Kirchen in Indonesien rufen zu Dialog und Schutz der Bevölkerung in Papua auf
Das Indonesische Christliche Gemeindeforum (FUKRI) fordert ein Ende der Militäroperationen und erleichterten Zugang für humanitäre Hilfe.
Ein Zusammenschluss christlicher Kirchen in Indonesien hat die Regierung aufgefordert, ihre Sicherheitsstrategie in der Region Papua zu überdenken und den Schutz der Zivilbevölkerung stärker in den Mittelpunkt zu stellen. In einer gemeinsamen Erklärung appelliert das Indonesische Christliche Gemeindeforum (FUKRI), dem unter anderem die Indonesische Bischofskonferenz sowie protestantische, evangelische, baptistische, adventistische und orthodoxe Kirchen angehören, an die Militäroperationen zu beenden und den Zugang für humanitäre Hilfsorganisationen zu erleichtern. Darüber berichtete Vatican News.
Nach Einschätzung der Kirchen haben die anhaltenden Konflikte Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Viele Vertriebene hätten nur eingeschränkten Zugang zu Lebensmitteln, medizinischer Versorgung, Bildung und seelsorgerischer Begleitung. Statt einer weiteren Ausweitung der Militärpräsenz sprechen sich die Kirchen für einen offenen Dialog zwischen Regierung, indigenen Gemeinschaften und Vertretern der Zivilgesellschaft aus. Zugleich betonen sie, dass kirchliche Hilfsarbeit ausschließlich humanitären Zielen diene und nicht mit politischen oder separatistischen Bestrebungen gleichgesetzt werden dürfe.
Nach Angaben indonesischer Menschenrechtsinstitutionen wurden im ersten Halbjahr zahlreiche bewaffnete Zwischenfälle in Papua registriert, bei denen überwiegend Zivilisten ums Leben kamen. Die Kirchen sehen deshalb einen verstärkten Einsatz für Frieden, Versöhnung und den Schutz der Menschenwürde als dringend notwendig an.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein österreichisches Hospiz in Jerusalem 15 Millionen für die Sanierung benötigt.