Diakon Igor Willimowski: Gott erwartet den Einsatz unserer Talente

11:29
30
Diakon Igor Willimowski predigte am Sonntag in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube Diakon Igor Willimowski predigte am Sonntag in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

In einer Predigt zum Gleichnis von den anvertrauten Talenten erinnerte der Geistliche an die Verantwortung, die mit den von Gott empfangenen Gaben verbunden ist.

Am 16. Sonntag nach Pfingsten, dem 20. September 2026, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld zum Evangelium nach Matthäus 25,14–30 über die anvertrauten Talente. Darin erläuterte er, dass Gott jedem Menschen unterschiedliche Gaben und Fähigkeiten schenke, deren Einsatz zum Wohl des Nächsten erwartet werde. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Zu Beginn stellte Diakon Igor Willimowski das Gleichnis in den Zusammenhang der benachbarten Gleichnisse von den zehn Jungfrauen und vom Weltgericht. Während das erste die Unerwartetheit des Gerichts verdeutliche, gehe es im Gleichnis von den Talenten darum, wie die Menschen die ihnen von Gott anvertrauten Gaben nutzten. Das anschließende Gleichnis verweise auf das gerechte Gericht über ihr Handeln.

Die Talente seien ursprünglich große Geldsummen gewesen. Auf das menschliche Leben übertragen, stünden sie für die Fähigkeiten, Möglichkeiten und Gaben, die Gott jedem Menschen schenke. Da diese unterschiedlich verteilt seien, würden auch unterschiedliche Anforderungen gelten: Wer viel empfangen habe, von dem werde mehr erwartet. Entscheidend sei, die eigenen Gaben sinnvoll und zum Wohlgefallen Gottes einzusetzen. Am Beispiel des Knechtes, der sein Talent vergrub, warnte der Diakon davor, die anvertrauten Fähigkeiten ungenutzt zu lassen. Jeder sei selbst für seine Entscheidungen verantwortlich und werde nach dem Maß beurteilt, mit dem er selbst gemessen habe.

Abschließend verwies der Geistliche in seiner Predigt auf die Auslegung des heiligen Johannes Chrysostomus. Dieser habe die Talente als unterschiedliche Möglichkeiten verstanden, anderen zu helfen, etwa durch finanzielle Unterstützung, Lehre oder persönliche Fürsorge. Auch wer vermeintlich nur wenig empfangen habe, könne Frucht bringen. Barmherzigkeit und der Einsatz für das Wohl des Nächsten seien Wege, Gott zu dienen und das Heil zu erlangen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Pimen von Europa der Mazedonischen Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid den Segen zur Gründung der Gemeinde „Heiliger Erzengel Michael“ in Salzburg gab.

Wenn Sie einen Fehler entdeckt haben, wählen Sie den Text aus und drücken Sie Strg + Eingabetaste oder Fehler ausbessern, um ihn der Redaktion zu melden
Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und drücken Sie Strg+Enter oder diese Schaltfläche Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und klicken Sie auf diese Schaltfläche Der ausgewählte Text ist zu lang!
Weiterlesen