Russische Auslandskirche plant russischsprachiges Theologisches Institut in Europa

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Ein geplantes theologisches Institut der Russischen Auslandskirche soll ab 2027 russischsprachige Ausbildung in Europa anbieten. Ein geplantes theologisches Institut der Russischen Auslandskirche soll ab 2027 russischsprachige Ausbildung in Europa anbieten.

Online-Umfrage soll Bedarf und Studieninteressen der Gläubigen ermitteln

Die Russische Orthodoxe Kirche im Ausland (ROKA) bereitet die Gründung eines russischsprachigen theologischen Instituts und Seminars in Europa vor. Mit einer am 12. Februar 2026 veröffentlichten Online-Umfrage will die Kirchenleitung das Interesse an verschiedenen Ausbildungsformen erfassen und die künftigen Studienprogramme daran ausrichten.

Die Heilige Bischofssynode der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland segnete im Dezember 2025 die Errichtung eines neuen theologischen Instituts, das dem heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco gewidmet ist. Das Projekt wird gemeinsam von der Westeuropäischen und der Deutschen Diözese getragen und soll im Herbst 2027 den Lehrbetrieb aufnehmen.

Nach Angaben der Initiatoren reagiert die Gründung auf den wachsenden Bedarf an russischsprachiger theologischer Ausbildung innerhalb der Kirche. Während bereits englischsprachige Programme, etwa am Seminar in Jordanville, bestehen, sei der Zugang zu theologischen Studien auf Russisch in den vergangenen Jahren schwieriger geworden.

Die laufende Online-Umfrage richtet sich vor allem an russischsprachige Gläubige und wird ausschließlich auf Russisch durchgeführt. Sie fragt unter anderem nach dem Interesse an einer klassischen Seminaristenausbildung für künftige Diakone und Priester, an allgemeinbildenden theologischen Kursen für Laien oder an einem Verzicht auf weiterführende Studien.

Ziel des neuen Instituts ist es laut Veranstaltern, sowohl die Ausbildung zukünftiger Geistlicher für das kommende Jahrhundert zu stärken als auch das Verständnis der orthodoxen Theologie unter den Gläubigen zu vertiefen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass zwei Athos-Heilige vom Ökumenischen Patriarchat offiziell kanonisiert wurden.

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