Orthodoxe Kirche gedenkt der heiligen Makrina
Die heilige Makrina, Schwester der großen Kappadokier, führte ein Leben in Gebet und Askese und prägte mit ihrer Familie eine ganze Epoche der frühen Kirche.
Am 19. Juli gedenkt die Orthodoxe Kirche der heiligen Makrina, einer der bedeutendsten Asketinnen des 4. Jahrhunderts. Schon in jungen Jahren entschied sie sich für ein gottgeweihtes Leben und verzichtete nach dem Tod ihres Verlobten auf eine erneute Heirat. Stattdessen widmete sie sich ganz dem Gebet und der Nachfolge Christi. Darüber berichtete Orthodox Times.
Gemeinsam mit ihrer Mutter gründete sie in Pontus am Fluss Iris eine klösterliche Gemeinschaft für Frauen. Dort führte sie ein Leben in strenger Askese, in Demut und in tätiger Nächstenliebe. Ihr Alltag war von unablässigem Gebet, körperlicher Arbeit und der Sorge um Arme und Bedürftige geprägt. Zeitgenossen beschrieben sie als Frau von außergewöhnlicher Weisheit und tiefem Glauben.
Das Leben der heiligen Makrina ist vor allem durch die Lebensbeschreibung ihres Bruders, des heiligen Gregor von Nyssa, überliefert. Darin schildert er sie als geistliche Lehrerin, die durch ihr persönliches Beispiel viele Menschen im Glauben stärkte. Bis heute verehrt die Kirche sie als Vorbild des monastischen Lebens und der christlichen Hingabe.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass zwei Athos-Heilige vom Ökumenischen Patriarchat offiziell kanonisiert worden waren.