Erzbischof Tichon feierte Liturgie zu Ehren Johannes des Täufers in Rostock
Der Geistliche rief die Gläubigen dazu auf, dem Vorbild des Heiligen in Buße, Demut und Treue zu Gott nachzufolgen
Am Fest der Geburt des heiligen Johannes des Täufers hat Erzbischof Tichon von Rusa am 7. Juli 2026 die Göttliche Liturgie in der russisch-orthodoxen Pfarrei der heiligen Xenia von Petersburg in Rostock gefeiert. Mit ihm zelebrierte Pfarrer Theodore Freiberger. Darüber berichtete die Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt würdigte Erzbischof Tichon die herausragende Bedeutung des heiligen Johannes des Täufers im Heilsgeschehen. Dessen Geburt und Sendung seien bereits im Alten Testament angekündigt worden. Christus selbst habe Johannes als den „Größten unter den von Frauen Geborenen“ bezeichnet. Seine Aufgabe sei es gewesen, die Menschen zur Umkehr aufzurufen und den Weg für den Messias zu bereiten.
Der Erzbischof betonte, dass das Leben Johannes des Täufers auch heute Vorbild für alle Christen sei. Wie der Vorläufer Christi sollten Gläubige sich von sündhaften Gewohnheiten abwenden, auf Gottes Stimme hören und ihren Dienst gewissenhaft sowie uneigennützig erfüllen. Auch Leiden und Prüfungen gelte es im Vertrauen auf Gott anzunehmen, im Blick auf die Verheißung des ewigen Lebens.
Abschließend rief Erzbischof Tichon die Gemeinde dazu auf, dem Beispiel des heiligen Johannes in Gebet, Demut und Buße nachzueifern. Wer Gott über alles liebe und seine Gebote halte, werde Anteil am Himmelreich erhalten. Nach der Liturgie wurde ein Gebet zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers gesprochen.
Die UOJ berichtete zuvor, wie aus einer deutschsprachigen Liturgie in Köln ein Ort der Begegnung über alle orthodoxen Grenzen hinweg wurde.