Gläubige werfen Oberhaupt der Kirche Zyperns Schaffung „geistiger Wüste“ vor
Die Gemeinde Paphos hat einen Verstoß gegen die Synodalität und das kanonische Recht in der Verwaltung der Kirche von Zypern durch den derzeitigen Patriarchen erklärt.
Die Gemeinde von Paphos veröffentlichte einen offenen Brief an den Oberhaupt der orthodoxen Kirche Zyperns, Erzbischof Georgios. In dem Schreiben behaupten die Verfasser, der Primas der Kirche Zyperns treffe wichtige Entscheidungen allein und umgehe dabei den Heiligen Synod. Darüber berichtet die Redaktion der UOJ in den USA.
Der Hauptgrund für die Besorgnis der Gläubigen war die Initiative, Metropolit Tychikos in das Erzbistum zu versetzen, wo er in der ehemaligen Residenz des verstorbenen Erzbischofs Chrysostomos II. wohnen und Aufträge direkt vom Oberhaupt der Kirche ausführen sollte.
Die Gläubigen behaupten, dass dies einen beispiellosen Verstoß gegen die Kanones darstelle. In dem Brief heißt es: „Das ist keine Erneuerung. Das ist institutionelle und geistliche Verödung bzw. Unfruchtbarkeit.“ Sie warnen, dass die einseitigen Maßnahmen des Erzbischofs eine „personalisierte Macht“ geschaffen und die Synodalität faktisch abgeschafft hätten, wodurch eine jahrhundertealte kirchliche Tradition untergraben worden sei.
In dem Brief heißt es, dass Erzbischof Georgios „die Rollen des Anklägers, des Ermittlers und des Richters in sich vereint“, was nach Ansicht der Verfasser in der kirchlichen Praxis unzulässig ist.
Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Die Kirche von Zypern ist nicht das Eigentum von irgendjemandem. Und sie ist auch kein Spielfeld für persönliche Strategien... Wenn dieser Kurs fortgesetzt wird, wird das Problem in der Willkür des Erzbischofs liegen.“
Wie die UOJ berichtete, schrieben griechische Medien, dass die Kirche von Zypern mit einer Krise der Synodalität konfrontiert sei.