den heiligen Maximus den Bekenner erklärte er, der Mensch sei dazu berufen, nicht nur seiner Natur gemäß, sondern „übernatürlich“ zu leben. Die Verklärung offenbare, dass diese Berufung zur Gemeinschaft mit Gott und zur Vergöttlichung möglich sei.
Zugleich warnte der Hierarch davor, die Erfahrung des Friedens auf dem Berg Tabor für sich allein bewahren zu wollen. Christus sei vom Berg herabgestiegen, um die leidende und kranke Welt zu heilen. Darin zeige sich, dass seine Liebe allen Menschen gelte. Wo Christus gegenwärtig sei, werde alles verwandelt, betonte der Patriarch. Die Gläubigen sollten daher nichts tun, was die verwandelnde, befreiende und heilende Kraft der göttlichen Liebe behindere.
Zum Abschluss rief der Primas dazu auf, den Glauben nicht aufzugeben und auf die Liebe Christi zu vertrauen. Der Mensch sei zur Vollkommenheit und Vergöttlichung durch die ungeschaffene Gnade und das Licht Gottes berufen. Die angemessene Antwort darauf sei das beständige Gebet: „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich unser.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in der Auferstehungskirche Zürich über das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht und den Weg zur Überwindung des Grolls predigte.