Archäologen legten 1.600 Jahre alte frühchristliche Kirche in Italien frei
Unter dem ehemaligen Fischmarkt von Oderzo entdeckten Forscher eine dreischiffige Basilika mit bunten Mosaikböden und einer antiken Grabanlage.
Bei Ausgrabungen in der norditalienischen Stadt Oderzo haben Archäologen die Überreste einer rund 1.600 Jahre alten frühchristlichen Kirche freigelegt. Die Entdeckung wurde während der Bauarbeiten für ein Wohnprojekt unter dem ehemaligen Fischmarkt im historischen Stadtzentrum gemacht und gilt als bedeutender Fund für die Erforschung des frühen Christentums in Norditalien. Darüber berichtete Noticias Ambientales.
Die freigelegte Basilika verfügt über drei Kirchenschiffe und misst etwa 23 Meter in der Breite sowie mindestens 30 Meter in der Länge. Besonders bemerkenswert sind die gut erhaltenen mehrfarbigen Mosaikböden mit geometrischen Mustern aus der spätrömischen Zeit. Zudem entdeckten die Archäologen mehrere Gräber innerhalb des Kirchenkomplexes, in denen sich neben menschlichen Überresten auch Fragmente von Amphoren, Marmor und Glas befanden.
Die Ausgrabungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Stadt Oderzo plant bereits, die Ruinen dauerhaft zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Künftig soll an der Fundstelle ein unterirdisches Museum entstehen, in dem Besucher die Überreste der frühchristlichen Kirche besichtigen können.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass eine Terrorfahrt beim Berliner CSD ein Todesopfer forderte und 16 Menschen verletzte.