Rumänisch-orthodoxe Gemeinde soll Josephskirche in Eppelheim übernehmen
Pfarreirat der Katholischen Stadtkirche Heidelberg stimmt mit deutlicher Mehrheit für den Verkauf an die rumänisch-orthodoxe Gemeinde
Der Pfarreirat der Katholischen Stadtkirche Heidelberg hat am 7. Juli 2026 mit klarer Mehrheit beschlossen, die Josephskirche in Eppelheim an die rumänisch-orthodoxe Gemeinde Heidelberg zu verkaufen. Nach einem mehr als einjährigen Beratungsprozess erhielt die Gemeinde 15 Stimmen, der Förderverein Josephskirche Eppelheim vier, wie die Kirche auf ihrer Webseite berichtete.
Der geheimen Abstimmung war ein umfangreicher Beteiligungsprozess vorausgegangen. Im Frühjahr konnten Bürger ihre Stellungnahmen einreichen, zudem stellten sowohl der Förderverein als auch die rumänisch-orthodoxe Gemeinde ihre Nutzungskonzepte bei einer Informationsveranstaltung vor.
Pfarrer Dr. Marius Fletschinger begrüßte die Entscheidung und wünschte der Gemeinde um Pfarrer Marius-Adrian Călin, dass die Josephskirche dauerhaft zu einer geistlichen Heimat werde. Zugleich dankte er dem Förderverein und den engagierten Bürgern für ihren Einsatz und rief dazu auf, die entstandenen Spannungen zu überwinden. Auch die Vorsitzende des Pfarreirats, Doris Lahmer, würdigte die verantwortungsvolle Arbeit des Gremiums.
Die Übergabe der Kirche soll nach Abschluss der Vertragsverhandlungen voraussichtlich im Herbst oder Winter erfolgen. Hintergrund des Verkaufs sind sinkende Mitgliederzahlen und begrenzte finanzielle Mittel. Im Rahmen der Immobilienstrategie der Erzdiözese trennt sich die Pfarrei Heilig Geist Heidelberg von einem Teil ihrer Gebäude, um ihre seelsorglichen und sozialen Aufgaben langfristig sichern zu können.
Die UOJ berichtete zuvor, wie aus einer deutschsprachigen Liturgie in Köln ein Ort der Begegnung über alle orthodoxen Grenzen hinweg wurde.