Christliche Gemeinschaft Syriens ist in den Kriegsjahren um das Sechsfache geschrumpft
In den Jahren des Krieges schrumpfte die christliche Gemeinschaft Syriens von 1,8 Millionen auf 300.000 Menschen aufgrund von Gewalt, Krise und Massenauswanderung.
In den Jahren des Bürgerkriegs verringerte sich die Zahl der Christen der christlichen Gemeinschaft Syriens von etwa 1,8 Millionen auf 300.000, meldet InfoChrétienne.
Als Hauptgründe für die massenhafte Abreise der Christen werden der Krieg, die Wirtschaftskrise, die Instabilität und die konfessionellen Konflikte genannt. Viele Familien verlassen das Land aus Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder und ohne die Möglichkeit eines normalen Lebens zu sehen.
Die kirchlichen Leiter stellen fest, dass die Abwanderung der Jugend besonders beunruhigend ist. Ihren Worten zufolge ist gerade das Fehlen junger Menschen es, das die Zukunft der christlichen Gemeinden und des kirchlichen Lebens in Syrien in Frage stellt.
Verschärft wird die Situation durch Überfälle radikaler Islamisten, Drohungen sowie den Druck auf die Gläubigen. Manche Christen, die Terroranschläge überlebt haben, darunter Betroffene der Explosion in der Kirche des Heiligen Elias in Damaskus, erwägen nun die Auswanderung als den einzigen Weg, um ihre Familien zu schützen.
Ungeachtet der schweren Umstände setzen die im Land verbliebenen Christen ihren kirchlichen und sozialen Dienst fort. Sie helfen den Betroffenen, leisten geistlichen und psychologischen Beistand und bemühen sich, die Präsenz der Kirche in Syrien zu bewahren.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Bukarest ein Forum der orthodoxen Jugend mit 2400 Teilnehmern stattfand.