„Wir können hoffnungsvoll die Welt verlassen und die Auferstehung erwarten“
Bischof Johannes von Branitsa predigte in Sofia zu Mariä Himmelfahrt über die Demut der Gottesmutter und die Hoffnung auf die Auferstehung.
Mit einer hierarchischen Liturgie ist am 15. August 2026 in der Bulgarisch-orthodoxen Kirche in Sofia das Fest Mariä Himmelfahrt begangen worden. Im Hippodruma-Viertel der bulgarischen Hauptstadt stand die Predigt von Bischof Johannes von Branitsa, dem ersten Vikar des Metropoliten von Sofia, im Zeichen der Demut der Gottesmutter und der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Predigt verwies Bischof Johannes auf das einfache und bescheidene Leben der Gottesmutter. Nach menschlichen Maßstäben sei ihr Leben weder von Reichtum noch von besonderer Ausbildung oder materiellen Vorteilen geprägt gewesen. „Nach unseren irdischen Maßstäben war ihr Leben vielleicht in keiner Weise wohlhabend. Weder eine großartige Ausbildung noch Reichtum noch kostspielige Reisen noch materielle Vorteile gehörten zu ihrem Leben. Ganz im Gegenteil, ein bescheidenes, stilles Leben“, sagte der Bischof.
Der Geistliche erinnerte zudem an die kirchliche Überlieferung vom Ende des irdischen Lebens der Gottesmutter. Die Hymnen des Festes sprächen nicht nur von ihrer Aufnahme in den Himmel, sondern auch von ihrer Himmelfahrt. Darin liege eine Hoffnung für alle Christen, die an Christus und das Evangelium glauben und Gott aufrichtig lieben. Sie könnten darauf hoffen, ein friedvolles Ende und eine gute Auferstehung zu finden.
Diese Hoffnung sei untrennbar mit der Gottes- und Nächstenliebe verbunden, betonte der Bischof: „Wenn wir Gott wirklich mit ganzer Seele und unseren Nächsten wie uns selbst lieben und so das Gesetz Christi erfüllen, können wir hoffnungsvoll diese Welt verlassen und die Auferstehung erwarten.“ Diese Auferstehung bekennen die Christen im Glaubensbekenntnis und feiern sie in jeder Göttlichen Liturgie. Zum Abschluss übermittelte Bischof Johannes den festlichen Segen des bulgarischen Patriarchen Daniil.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues bioethisches Standardwerk ankündigte.