Erzbischof Tichon betonte am Bodensee die Liebe als Weg zur Gotteserkenntnis

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Die Sängerinnen und Sänger des Chores gemeinsam mit Bischof Tichon und dem Klerus nach dem Konzert. Foto: Diözese Die Sängerinnen und Sänger des Chores gemeinsam mit Bischof Tichon und dem Klerus nach dem Konzert. Foto: Diözese

Russisch-orthodoxer Hierarch predigte in Lindau über zentrale Botschaft des Apostels Johannes

Beim Patronatsfest der russisch-orthodoxen Pfarrei St. Johannes der Apostel Lindau und Friedrichshafen am Bodensee hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland, am 23. Mai 2026 die Göttliche Liturgie gefeiert und in seiner Predigt die Bedeutung der christlichen Liebe als Grundlage des Glaubens hervorgehoben. Rund 150 Gläubige aus den Gemeinden Lindau, Friedrichshafen, München, Kempten, Freiburg und Zürich nahmen an dem Gottesdienst teil, der gemeinsam mit dem örtlichen Pfarrer, Erzpriester Pawel Melnikow, und weiteren Geistlichen begangen wurde. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.

Die Liturgie wurde in der katholischen Kirche des Heiligen Großmärtyrers Georg in Wasserburg gefeiert. Im Zentrum der Ansprache stand der Apostel und Evangelist Johannes, den der Erzbischof als „Apostel der Liebe“ bezeichnete. Dessen Botschaft „Gott ist Liebe“ sei der Schlüssel zum Verständnis der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Ohne Liebe, so betonte Erzbischof Tichon, sei weder wahre Gotteserkenntnis noch ein authentisches geistliches Leben möglich.

Der Kinder- und Jugendchor der Pfarrei Heilige Auferstehung in München sang während des Gottesdienstes unter der Leitung des Lektors Matthew Kobro und gestaltete die Liturgie musikalisch.

In seiner Predigt hob der Erzbischof zudem hervor, dass die Liebe nicht nur eine Tugend unter vielen sei, sondern das Fundament aller christlichen Existenz bilde. Wer Gott erkennen wolle, müsse selbst in der Liebe wachsen und so Gott ähnlich werden. Diese innere Verbindung mit Gott eröffne dem Gläubigen einen tieferen Zugang zum Glauben und zur theologischen Wahrheit.

Im Anschluss an die Liturgie fand ein Konzert mit geistlicher Musik statt, bei dem der Chor Kirchenlieder vortrug. Die Feier klang mit einer Begegnung der Gläubigen aus. Erzbischof Tichon begrüßte im Namen der Gemeinde auch den katholischen Dekan Dr. Ralf Gürer und dankte ihm für die Gelegenheit, den Gottesdienst zu feiern und ein Konzert mit geistlichen Liedern in einer der ältesten Kirchen am Bodensee zu geben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Bischofsversammlung in Belgrad die Nonne Jefimija von Devič als Heilige anerkannte.

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