Bischöfe der armenischen Kirche fordern Behörden auf, Verfolgung zu beenden

20. Februar, 17:40 Uhr
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Versammlung der Bischöfe der Armenisch-Apostolischen Kirche in Österreich. Foto: Sputnik Versammlung der Bischöfe der Armenisch-Apostolischen Kirche in Österreich. Foto: Sputnik

Bei der Versammlung in Österreich bekräftigten die Hierarchen der Armenischen Apostolischen Kirche ihre Treue zum Katholikos Karekin II. und forderten die Behörden auf, der Verfolgung des Klerus ein Ende zu setzen.

Am 19. Februar 2026 bekräftigten die in Österreich versammelten Hierarchen der Armenisch-Apostolischen Kirche ihre Treue gegenüber dem Katholikos aller Armenier, Karekin II., und appellierten an die armenischen Behörden, die Verfolgung der Kirche und des Klerus einzustellen. Dies berichtet die Agentur „Novosti-Armenia“.

Die Bischofsversammlung fand vom 16. bis 19. Februar in St. Pölten statt und wurde vom Katholikos einberufen. Am Ende des Treffens bekundeten die Bischöfe ihre Treue zum Erzbischof von Etschmiadsin als Symbol und Garant für die Einheit, Eintracht und den Frieden der Kirche.

In dem Dokument wird die Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass Karekin II. und sechs Bischöfen aufgrund der strafrechtlichen Verfolgung die Ausreise aus dem Land verboten wurde, weshalb sie nur per Videokonferenz an der Versammlung teilnehmen konnten. Die Bischöfe betonten, dass die Armenische Kirche dem armenischen Volk und seiner Staatlichkeit treu bleibt und keinen ausländischen Interessen dient.

Die Teilnehmer der Versammlung forderten die Behörden auf, die inhaftierten Geistlichen freizulassen, die Autonomie der Kirche zu respektieren und Beziehungen auf Grundlage des Gesetzes, des gegenseitigen Respekts und der nationalen Interessen aufzubauen. Sie äußerten zudem ihre Besorgnis über die Gerichtsverfahren in Baku gegen die Führung von Arzach und appellierten an die internationale Gemeinschaft, sich für die Freilassung der inhaftierten Armenier einzusetzen.

In Etschmiadsin wurde zuvor die strafrechtliche Verfolgung des Katholikos als politisch motiviert bezeichnet. Der Konflikt zwischen dem armenischen Premierminister und der Führung der Armenisch-Apostolischen Kirche im Jahr 2025 ging mit öffentlicher Kritik an der Kirche und heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien einher.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Armenische Kirche sich wegen des Drucks an internationale Instanzen gewendet hat.

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