Synode der BOK verurteilte die Verleumdung des Patriarchen durch suspendierten Kleriker
Die Hierarchen der Bulgarisch-orthodoxen Kirche distanzierten sich von den Schmähungen des Archimandriten Nikanor und warnten vor der Instrumentalisierung der Kirche zu politischen Zwecken.
Die Heilige Synode der Bulgarischen Orthodoxen Kirche verurteilte die verleumderischen Äußerungen des Archimandriten Nikanor (Mischkow) gegenüber dem bulgarischen Patriarchen Daniil. Die Mitglieder der Synode erklärten, dass sie sich von den öffentlichen Aussagen des Klerikers distanzieren, der sich derzeit unter einem kanonischen Verbot befindet. Darüber berichtete die ukrainische Redaktion der UOJ.
Im Bulgarischen Patriarchat wurde hervorgehoben, dass die systematischen Beleidigungen und Schmähungen seitens Archimandrit Nikanors, der in der Rolle des „Richters über alles und jedes“ auftrat, unzulässig seien und unter den Gläubigen Ärgernis hervorriefen. Die Mitglieder der Synode protestierten gegen Versuche, die Kirche als Instrument zur Erreichung politischer Ziele zu missbrauchen.
„Wir, die Mitglieder des Heiligen Synods, lassen es nicht zu, dass die Heilige Kirche instrumentalisiert und für politische Zwecke genutzt wird, ebenso wenig, dass der erwähnte Kleriker sich als politisches Opfer darstellt“, heißt es in der Erklärung.
Die Kirchenleitung rief in Erinnerung, dass jedweder Anschlag auf die Einheit der bulgarischen Orthodoxie oder die Anstiftung zum Schisma gemäß dem Statut der BOK und den heiligen Kanones streng zu verurteilen seien. Dabei wies der Synod darauf hin, dass die Kirche weiterhin für die Buße und die Einfügung aller ihrer Kinder in den einen Leib Christi bete.
„Wir rufen die Geistlichkeit und das orthodoxe Volk dazu auf, den Provokationen nicht nachzugeben, die Feindschaft und Spaltung hervorbringen“, wird im Dokument unterstrichen.
Im Vorfeld des Entschlafungsfastens wurden die Gläubigen aufgerufen, Nüchternheit zu zeigen und die Gebete um Frieden und Heil zu verstärken. Der Synod brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Herr die Entwendung der Schafe aus Seiner Herde nicht zulasse, sondern ihnen helfe, den Weg der Buße zu finden.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Menschenrechtler das Urteil im Fall einer 13-jährigen Christin in Pakistan kritisiert hatten.