„Wir können nicht mit materiellen Werten bemessen, was der Herr vergibt“
Patriarch Daniil leitete die Liturgie in der Mariä-Himmelfahrts-Kirche in Samokow und rief zu Vergebung und Barmherzigkeit auf.
Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat am Sonntag (16. August 2026), dem Sonntag nach dem Fest der Entschlafung der Allerheiligsten Gottesgebärerin, die Patriarchalische Göttliche Liturgie in der historischen Mariä-Himmelfahrts-Kirche in Samokow geleitet. In seiner Predigt sprach er über die Demut der Gottesmutter und über das Evangelium vom unbarmherzigen Schuldner. Dabei betonte er, dass die Erlösung des Menschen ein Geschenk Gottes sei, das nicht mit irdischen Werten bemessen werden könne, wie das Patriarchat berichtete.
„Wir können nicht mit materiellen Werten bemessen, was der Herr uns vergibt, denn der Preis unserer Erlösung ist das Vergießen des reinen Blutes des Herrn Jesus Christus“, sagte Patriarch Daniil in seiner Predigt. Die Gnade Gottes werde dem Menschen umsonst geschenkt. Zugleich könne der Mensch sich durch Unglauben, Herzenshärte und Grausamkeit von dieser Gnade entfernen. Wer um Vergebung bitte, müsse deshalb auch selbst bereit sein, anderen zu vergeben und auf Groll und Rache zu verzichten.
Patriarch Daniil rief die Gläubigen dazu auf, ihre eigenen Fehler zu erkennen und eine wahrhaftige und gegenseitige Buße zu suchen. Das ewige Schicksal des Menschen hänge von ihrer Haltung gegenüber Christus und ihren Mitmenschen ab. Nach der Liturgie segnete der Patriarch zudem gemeinsam mit den Geistlichen das Wasser und ermutigte die Anwesenden, trotz Schwierigkeiten Vertrauen, Glauben und Hoffnung zu bewahren.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse über die Bedeutung der göttlichen Barmherzigkeit für den Umgang mit anderen Menschen predigte.