Europas größte Marienstatue in Polen erhielt bischöflichen Segen
Die 55,6 Meter hohe „Figur der barmherzigen Gottesmutter“ wurde am Hochfest Mariä Himmelfahrt in Konotopie gesegnet.
Im zentralpolnischen Konotopie hat die größte Marienstatue Europas am Hochfest Mariä Himmelfahrt, dem 15. August 2026, den bischöflichen Segen erhalten. Der römisch-katholische Bischof Krzysztof Wętkowski von der Diözese Włocławek segnete das 55,6 Meter hohe Monument, das innerhalb von 17 Monaten errichtet wurde. Darüber berichtete das Nachrichtenportal der Katholischen Kirche in Deutschland, katholisch.de.
Die „Figur der barmherzigen Gottesmutter“ wurde vor Tausenden Menschen gesegnet. An der Feier nahm auch der frühere polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Wałęsa teil. Die Marienfigur selbst ist 40,6 Meter hoch und überragt damit die bisher höchste Marienstatue Europas, die 1941 eingeweihte Madonna von Miribel in Frankreich, um mehr als zehn Meter. Einschließlich des Sockels erreicht das Monument eine Höhe von 55,6 Metern.
Für das 60.000 Tonnen schwere Bauwerk wurden rund 2.500 Kubikmeter Beton verwendet. Die Bauarbeiten dauerten 17 Monate. Der 15 Meter hohe Sockel hat die Form einer Krone und verweist darauf, dass Maria als Königin des Himmels und Polens verehrt wird. Besucher können den Sockel kostenlos besteigen oder mit einem Aufzug hinauffahren.
Die Statue gehört nicht der katholischen Kirche, sondern dem Unternehmer Roman Karkosik und seiner Frau Grażyna. Die Kosten wurden nicht veröffentlicht; polnische Medien schätzen, dass die Karkosiks mehr als 20 Millionen Euro aus ihrem Privatvermögen in das Projekt investierten. Der Bildhauer Adam Jakub Matejkowski erklärte, Karkosik habe die Statue aus Dankbarkeit für die Genesung von einer schweren Krankheit errichten lassen. In einer schweren Phase habe sich der Unternehmer im Gebet an die Gottesmutter gewandt und Gnade empfangen. Matejkowski bezeichnete die Statue als „Geschenk für alle“ und betonte die mütterliche und fürsorgliche Darstellung der Gottesmutter.
In der katholischen Kirche Polens gehen die Meinungen über das Monument jedoch weit auseinander. Der Dominikanerpater Pawel Guzynski verglich sie mit dem biblischen goldenen Kalb. Der Ordinariatskanzler des Erzbistums Gnesen, Zbigniew Przybylski, bescheinigte dem Stifter dagegen „persönliche Frömmigkeit“. Karkosik hatte bereits vor 15 Jahren eine Kapelle für ein nahegelegenes Marienheiligtum finanziert. Polnische Medien rechnen damit, dass die monumentale Marienfigur zu einem der bekanntesten religiösen Symbole Polens und ein beliebtes Pilgerziel werden könnte.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde in Mainz mit Priester Matthias Fröse ihr 35-jähriges Jubiläum feierte.