Österreichisches Hospiz in Jerusalem braucht 15 Millionen für Sanierung
Rektor Franz Xaver Brandmayr wirbt um Spenden und Pilger, nachdem der Gazakrieg dem traditionsreichen Haus Einnahmeverluste in Höhe von zwei Millionen Euro bescherte.
Das Österreichische Pilger-Hospiz in der Jerusalemer Altstadt steht vor einer umfassenden Generalsanierung. Nach Angaben des neuen Rektors Franz Xaver Brandmayr werden dafür rund 15 Millionen Euro benötigt. Zugleich hat der Gazakrieg dem traditionsreichen Pilgerhaus in den vergangenen zwei Jahren Einnahmeverluste von etwa zwei Millionen Euro verursacht, da Pilgerreisen weitgehend ausblieben. Darüber berichtete kathpress.
Trotz der schwierigen Lage blieb das Hospiz während des gesamten Krieges geöffnet und beschäftigte seine Mitarbeiter weiter. Brandmayr betonte, dass das Haus auch künftig ein Ort der Begegnung und des friedlichen Miteinanders bleiben solle. Das zum Hospiz gehörende Café werde weiterhin von Juden, Arabern und Palästinensern besucht und biete Raum für Begegnungen im Alltag.
Das 1863 gegründete Österreichische Hospiz liegt an der Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt und zählt zu den ältesten Pilgerhäusern im Heiligen Land. Neben der Unterbringung von Pilgern versteht es sich als kultureller und geistlicher Begegnungsort. Brandmayr rief dazu auf, trotz der angespannten Sicherheitslage wieder Pilgerreisen nach Jerusalem zu unternehmen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die orthodoxe Kirche der heiligen Makrina gedenkt.