Patriarch Porfirije im Kloster Slanci: „Der Glaube ist Vertrauen in Gott“

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Patriarch Porfirije zelebrierte die Heilige Liturgie im Kloster des Heiligen Erzdiakons Stephan in Slanci am Fest der Überführung der Reliquien des heiligen Erzmärtyrers und Erzdiakons Stephanus. Foto: Patriarchat Patriarch Porfirije zelebrierte die Heilige Liturgie im Kloster des Heiligen Erzdiakons Stephan in Slanci am Fest der Überführung der Reliquien des heiligen Erzmärtyrers und Erzdiakons Stephanus. Foto: Patriarchat

Der serbisch-orthodoxe Patriarch rief zum Fest der Überführung der Reliquien des heiligen Stephanus zu gelebtem Glauben, Liebe und Vergebung auf.

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am 15. August 2026, dem Fest der Überführung der Reliquien des heiligen Erzmärtyrers und Erzdiakons Stephanus, im Kloster des Heiligen Erzdiakons Stephan in Slanci am Stadtrand von Belgrad gepredigt. Dabei rief er die Gläubigen dazu auf, ihren Glauben nicht nur mit Worten zu bekennen, sondern ihn durch ihr Leben sichtbar werden zu lassen, berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Porfirije betonte, dass der christliche Glaube weit mehr sei als die bloße Überzeugung von der Existenz Gottes. „Der Glaube ist Vertrauen in Gott“, sagte er. Es gehe um das Vertrauen darauf, dass Gott den Menschen über alles liebe, sein Leben führe und besser als der Mensch selbst wisse, was zu dessen Heil diene. Ein solcher Glaube werde in der Liebe zu Gott und zum Nächsten sichtbar. Der Patriarch verwies dabei auf den heiligen Stephanus, dessen Glaube nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch sein Leben und seine Taten bezeugt worden sei.

Als besonderes Beispiel für christliche Liebe hob Porfirije das Verhalten des heiligen Stephanus angesichts seiner Verfolgung und seines Todes hervor. Obwohl seine Gegner ihn töteten, habe Stephanus nicht mit Hass oder Rache reagiert, sondern für seine Mörder gebetet: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ Darin sah der Patriarch eine unmittelbare Verwirklichung des Gebots Christi, den Nächsten zu lieben. Zugleich warnte er vor gegenseitigem Hass und Feindseligkeit unter Christen und rief zur Reue, zur Vergebung und zur Einheit auf.

Patriarch Porfirije wandte sich außerdem gegen die Vorstellung, das Evangelium und die Kirche müssten an die jeweiligen gesellschaftlichen und geistigen Strömungen angepasst werden. „Die Kirche ist zeitlos, denn der Herr ist ewig und zeitlos“, erklärte er. Die Kirche habe vielmehr in jeder Zeit zur Überwindung von Sünde, Egoismus und Leidenschaft sowie zum Wachstum in Güte, Tugend und Liebe aufzurufen. Die Gläubigen sollten sich daher nicht auf ihre eigene Frömmigkeit oder ihre Leistungen verlassen, sondern Gott um Vergebung, einen stärkeren Glauben und die Kraft bitten, als Christen zu leben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde in Mainz mit Priester Matthias Fröse ihr 35-jähriges Jubiläum feierte.

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