Gewalt in Nigeria: Bischof spricht von systematischer Ermordung von Christen
Kirchenvertreter aus Wukari wirft Behörden unzureichenden Schutz vor und fordert dringende Hilfe für Vertriebene
Angesichts neuer Gewalt im nigerianischen Bundesstaat Taraba hat der römisch-katholische Bischof Mark Maigida Nzukwein von Wukari die Angriffe als gezielte und organisierte Tötungen von Christen bezeichnet. Bei einer Protestaktion des Klerus sprach er von einer systematischen Kampagne gegen christliche Gemeinden und zog Parallelen zum Begriff des Völkermords, wie das katholische Nachrichtenportal CNA am 17. Februar 2026 berichtete.
Der Bischof erklärte, bewaffnete Fulani-Milizen würden seit Jahren Dörfer überfallen, Menschen vertreiben, Felder zerstören und Kirchen sowie Häuser von Priestern angreifen. Besonders im Süden Tarabas herrsche seit den frühen 2000er-Jahren eine anhaltende Krise, die zuletzt eine neue Eskalationsstufe erreicht habe.
Zwar hätten Sicherheitskräfte und Behörden versucht einzugreifen, doch ihre Maßnahmen seien laut Maigida unzureichend. Fast wöchentlich komme es zu Tötungen, während wirksame Sicherheitsstrategien fehlten. Die jüngsten friedlichen Proteste seien daher Ausdruck wachsender Frustration über die Untätigkeit der Regierung.
Der Bischof rief die staatlichen Stellen dazu auf, ihrer verfassungsmäßigen Pflicht zum Schutz von Leben und Eigentum nachzukommen und humanitäre Hilfe für Vertriebene zu leisten. Trotz der schweren Lage bleibe der Glaube der Christen stark; ihre Hoffnung gründe in der Überzeugung der Auferstehung.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Italien Abt Matteo Ferrari vor Netflix-Streaming und Social Media im Kloster warnte.