Priester Arsenije Jovanović: „Es gibt keinen Menschen, den Gott aufgegeben hat“
Predigt in Nürnberg zum Fest der Geburt Johannes des Täufers über Gottes Barmherzigkeit, wahre Umkehr und die Gefahr der Bindung an das Materielle
Zum Fest der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers hat der serbisch-orthodoxe Priester Arsenije Jovanović am 7. Juli 2026 in Nürnberg die Gläubigen dazu aufgerufen, Christus nicht aus ihrem Leben auszuschließen, sondern ihm das Herz zu öffnen. Ausgehend vom Evangelium über die Heilung der beiden Besessenen (Mt 8,28–34) betonte er, dass Gott keinen Menschen aufgebe und jedem die Möglichkeit zur Umkehr und Erneuerung schenke. Die serbisch-orthodoxe Eparchie für Deutschland veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite.
Priester Arsenije Jovanović erklärte, der Mittelpunkt des Evangeliums sei nicht der Untergang der Schweineherde, sondern die Rettung der Menschen. Christus sehe Hoffnung, wo andere bereits aufgegeben hätten. Zugleich warnte er davor, den Glauben auf bloßes Wissen oder religiöse Äußerlichkeiten zu reduzieren. Wahrer Glaube bedeute, mit Christus zu leben und ihm zu erlauben, das eigene Leben zu verändern.
Der Priester hob hervor, dass die Bewohner von Gadara den Verlust ihres Besitzes höher bewertet hätten als die Heilung ihrer Mitmenschen. Dies sei auch heute eine Versuchung, wenn materielle Interessen wichtiger würden als die Gegenwart Gottes. Christus dränge sich niemandem auf, sondern achte die Freiheit des Menschen und warte auf dessen freiwillige Antwort.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die ROKA-Gemeinden Augsburg und Heilbronn das Patrozinium des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco feierten.