Am Sonntag: orthodoxe Liturgie in deutscher Sprache in Offenbach
Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Nikolaus lädt für den 6. September erstmals zur vollständig deutschsprachigen Göttlichen Liturgie ein.
In der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde Heiliger Nikolaus in Offenbach wird am Sonntag, dem 6. September 2026, erstmals eine vollständig deutschsprachige Göttliche Liturgie gefeiert. Der Gottesdienst beginnt um 9 Uhr in der Kirche der Pfarrei in der Backstraße 16.
Mit dem Gottesdienst möchte die Gemeinde in Offenbach auch deutschsprachigen Gläubigen und Interessierten einen unmittelbaren Zugang zur orthodoxen Liturgie und Spiritualität ermöglichen.
Die Gemeinde gehört zu den ältesten und größten rumänisch-orthodoxen Gemeinschaften in Deutschland. Sie wurde 1974/75 von rumänischen Emigranten aus dem Raum Offenbach-Frankfurt gegründet. Die ersten Gottesdienste fanden zunächst in einer Garage statt, später nutzte die Gemeinde die Kapelle im Isenburger Schloss sowie die französisch-reformierte Kirche in Offenbach. Seit 2002 verfügt sie über ein eigenes Gotteshaus in der Backstraße 16, das in den folgenden Jahren erweitert wurde.
Heute prägt ein vielfältiges kirchliches und kulturelles Leben die Gemeinde. Neben regelmäßigen Gottesdiensten gehören eine seit mehr als 20 Jahren bestehende rumänische Schule, Pilgerfahrten und soziale Projekte zum Gemeindeleben. Seit 1995 wird die Gemeinde von Erzpriester Stefan Anghel geleitet. Ihm stehen Priester Andrei Babolea und Priester Ion Sandu Cristea zur Seite. Die Geistlichen begleiten die Gläubigen sowohl in rumänischer als auch in deutscher Sprache.
Der vollständig deutschsprachige Gottesdienst knüpft auch an das Engagement von Erzpriester Stefan Anghel für die deutschsprachige Orthodoxie an. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft „Deutschsprachige Orthodoxie in Mitteleuropa“ (DOM), die sich für die Verbreitung und Pflege des orthodoxen Glaubens in deutscher Sprache einsetzt. Die Gemeinde überträgt ihre Gottesdienste auch als Livestream auf ihrem YouTube-Kanal.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich über das Gleichnis von den bösen Winzern gesprochen und die Bedeutung des Vertrauens auf Gottes für den Menschen oft unverständliche Führung erläutert hatte.